Obsession – Du sollst mich lieben

Film von Curry Barker (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Obsession – Du sollst mich lieben (Originaltitel Obsession) ist ein Horrorfilm von Curry Barker. Der Film mit Michael Johnston und Inde Navarrette feierte Anfang September 2025 beim Toronto International Film Festival seine Premiere. Der Kinostart in den USA erfolgte Mitte Mai 2026, in Deutschland startete er Ende Juni 2026.

TitelObsession – Du sollst mich lieben
OriginaltitelObsession
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Obsession – Du sollst mich lieben
Originaltitel Obsession
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Curry Barker
Drehbuch Curry Barker
Produktion James Harris, Christian Mercuri, Haley Nicole Johnson
Musik Rock Burwell
Kamera Taylor Clemons
Schnitt Curry Barker
Besetzung
  • Michael Johnston: Bear
  • Inde Navarrette: Nikki
  • Cooper Tomlinson: Ian
  • Megan Lawless: Sarah
  • Andy Richter: Carter
  • Haley Fitzgerald: Vivian
  • Darin Toonder: Harry
  • Chloe Breen: Ruthie
  • Anthony Pavone: Reggie
  • Anthony Casabianca: Chris
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Handlung

Die vier Freunde Bear, Ian, Nikki und Sarah arbeiten sieben Jahre nach dem Schulabschluss gemeinsam im Musikgeschäft von Sarahs Vater. Bear ist seit Jahren hoffnungslos in die hübsche Nikki verliebt, hat bislang aber nie den Mut aufgebracht, ihr das zu sagen. Der Tod seiner Katze durch unsicher gelagertes Oxycodon versetzt ihm einen emotionalen Tiefschlag. Auf der Suche nach einem Geschenk für Nikki besucht er einen Esoterikshop und erwirbt dort einen Gegenstand namens „One Wish Willow“, der Wünsche erfüllen soll. Als er nach einem gemeinsamen Abend mit seinen Freunden die angehende Schriftstellerin Nikki nach Hause fährt und es wieder nicht fertigbringt, ihr seine Gefühle zu gestehen, zerbricht er verzweifelt den Wunschstab und wünscht sich, dass sie ihn mehr lieben solle als alles andere auf der Welt. Prompt geschieht dies auch und Nikki erzählt Bear, damit er sie mit zu sich nach Hause nimmt, ihr Vater würde an Krebs sterben. Im Bett küsst sie ihn zunächst, fährt dann aber schreiend zurück und jagt Bear einen Mordsschrecken ein.

Am nächsten Morgen errichtet Nikki einen Schrein für die tote Katze. Um Bear nicht weiter zu verstören, erklärt sie ihr ungewöhnliches Verhalten später mit der Einnahme von MDMA. Bear hält ihre offensichtlich starken Gefühle ihm gegenüber für aufrichtig und die beiden beginnen eine vorerst glückliche Liebesbeziehung. Der von der plötzlichen Verbindung verdutzte Ian erzählt Bear, dass Nikkis Vater kerngesund sei und sie ihn noch vor Kurzem eher als „kleinen Bruder“ denn als Crush gesehen habe. Als Bear Nikki in einem Restaurant mit der Wahrheit über ihren Vater konfrontiert, macht sie eine Szene, was ihn erstmals an ihrem Zustand zweifeln lässt. In der Folge verhält sie sich immer obsessiver, was auch Ian und Sarah nicht entgeht. Als Bear nachts aufwacht, steht sie in einer dunklen Ecke des Schlafzimmers und sagt, sie habe ihn beim Schlafen beobachtet. An ihrem freien Tag versiegelt Nikki die Haustür mit Unmengen an Duct Tape, was Bear jedoch nicht davon abhält, zur Arbeit zu gehen. Dort muss er entsetzt feststellen, dass das Sandwich, welches Nikki ihm gemacht hat, aus den Überresten seiner Katze besteht. In der Hoffnung, seinen Wunsch rückgängig machen zu können, ruft er die Nummer auf der „One-Wish-Willow“-Verpackung an und fragt den Mitarbeiter, ob Nikkis Liebe zu ihm echt sei. Darauf antwortet dieser: „Nur weil du es dir für sie gewünscht hast, macht es das nicht weniger echt.“ Außerdem habe er jetzt eine moralische Verpflichtung ihr gegenüber. Die einzige Möglichkeit, den Bann zu brechen, sei sein Tod. Als er durch die Haustür tritt, steht Nikki mit Erbrochenem um den Mund in ihren eigenen Exkrementen just an jener Stelle, wo sie sich morgens von Bear verabschiedet hat.

Widerwillig nimmt Bear Nikki zu einer Party in Ians Wohnung mit, obwohl dieser ihm das explizit untersagt hat. Während einem Jenga-Trinkspiel eskaliert die Lage: Nachdem Nikki eine gewaltvoll-inzestuöse Neuinterpretation von Hänsel und Gretel von ihrem Handy vorgelesen hat, erhält Bear die Aufgabe, die Person links von ihm zu küssen. Die scheinbar von Eifersucht zerfressene Nikki schreitet ein und setzt sich an Stelle der eigentlichen Zielperson Sarah, die noch dazu heimlich in Bear verliebt ist. Im Anschluss an eine Rede, in der sie behauptet, niemand der Anwesenden würde jemals eine Liebe wie die zwischen ihr und Bear empfinden, kommt kurz die wahre Nikki durch und beginnt sich mit einer Glasflasche selbst im Gesicht zu verletzen. Weil sie die Behandlung in einem Krankenhaus verweigert, fährt Bear sie nach Hause. Per Textnachricht fordert Sarah ihn auf, sie im Park zu treffen. In einem luziden Moment bittet die inzwischen im Bett ruhende Nikki Bear, sie zu töten. Gekränkt darüber, dass sie lieber sterben würde, als weiter mit ihm zusammen zu sein, verlässt Bear das Haus und trifft sich mit Sarah in ihrem Auto. Nachdem sie ihm von einer zweijährigen Affäre zwischen Nikki und Ian verraten und ihm ihre Gefühle für ihn angedeutet hat, schlägt Nikki mit einem Ziegelstein das Fenster ein und zertrümmert mit diesem unter Zuhilfenahme des Lenkrads Sarahs Schädel. Sie schickt Bear nach Hause, während sie verspricht, sich um die Entsorgung der Leiche zu kümmern.

Blutverschmiert kehrt Bear in den Esoterikshop zurück und kauft die restlichen „One Wish Willows“ auf. Da jede Person nur einen Wunsch frei hat, gelingt es ihm jedoch nicht, einen davon zu zerbrechen. Panisch sucht er Ian auf und erzählt ihm die ganze Geschichte mit Nikki. Er bittet seinen Kumpel, den Wunsch für ihn rückgängig zu machen. Ian schenkt seinen Worten allerdings keinen Glauben und wünscht sich eher sarkastisch eine Milliarde Dollar, woraufhin es in seiner Wohnung beginnt, Geldbündel zu regnen. Bear sieht nur noch eine Möglichkeit und will Nikki selbst bitten, den Wunsch zu annullieren. Als er nach Hause zurückkommt, findet er einen ihm gewidmeten Schrein und Sarahs skalpierte und halbnackte Leiche vor, ehe ihn die als Sarah verkleidete Nikki empfängt und mit einem Revolver dazu zwingen will, sie zu lieben. Kaum erschienen, wird Ian von Nikki erschossen und es gelingt Bear, ihr die Waffe abzunehmen und sich im Bad zu verschanzen. Scheinbar entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen, hält er den Revolver an den Kopf, kann aber nicht abdrücken. Er holt die Oxycodon-Tabletten aus dem Schrank und schluckt eine Handvoll davon. Während er versucht, diese wieder heraufzuwürgen, hat Nikki offenbar einen „One Wish Willow“ entdeckt und sich gewünscht, Bear würde ihre Liebe erwidern. Wie in Trance kommt er aus dem Bad und setzt sich zu Nikki auf die Couch, ehe er langsam seiner Überdosis erliegt. Als Nikki Bears Tod wahrnimmt, beschließt sie, sich zu erschießen. Doch plötzlich ist der Bann gebrochen. Sie kommt wieder zu sich und erkennt in blankem Entsetzen das Blutbad um sie herum.

Produktion

Filmstab, Besetzung und Synchronisation

Regie führte der Social-Media-Comedian Curry Barker, der auch das Drehbuch schrieb und den Filmschnitt übernahm.[2][3] Er ist als eine Hälfte des Internet-Sketch-Duos „that's a bad idea“ berühmt geworden.[4] Zu seinen früheren Arbeiten gehören die Kurzfilme Real World, Meanwhile Outside the Bank und Drywall. Obsession ist Barkers zweiter Langfilm nach dem Found-Footage-Horrorthriller Milk & Serial aus dem Jahr 2024.[4]

Michael Johnston spielt Bear und Inde Navarrette seinen Schwarm Nikki.[5] Johnston ist bekannt aus der Fernsehserie Teen Wolf, Navarrette unter anderem aus der Fernsehserie Tote Mädchen lügen nicht. In weiteren Rollen sind Cooper Tomlinson als Bears bester Freund und Arbeitskollege Ian, Megan Lawless als seine gute Freundin Sarah, Andy Richter als Carter, Haley Fitzgerald als Vivian, Darin Toonder als Harry und Chloe Breen als Ruthie zu sehen.[4]

Michael Johnston spielt Bear

Die deutsche Synchronisation entstand bei der Iyuno Germany GmbH in Berlin nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Nico Sablik.[6]

Weitere Informationen Darsteller / (Stimme), Synchronsprecher ...
Darsteller / (Stimme)SynchronsprecherRolle
Michael Johnston Patrick Baehr Baron 'Bear' Bailey
Inde Navarrette Ronja Peters Nikki Freeman
Anthony Pavone Max Felder Reggie
Chloe Breen Eva Gerngroß Ruthie
Megan Lawless Magdalena Höfner Sarah Harper
Andy Richter Michael Iwannek Carter Harper
Darin Toonder Jaron Löwenberg Harry
Justice Hannes Maurer Joe
(Curry Barker) Nico Sablik Kundendienstmitarbeiter von One Wish Willow
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Filmmusik, Marketing und Veröffentlichung

Die Filmmusik steuerte Rock Burwell bei, der Sohn von Carter Burwell. Obsession ist der erste Film, für den er die Musik komponierte. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 26 Musikstücken wurde zum US-Kinostart von Back Lot Music als Download veröffentlicht.[7]

Die Premiere des Films fand am 6. September 2025 beim Toronto International Film Festival statt.[8] Im März 2026 wurde Obsession beim South by Southwest Film Festival gezeigt.[9] Im April 2026 wurde er beim Overlook Film Festival als Eröffnungsfilm gezeigt.[10] Ebenfalls im April 2026 wurde er beim International Istanbul Film Festival und beim Miami Film Festival, beim Panic Fest und beim Fantasy Filmfest im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights gezeigt.[11][12][13] Ende April, Anfang Mai 2026 wurde er beim Atlanta Film Festival gezeigt und hiernach beim Seattle International Film Festival.[14][15] Die US-Vertriebsrechte sicherte sich Focus Features.[16] Dort war der Kinostart am 15. Mai 2026.[17] Im Mai 2026 wurde ein erster deutscher Trailer vorgestellt.[18] Am 25. Juni 2026 startete der Film in den deutschen Kinos.[19][20]

Rezeption

Altersfreigabe

In den USA erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[21] In Deutschland wurde er von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. In der Freigabebegründung heißt es, der Film habe eine zunehmend beklemmende, emotional intensive Atmosphäre und enthalte einige drastische Gewaltdarstellungen sowie einen Suizid. Jugendliche ab 16 Jahren seien jedoch in der Lage, den Themen des Films zu folgen und die Darstellungen entsprechend einzuordnen. Zudem könnten Zuschauende ab 16 Jahren den Film als übertriebene, teils satirisch überspitzte Horrorgeschichte erkennen und eine angemessene emotionale Distanz wahren. Überforderungen oder eine sozialethische Desorientierung seien nicht zu befürchten.[1]

Kritiken und Einspielergebnis

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 95 Prozent positiv.[22] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 77 von 100 möglichen Punkten.[23]

Regisseur Curry Barker

Matthias Holm schreibt in seiner Kritik für IGN, während im Mainstream-Horror aktuell so etwas wie eine Erkläritis herrsche, halte sich Obsession nicht lange mit großen Erläuterungen auf und baue vollkommen darauf, dass die Situation für alle Beteiligten seltsam, unangenehm und ungewöhnlich ist. Dieser Ansatz funktioniere einwandfrei. Immer wieder gebe es Hinweise darauf, dass wir es hier mit einer Welt zu tun haben, die deutlich größer ist und die definitiv in einem etwaigen Franchise noch ausgebaut werden kann. Doch statt mit einem Auge schon auf die Fortsetzung zu schielen, konzentriere sich die Geschichte komplett auf Bear und das Problem, das er verursacht hat. Wenig von dem, was Curry Barker hier zeigt, habe man nicht schon woanders gesehen, aber wie er zusammen mit Kameramann Taylor Clemons zum Beispiel Räume und Unschärfe nutzt, um eine unheimliche Atmosphäre zu erzeugen, sei eine Meisterklasse in Inszenierung. Dazu trage auch ein Stilmittel bei, das für einige in den Bereich Hit or Miss fallen könne und meint damit die starken tonalen Kontraste, bei der die Stimmung jederzeit kippen kann. Zu jeder Zeit könne alles passieren, weswegen auch die diversen Jumpscares im Gegenteil zu anderen Genrestreifen endlich mal wieder richtig fies und effektiv seien. Inde Navarette ergebe sich der Rolle als immer wahnsinniger werdende Frau mit voller Hingabe, und der schnelle Wechsel von manisch zu überfordert und wieder zurück jage einem den Schauer über den Rücken.[24]

Jannek Suhr bemerkt in seiner Kritik für epd Film, ähnlich wie die Brüder Danny und Michael Philippou, bekannt für die Filme Talk to Me und Bring Her Back, habe Barker als YouTuber angefangen, und sein Comedy-Hintergrund weise zudem Parallelen zu Jordan Peele auf. Die Inszenierung des Regisseurs zeichne sich in Obsession – Du sollst mich lieben durch absurde Situationskomik mit schwarzem Humor aus, bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleibe. Inde Navarrette spiele die immer manischer und grotesker werdenden Züge ihrer Figur mit umwerfender Spielfreude aus. Wenn sie mit wirrem Grinsen „I love you“ sagt, laufe es einem kalt den Rücken runter. Der satirisch angehauchte Schrecken entfalte sich zunächst noch subtil, um sich dann immer deutlicher zu einem brutalen, blutigen Horrortrip zu entwickeln. Dabei baue Barker eine so spannungsgeladene Atmosphäre auf und setzt so pointierte Schockmomente, dass gerade das Ende seine ganz eigene verstörende Sogwirkung entfalte.[25]

Den Produktionskosten des Films in Höhe von 750.000 US-Dollar stehen weltweite Einnahmen aus Kinovorführungen von 442,6 Millionen US-Dollar gegenüber.[26][27] In Deutschland verzeichnet er 851.630 Kinobesucher.[28]

Auszeichnungen

Astra Midseason Movie Awards 2026

Critics’ Choice Super Awards 2026

Miami Film Festival 2026

  • Nominierung für den Jordan Ressler First Feature Award[30]

Overlook Film Festival 2026

  • Auszeichnung als Bester Spielfilm mit dem Publikumspreis[31]

Seattle International Film Festival 2026

  • Auszeichnung für die Beste Performance – Publikumspreis (Inde Navarrette)[32]

Sitges Film Festival 2025

  • Nominierung Official Fantàstic Competition (Curry Barker)
  • Auszeichnung mit dem Sonderpreis der Jury in der Secció Oficial Fantàstic (Curry Barker)
  • Auszeichnung mit dem Publikumspreis[33][34]

South by Southwest Film Festival 2026

  • Nominierung für den Publikumspreis – Festival Favorites

Toronto International Film Festival 2025

  • Auszeichnung mit People’s Choice Midnight Madness Award: First runner-up[35]
Commons: Obsession – Du sollst mich lieben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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