Macer floridus
Lehrgedicht über Heilkräuter in lateinischen Hexametern
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Macer floridus, auch De viribus herbarum (genannt auch De virtutibus herbarum; lateinisch für „Von der Heilkraft der Kräuter“), ist ein von Odo Magdunensis (= Odo von Meung)[1] verfasstes, früher Aemilius Macer namensgebend zugeschriebenes, Lehrgedicht über die gebräuchlichsten Heilkräuter in der Form der lateinischen Hexameter. Es entstand um 1065[2][3] in Westfrankreich, wurde in viele Sprachen übersetzt und galt im Mittelalter im mitteleuropäischen Raum als Standardwerk der Kräuterheilkunde. Als Autorname wurde meist Macer verwendet. Eine deutschsprachige Version entstand um 1220 im ostmitteldeutschen, vermutlich thüringisch-obersächsischen Raum und gelangte im 14. und vor allem im 15. Jahrhundert in den gesamten deutschsprachigen Raum.[4]

Inhalt
Odo von Meung (latinisiert Odo Magdunensis) aus Meung an der Loire (französisch Meung-sur-Loire) in der Nähe von Orléans war vermutlich ein Kleriker bzw. Mönch, vielleicht auch ein Arzt,[5] der Zugang zu einer umfangreichen Bibliothek hatte. Er beschrieb im zweiten Drittel des 11. Jahrhunderts[6] in einer ersten Fassung 60 Pflanzen und nannte auch deren (humoralpathologische Primärqualitäten. Als Quellen dienten ihm die Texte von Plinius dem Älteren, Pedanios Dioskurides, Galenos, aber auch von dem im 9. Jahrhundert lebenden Benediktiner und Botaniker Walahfrid Strabo, einem Schüler von Hrabanus Maurus, und anderen Schriftstellern bzw. Gewährsleuten (etwa Hippokrates). Etwas später entstand eine weitere Fassung mit 2269 Hexametern und insgesamt 77 behandelten Pflanzen, wobei die Ergänzungen (unter anderem mit Kapiteln über Gewürze) dem, einer Drogenkunde Ibn al-Dschazzars[7] entstammenden, Liber graduum (genannt auch Liber de gradibus) vom Übersetzer Constantinus Africanus aus der Schule von Salerno sowie einem von Gargilius Martialis verfassten Kräuterbuch entnommen sind.[8][9]
Im Gegensatz zu dem bekannten Werk Liber de cultura hortorum von Walahfrid, das in kunstvoller Weise neben der Heilkunde auch den Gartenbau behandelt, ist Odos Werk ein reines pharmakographisches Lehrgedicht nach den Vorbildern Vergil (Georgica) und Lukrez (De rerum natura). Obwohl Odo den Namen Walahfrids nennt und alle 24 Pflanzen des Hortulus übernimmt, kritisiert er diesen bspw. im Kapitel zum Liebstöckel deutlich. Lediglich das Kapitel zum Fenchel weist Ähnlichkeiten auf. Auch Plinius wird in den Kapiteln zur Weißen Nieswurz und zum Eisenkraut kritisiert, in letzterem sogar der Zauberei bezichtigt, obwohl im Kapitel zum Kreuzkraut eine Art Zauberei bei Zahnschmerzen direkt aus der römischen Quelle übernommen wird.
Wirkung
Mittelalter

Erstmals erwähnt wird der Macer floridus bzw. das Werk De viribus herbarum um 1100 in De scriptoribus ecclesiasticis von Sigebertus Gemblacensis. Um diese Zeit lag die Endfassung mit 77 Kapiteln bereits vor. Strittig ist, wann genau die kürzere Urfassung entstanden ist. Hier lässt sich ein recht breites Zeitfenster von etwa 840 (Entstehung des Hortulus) und 1100 (Nennung in De scriptoribus ecclesiasticis) angeben. Für diese Urfassung liegen Handschriften aus dem 12. Jahrhundert vor. Später durchgesetzt hat sich aber alleine die erweiterte Fassung. Hinzu kommt, dass das Werk in der Überlieferung neben zwei Titeln auch zwei Autoren aufweisen kann – neben Odo nämlich noch Aemilius Macer aus Verona, einen Freund von Vergil, Ovid und Vitruv, der 16 v. Chr. in Asien gestorben ist. Im Mittelalter nahm man an, dass sich das Gedicht zumindest auf einen Macer und dessen verschollenes Werk De herbis bezieht. Dies ist die Ursache für den bekannteren, auch heute noch geläufigen Titel Macer floridus, aufgefasst als Verfassername auch Macer Floridus geschrieben, doch erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts (explizit 1527 in einem Basler Druck und in einer in Handschrift aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts) wurde Macer floridus dem Aemilius Macer zugeschrieben, der gemäß Dahlmann[10] als Verfasser von De herbis aber wohl nicht in Frage kommt.[11] Die Autorenschaft Odos ist unbestritten, seit William C. Crossgrove 1994 die Urfassung des Gedichtes erforschte und klar belegen konnte, dass es von einem Kleriker in der Tradition der Klostermedizin verfasst wurde.
Seit dem 12. und in deutschsprachigen Schriften seit dem frühen 13. Jahrhundert galt der Name „Macer“ (als Werktitel oder Autor) laut Bernhard Schnell als Inbegriff des Wissens um die Heilkraft der Kräuter und geradezu als Synonym für die Gattung „Kräuterbuch“. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren auch in den Niederlanden Macer-Texte verbreitet, ebenso im mittelalterlichen Frankreich, Italien und auf der iberischen Halbinsel[12] in Katalonien und (als Macer herbolario) Kastilien.[13] Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Inhalt des Macer in andere Texte übernommen. Als älteste Beispiele gelten die Gesundheitslehre Regimen sanitatis Salernitanum und von Vinzenz von Beauvais die Enzyklopädie Speculum naturale.[14] Im ausgehenden Mittelalter war der Macer floridus im deutschsprachigen Raum[15][16][17] weit verbreitet, wurde möglicherweise auch im Schulunterricht[18][19] verwendet und lag in etwa jeder zweiten nennenswerten Bibliothek vor. Übersetzt wurde das Werk in zahlreiche Volkssprachen wie Englisch,[20] Spanisch, Dänisch (in altdänischer Sprache durch Henrik Harpestraeng), Französisch und Italienisch. Die wohl älteste Rezeption ist eine am Ende des 12. Jahrhunderts entstandene, in zwei Textzeugen überlieferte, Übersetzung[21] aus dem Lateinischen ins Hebräische.[22] Der englische Geschichtsschreiber Heinrich von Huntingdon nutzte das Lehrgedicht bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, ebenso wie für sein verschollenes Gedicht De herbis,[23] als Hauptquelle für seinen Anglicanus ortus.
Deutscher Macer
Mit Textproben aus dem Breslauer Arzneibuch hat Hoffmann von Fallersleben 1830[24] erstmals auf die deutschsprachige Rezeption des lateinischen Macer (floridus) hingewiesen. Weitere Textproben und erste Grundlagen für die Erforschung der Macer-Rezeption schuf 1872 der Germanist Joseph Haupt.[25] Noch im 19. veröffentlichten 1881 Gustav Schmidt[26] und 1886 Karl Bartsch[27] weitere Textzeugen.[28]
Wahrscheinlich noch im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts entstand im Bereich des thüringischen oder schlesischen Hofes, vielleicht auch im Auftrag einer Äbtissin, eine erste deutsche Übersetzung in Prosaform (genannt Älterer deutscher Macer[29]). Eine unmittelbare lateinische Vorlage ist nicht bekannt, doch die Hauptquelle dürfte eine Bearbeitung des Macer floridus gewesen sein. Die am wahrscheinlichsten um 1220 entstandene „mitteldeutsche“ Fassung bzw. bis ins 16. Jahrhundert überlieferte Vulgatfassung des deutschen Macer[30] (als Handschrift mgq 1245, entdeckt von Rudolf Blum, in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz) gilt, wie der Medizinhistoriker Gundolf Keil 1965[31] entdeckte, als eine der Quellen für den von Johann Wonnecke von Kaub verfassten Gart der Gesundheit[32] (1485), eines der ersten gedruckten Kräuterbücher, das nachfolgende Werke stark beeinflusste. Im Gegensatz zum lateinischen Macer floridus enthält die gekürzte, jedoch mit einighen Zusätzen wie deutschen Pflanzenbezeichnungen oder Erläuterungen von medizinischen Fachbegriffen versehene, deutsche Bearbeitung auch keine der zahlreichen nicht-medizinischen Anwweisunge und Rezepte wie etwa Mittel gegen Hautflecken, Haarausfall, unweiße Zähne, brüchige Fingernägel, Ungeziefer oder zur Herstellung von Tinte. Der anonyme Verfasser bzw. Bearbeiter stellte, wie seinerzeit in der lateinischen und deutschsprachigen Dichtung nicht unüblich, dem Prosatext einen gereimten Prolog und einen, eine kurze Einführung in die für die damalige Heilkräuteranwendung wichtige Viersäftelehre der Humoralpathologie bietenden Prosaprolog voran. Eine zweite deutsche Prosabearbeitung, der sogenannte Jüngere deutsche Macer, entstand spätestens im 14. Jahrhundert im mitteldeutschen Raum. Es sind jedoch weitere Übertragungen bzw. Übersetzungen des 13. bis 16. Jahrhunderts bekannt. 1915 publizierte Karl Sudhoff die Prosavorrede einer Leipziger Handschrift[33] des Macer.[34]
Ein erster Druck (mit 86 Kapiteln) des Macers erfolgte gemäß Choulant 1477 in Neapel,[35] 1482 gab es auch eine Ausgabe aus Mailand.[36] Ab etwa 1500 wurden illustrierte Fassungen mit stark stilisierten Pflanzenabbildungen gedruckt.
Frühe Neuzeit
Über die frühen Drucke, die dem Gart der Gesundheit folgten, etwa von Rößlin 1533 und Lonitzer 1551 (aufgelegt bis 1783) sowie Tabernaemontanus 1588 gingen Teile des Macer in das Universal Lexicon von Johann Heinrich Zedler ein (erschienen 1732 bis 1754).
Somit war der Macer floridus über mehr als 500 Jahre neben dem Circa instans[37] aus Salerno und der Materia medica von Dioskurides ein bestimmendes Werk der Phytotherapie. Noch heute lassen sich in Hagers Handbuch „volkstümliche Anwendungen“ finden, die im Falle von Beifuß, Eberraute, Knoblauch oder Brennnessel nachweislich auf das Lehrgedicht zurückgehen.
1590, im 7. Band der Huser-Ausgabe der Werke des Paracelsus, wurde ein Kommentar des Paracelsus zum Macer floridus abgedruckt, den Johannes Oporinus (1527–1528/1529 Sekretär des Paracelsus) aus seinen Erinnerungen zusammengetragen hatte.[38][Anm. 1]
19. und 20. Jahrhundert
Im Jahr 1832 edierte Johann Ludwig Choulant in Dresden eine Fassung anhand einer vor Ort befindlichen Handschrift aus dem späten 12. Jahrhundert. Er datierte sie jedoch fälschlicherweise auf das 14. Jahrhundert und gab als alternativen Autor den Abt Otto von Morimond an.
1834 veröffentlichte der Würzburger Altgermanist und Medizinhistoriker Friedrich Anton Reuss die sogenannten Spuria Macri aus einer Wolffenbütteler Handschrift, eine (wie William Crossgrove 1980 nachwies[39]) Rückübersetzung des „deutschen Macer“ ins Lateinische.[40]
Im späten 20. Jahrhundert erforschten insbesondere Bernhard Schnell und bereits seit 1979 William Crossgrove die Geschichte und Rezeption des Werkes. Eine erste neuhochdeutsche Fassung des „Macer floridus seu redivivus“ (so genannt von Ernst Meyer)[41] wurde 2001 von den Medizinhistorikern Johannes Gottfried Mayer und Konrad Goehl in Höhepunkte der Klostermedizin (später Kräuterbuch der Klostermedizin) vorgelegt.
Werkausgaben und Übersetzungen
- Johann Ludwig Choulant (Hrsg.): Macer Floridus ‚De viribus herbarum‘ una cum Walafridi Strabonis, Othonis Cremonensis et Ioannis Folcz' carminibus similis argumenti secundum codices manuscriptos et veteres editiones recensuit, supplevit et adnotatione critica instruxit Ludovicus Choulant. Leopold Voss, Leipzig 1832 (Ausgabe mit 77 Kapiteln).
- Abdruck des lateinischen Textes auch in: Bernhard Schnell, William C. Crossgrove: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003 (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 409–473 (Nachdruck der Seiten 28 bis 123 von Choulants Ausgabe von 1832 ohne den kritischen Apparat).
- in englischer Übersetzung: Bruce P. Flood: Macer Floridus: A Medieval Herbalism. Philosophische Dissertation, University of Colorado, 1968.
- Franco Bazzo: Un inedito erbario del secolo XV. Presentatione e commento (Prima traduzione in volgare nota del Macer Floridus). In Atti della III Biennale della Marca per la Storia dell’Arte Medica. Fermo 1959; auch in: Gerhard Baader, Gundolf Keil (Hrsg.): Medizin im mittelalterlichen Abendland (= Wege der Forschung. Band 363). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1982, S. 233–245.
- deutsche Übersetzung aus dem Italienischen von Christina Porzer: Ein unveröffentlichtes Herbar aus dem 15. Jahrhundert. Präsentation und Kommentar. Die erste Übersetzung des ‚Macer Floridus‘ in eine Landessprache. In: Gerhard Baader, Gundolf Keil (Hrsg.): Medizin im mittelalterlichen Abendland (= Wege der Forschung. Band 363). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1982, S. 209–227.
- neuitalienische Übersetzung von Roberto Trifogli: Macer Floridus. De virtutibus herbarum. Traduzione e commento. Rom 1958.
- Friedrich Anton Reuss: Floridi macri de viribus herbarum. Capita X, e Codice MS. Guelferbitano chartaceo, a°. 1508 exarato, (Cf. Ebert. codd. Guelferb. 108 548. et F. Boerner, noctes Guelph. pag. 129.) inter Malva et Cicuta excerpta. In: Friedrich Anton Reuss: Walafridi Strabi Hortulus carmen ad cod. ms veterumque editionum fidem recensitum, lectionis varietate notisque instructum. Accedunt analecta ad antiquitates florae germanicae et capita aliquot Macri nondum edita. Stahel, Würzburg 1834, S. 101–105; Auswahl auch in: Bernhard Schnell, William Crossgrove: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. 2003, S. 475–479: Spuria Macri (Auswahl).
- Louis Baudet: Macer Floridus. Des vertus des plantes. Traduit pour la première fois en français. Paris 1845.
- Gösta Frisk: A Middle English translation of Macer Floridus De viribus herbarum (= Essays and Studies on English Language and Literature. Band 3). Upsala/Kopenhagen/Cambridge MA 1949.
- Ulrike Jansen: „Spuria Macri“: Ein Anhang zu „Macer Floridus, De viribus herbarum“. Einleitung, Übersetzung, Kommentar. De Gruyter, 2013, (doi:10.1515/9783110308594).
- Aemilius Macer[sic!]: De herbarum virtutibus cum veris figuris herbarum […]. Hrsg. und mit Glossaren versehen von Simon de Lowitz [= der Arzt und Botaniker Syreniusz Symon, Szymon aus Lowicz], Krakau (Officina Ungleriana: Florian Ungler) o. J. (1532); Neudruck Warschau 1979.
- Porter Conerly, Enrica J. Ardemagni, Ruth M. Richards (Hrsg.): The Text and Concordances of Seville Columbina Manuscript 7-6-27: Macer herbolario (= Medieval Spanish Medical Text Series. Band 7). Madison (WI) 1986.
- Walter L. Wardale: Der deutsche Macer-Text aus der Handschrift Brit. Mus. Add. 16,892. Aus dem Nachlass herausgegeben von James Follan. Dundee 1995.
- Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Höhepunkte der Klostermedizin: Der „Macer floridus“ und das Herbarium des Vitus Auslasser. Herausgegeben mit einer Einleitung und deutschen Übersetzung. Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2001, ISBN 3-8262-1120-0 (mit Faksimile der Seiten 28 bis 123 von Choulants Ausgabe von 1832 einschließlich des kritischen Apparats und fünf ausführlichen Registern).
- Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Kräuterbuch der Klostermedizin: Der „Macer floridus“ – Medizin des Mittelalters. Reprint-Verlag Leipzig, Holzminden 2003, ISBN 978-3-8262-1130-0 (Revidierte Fassung der deutschen Übersetzung); Neudruck ebenda 2013, ISBN 978-3-8262-3057-8.
Literatur
- Julius Zacher: Macer Floridus und die Entstehung der deutschen Botanik. In: Zeitschrift für deutsche Philologie. Band 12, 1881, S. 189–215 und 349–352.
- Ernst Stadler: Die Quellen des Macer Floridus. In: Archiv für Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik. Band 1, 1909, S. 52–65.
- Max Manitius: Odo von Meung (Macer). In: Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Band 2: Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat. München 1923, S. 539–547.
- Curt Bühler: The Verse Prologue to the Middle High German Macer. In: Philological Quarterly. Band 44, 1965, S. 113–116.
- Bruce P. Flood: The Medieval Herbal Tradition of Macer Floridus. In: Pharmacy in History. Band 18, 1976, S. 62–66-
- William C. Crossgrove: Macer. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 5, 1985, Sp. 1109–1116.
- William C. Crossgrove: Zur Erforschung des „Älteren deutschen Macer“. In: Sudhoffs Archiv. Band 63, 1979, S. 71–86.
- William Crossgrove: ‚Macer‘-Miszellen. In: Gundolf Keil (Hrsg.): „gelêrter der arzeniê, ouch apotêker“. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. Festschrift zum 70. Geburtstag von Willem F. Daems (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 24). Horst Wellm Verlag, Pattensen/Hannover, jetzt Königshausen & Neumann, Würzburg 1982, ISBN 3-921456-35-5, S. 403–409.
- Bernhard Schnell: Zu einer überlieferungsgeschichtlichen Edition des ›Älteren deutschen Macer‹. In: Anton Schwob (Hrsg.): Editionsberichte zur mittelalterlichen deutschen Literatur. Beiträge der Bamberger Tagung »Methoden und Probleme der Edition mittelalterlicher deutscher Texte« 26.–29. Juli 1991 (= Litterae. Band 117). Göppingen 1994, S. 333–339.
- Bernhard Schnell: Übersetzungen in der Fachliteratur. Zum ›Älteren deutschen Macer‹. In: Joachim Heinzle, Peter Johnson, Gisela Vollman-Profe (Hrsg.): Übersetzen im Mittelalter. Cambridger Kolloquium 1994 (= Wolfram-Studien. Band 14). Berlin 1996 (= Veröffentlichung der Wolfram-von-Eschenbach-Gesellschaft.), S. 185–207.
- Bernhard Schnell, William Crossgrove: Das 11. Jahrhundert: ›Macer Floridus‹. Constantinus Africanus. In: Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 21–44, insbesondere S. 21–40.
- Bernhard D. Haage, Wolfgang Wegner: ‚Macer floridus‘. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 877.
- Gundolf Keil: Odo von Meung. In: Lexikon des Mittelalters. Metzler, Stuttgart 1999, Band VI, Spalte 1360.
- Gundolf Keil: Odo von Meung, Arzt oder Schulautor. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. 2005, S. 1064.
- Johannes Gottfried Mayer: Das ›Leipziger Drogenkompendium‹ (Leipzig, Universitätsbibliothek, Cod. 1224) und seine Quellen ›Circa instans‹, ›Aggregator‹ (Pseudo-Serapion), ›Macer floridus‹ (bzw. ›Älterer deutscher Macer‹), ›Liber graduum‹ (Constantin) und ›Liber iste‹. In: Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl (Hrsg.): Editionen und Studien zur lateinischen und deutschen Fachprosa des Mittelalters. Festgabe für Gundolf Keil zum 65. Geburtstag (= Texte und Wissen. Band 3). Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1851-6, S. 207–263, hier: S. 212–217 und öfter.
- Johannes Gottfried Mayer, Konrad Goehl: Das Standardwerk der Klostermedizin: der ‚Macer floridus’. In: Zeitschrift für Phytotherapie. Band 22, 2001, Heft 5, S. 264–269.
- Tobias Niedenthal: „Wird erst einmal der Macer gedruckt sein…“ Die Pflanzen des mittelalterlichen Lehrgedichtes „Macer floridus“ und ihre heutige Bedeutung. In: Zeitschrift für Phytotherapie. Band 41, 2020, Nr. 5, S. 233–242, doi:10.1055/a-1150-9364
Weblinks
- Der ´Macer floridus` oder ´De viribus herbarum` des Odo Magdunensis, Forschergruppe Klostermedizin
- Digitalisat des Erstdrucks Neapel 1477, Bayerische Staatsbibliothek
- Digitalisat eines Druckes von 1489, Universität Bielefeld
- Digitalisat eines Druckes Genf 1506, Bayerische Staatsbibliothek
- Digitalisat eines Druckes Basel 1527, Bayerische Staatsbibliothek
- Digitalisat eines Druckes Freiburg im Breisgau 1530, Bayerische Staatsbibliothek
- Digitalisat des Paracelsus-Oporinus-Kommentars 1590 Bayerische Staatsbibliothek
- Digitalisat der Edition J. L. Choulant, Leipzig 1832 archive.org
- ´Macer floridus` oder ´De viribus herbarum` – Digitalisat eines Druckes von 1489, Digitalbibliothek des Universitätsbibliothek in Bratislava
Anmerkungen
- Von den 85 Pflanzen, die im Macer floridus behandelt wurden, enthält der Paracelsus-Oporinus-Kommentar 35: 237-238: de Artemisia. 238-240: de Abrotano. 240-243: de Absinthio. 243-244: de Urtica. 244-246: de Allio. 247-249: de Plantagine. 249-250: de Ruta. 251-252: de Apio. 252-253: de Althea vel Malva. 254-256: de Anetho. 256-258: de Betonica. 258-259: de Savina. 259-260: de Porro. 260-262: de Chamomilla. 262: de Nepita. 263: de Pulegio. 263-264: de Foeniculo. 265-266: de Acedula. 266: de Portulaca. 266-267: de Lactuca. 267: de Rosa. 267-268: de Liliis. 268: de Satureia. 269: de Salvia. 269-270: de Ligustico. 270-271: de Ostrutio. 271-272: de Cerefolio. 272: de Atriplice. 272-273: de Coriandro. 273-274: de Nasturtio. 274: de Eruca. 274-275: de Papavere. 275-276: de Cepis. 276: de Buglossa. 276: de Sinapio (nicht ausgeführt). 276-277: de Caule. 277: de Pastinaca. Ulterius non scripserat Oporinus.