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Ohira-Bestmann-Reagenz

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ohira-Bestmann-Reagenz ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Ester. Sie wurde in den 1990er Jahren von Susumu Ohira und Hans Jürgen Bestmann für eine modifizierte Seyferth-Gilbert-Reaktion entwickelt.[4][5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Ohira-Bestmann-Reagenz
Allgemeines
Name Ohira-Bestmann-Reagenz
Andere Namen
  • Dimethyl (1-diazo-2-oxopropyl)­phosphonat (IUPAC)
  • 1-Diazoacetonylphosphonsäure­dimethylester
  • (1-Diazo-2-oxopropyl)phosphonsäuredimethylester
  • Dimethyl 1-Diazoacetonylphosphonat
  • Ohira-Reagenz[1]
Summenformel C5H9N2O4P
Kurzbeschreibung

gelbliche oder rötliche Flüssigkeit[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 90965-06-3
EG-Nummer (Listennummer) 692-521-0
ECHA-InfoCard 100.220.542
PubChem 53397103
ChemSpider 9281325
Wikidata Q18231124
Eigenschaften
Molare Masse 192,11 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[3]

Dichte

1,268–1,282 g·cm−3 (20 °C)[2]

Brechungsindex

1,477–1,482 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]

Lösung in Acetonitril

Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​302​‐​332​‐​319
P: 210​‐​305+351+338[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Die Ohira-Bestmann-Reagenz kann zum Beispiel durch Reaktion von Dimethyl-2-oxopropylphosphonat mit Natriumhydrid und anschließender Umsetzung mit einem Sulfonylazid gewonnen werden.[6][7]

Eigenschaften

Die Ohira-Bestmann-Reagenz ist eine gelbliche oder rötliche Flüssigkeit.[2]

Verwendung

Die Ohira-Bestmann-Reagenz wird als wirksames Reagenz für die einstufige Umwandlung von Aldehyden in Alkine im Vergleich zur mehrstufigen Corey-Fuchs-Methode verwendet.[3][8]

Die Generierung des Dimethyl(diazomethyl)phosphonat-Carbanion in situ durch die Umsetzung der Ohira-Bestmann-Reagenz mit Methanol und Kaliumcarbonat als basischer Katalysator unter Deacetylierung zu Essigsäuremethylester sorgt für eine hohe Ausbeute bei der Synthese von terminalen Alkinen.[1][9][10] R entspricht einem organischen Rest.

Einzelnachweise

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