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Octopussy und andere riskante Geschäfte

Buch von Ian Fleming From Wikipedia, the free encyclopedia

Octopussy und andere riskante Geschäfte (Originaltitel Octopussy and The Living Daylights) ist ein Kurzgeschichtenband aus Ian Flemings James-Bond-Reihe, der 1966 postum erschien. Bond wirkt hier durchgehend verbittert und zynischer als in den Romanen. Er reflektiert, insbesondere in den ersten beiden Geschichten, seine Rolle als Werkzeug für den MI6. Auf Deutsch erstellte der Scherz Verlag ab 1967 verschiedene Sammelbände gemeinsam mit den Kurzgeschichten aus 007 James Bond greift ein. Erst die Neuübersetzung Octopussy (Cross Cult, 2014) folgt der originalen Zusammenstellung.

OriginaltitelOctopussy and The Living Daylights
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Originaltitel, Produktionsland ...
Octopussy und andere riskante Geschäfte
Originaltitel Octopussy and The Living Daylights
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Genre Spionageroman, Liebesroman
Kurzgeschichtensammlung
Autor Ian Fleming
dt. Übersetzer
Verlag
Erstpublikation 23. Juni 1966
James-Bond-Buchreihe
Comicstrip
Titel
  • The Living Daylights
  • Octopussy
Autor Jim Lawrence
Zeichner Yaroslav Horak
Magazin Daily Express
Erstpublikation 12. Sep. 196627. Mai 1967
Ausgaben 53+164
Verfilmung
(1983)
Octopussy
(1987)
Der Hauch des Todes
Octopussy
(orig. Ian Fleming’s Octopussy)
Hörspiel (Quickborn)
Originalsprache Deutsch
Veröffentlichung 1989
Dauer 59 min
Verlag/Label Europa
Mitwirkende
Bearbeitung Peter Bondy
Regie Heikedine Körting
Musik
Sprecher
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Inhalt

Der stumme Zeuge

Originaltitel/Neuübersetzung Octopussy

Im Juli 1961 soll der 40-jährige James Bond den Kriegsveteranen Major Dexter Smythe aufspüren, um einen lange zurückliegenden Mord an Bonds Ziehvater Hannes Oberhauser im Wilden Kaiser im Kitzbühel der Nachkriegszeit aufzuklären. Seine Suche führt ihn nach Jamaika, wo Smythe lebt und für einen Meeresforscher arbeitet. Bond konfrontiert den Mann mit seiner Vergangenheit, und es kommt ans Licht, dass Smythe den Mord aus reiner Geldgier begangen hat. Bond lässt dem Mann eine Woche Zeit, um seine Angelegenheiten zu klären. In der Folge entschließt sich Smythe dazu, seinem Schicksal ins Auge zu sehen und den Prozess trotz seines Alters und seines schlechten Gesundheitszustands durchzustehen. Hierzu kommt es jedoch nicht mehr, da er kurz darauf bei seiner Forschungsarbeit von einem Kraken, den er „Octopussy“ nannte, angegriffen wird und hierbei ertrinkt.

Die Geschichte wird größtenteils in Rückblenden erzählt, die den Leser in das Deutschland Ende des Zweiten Weltkriegs führen.

Duell mit doppeltem Einsatz

Originaltitel The Living Daylights, Neuübersetzung Der Hauch des Todes

Der 40-jährige James Bond soll im August 1961 in Berlin einen vom KGB geplanten Mord an einem Agenten des Secret Service dadurch verhindern, dass er den berühmt-berüchtigten Scharfschützen „Trigger“ tötet. Bond macht das kaltblütige Töten eines Menschen, den er noch nie gesehen hat, zu schaffen, und so versucht er in den Tagen, die ihm bis zur Tat bleiben, sich so gut es geht abzulenken. Er betrinkt sich, schluckt, wie schon in anderen Episoden, Benzedrin und reist durch den westlichen Teil Berlins. Sein Auge fällt auch auf eine attraktive Cellistin, die am Ort des Geschehens beschäftigt ist.

Als sich herausstellt, dass diese Cellistin besagter Scharfschütze ist, entschließt sich Bond, gegen seine Anweisungen, sie nicht zu töten. Stattdessen schießt er ihr in den Arm und verhindert somit zumindest, dass der Agent getötet wird. Sein pflichtbewusster und pedantischer Mitarbeiter bei der Aktion beschwert sich hierauf beim Secret Service über Bond. Das Buch endet mit der Frage, ob Bond seine „Doppelnull“, die Lizenz zum Töten, verliert. Ein Umstand, den er nach jahrelanger Arbeit nicht zu bedauern scheint.

Handlungsort ist Berlin-Kreuzberg, direkt am Todesstreifen (vor dem Mauerbau) Wilhelm-, Ecke Zimmerstraße.

Globus – meistbietend zu versteigern

Originaltitel The Property of a Lady, Neuübersetzung Die Vorzüge einer Frau

Im Juni 1961 soll eine im Secret Service eingeschleuste KGB-Agentin vom KGB für ihre Arbeit entlohnt werden, indem sie den Erlös aus einer in London stattfindenden Versteigerung eines wertvollen Globus von Peter Carl Fabergé erhalten soll. Bonds Aufgabe besteht darin, bei der Auktion unter den zahlreichen Bietern einen hochrangigen KGB-Agenten ausfindig zu machen.

007 in New York

Ende Juli 1962 reist der 41-jährige James Bond nach New York City, um eine MI6-Agentin vor ihrem Lebensgefährten, einem Doppelagenten des KGB, zu beschützen.

Allerdings wirkt die Handlung neben Bonds Eindrücken der Stadt sowie seinen kulinarischen Vorlieben – beispielsweise einem ausführlichen Rezept für Rührei – fast schon nebensächlich.

Publikationsgeschichte

Die erste Ausgabe enthielt nur die zuvor unveröffentlichte Kurzgeschichte Octopussy sowie The Living Daylights, die bereits am 4. Februar 1962 in der britischen Sunday Times abgedruckt worden war. Die später hinzugefügte Auktionshaus-Episode The Property of a Lady erschien erstmals im November 1963 im Heft The Ivory Hammer des Auktionshauses Sotheby’s und auch im Playboy. Die Erzählung 007 in New York, die ebenfalls erst später dem Band hinzugefügt wurde, erschien erstmals im Oktober 1963 als Agent 007 in New York im New Yorker Herald Tribune und wurde 1964 in Flemings Buch Thrilling Cities (Erstausgabe 1963) aufgenommen.

Verfilmungen

Alle Kurzgeschichten flossen in die Filmreihe von Eon Productions ein. So bildet die Versteigerung eines Fabergé-Eis aus dem „Besitz einer Dame“ (englisch The Property of a Lady) den Auftakt zu Octopussy (1983) mit Roger Moore als James Bond. Als Titelfigur dieses Films tritt wiederum die Tochter des Kriegsveteranen aus der Kurzgeschichte auf. Ihr Rufname rührt von einer Kraken-Tätowierung her.

Wesentlich näher am Text bleibt Der Hauch des Todes (1987): Bond (Timothy Dalton) erhält zu Beginn den Auftrag, einen Scharfschützen des KGB zu töten. Diese Episode beeinflusst auch die restliche Filmhandlung.

In drei Filmen mit Daniel Craig griff man wieder auf die Kurzgeschichten zurück: Den Namen Solange aus 007 in New York entlehnte man für Casino Royale (2006), die Geschichte wiederum inspirierte den Epilog von Ein Quantum Trost (2008). Und Franz Oberhauser, Sohn von Hannes aus Octopussy, wird in Spectre (2015) zum Alias von Bonds Erzfeind Blofeld.

Deutsche Ausgaben

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