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Olaf Michel

deutscher Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Hochschullehrer und medizinischer Gutachter From Wikipedia, the free encyclopedia

Olaf Michel (* 1956) ist ein deutscher Hals‑Nasen‑Ohren‑Arzt, Hochschullehrer und medizinischer Gutachter. Er ist in Deutschland und Belgien klinisch und wissenschaftlich tätig.

Leben

Michel studierte Pharmazie und Humanmedizin an der Freien Universität Berlin und wurde dort 1985 promoviert. Nach zwei Jahren Weiterbildungsassistenz am Klinikum Steglitz wechselte er an die Universität zu Köln, wo er 1992 habilitiert wurde. Anschließend war er als Oberarzt und später als außerplanmäßiger Professor an der HNO‑Klinik der Universität Köln tätig. Danach folgte eine Professur an der Universität Leipzig als kommissarischer Direktor.

Von 2007 bis 2024 leitete er die Abteilung für Hals‑Nasen‑Ohren‑Heilkunde am Universitair Ziekenhuis Brussel der Vrije Universiteit Brussel.[1]

Michel nahm 1981/82 als Schiffsführer und Steuermann an der Whitbread Round the World Race teil, einer der anspruchsvollsten Hochsee‑Regatten weltweit. Er segelte auf der Yacht Walross III des Akademischen Segler‑Vereins Berlin, die mehrere Etappen des Rennens absolvierte.[2] Die Erlebnisse veröffentlichte die Crew später im Buch Nichts wie hinterher. Mit Walross III im Whitbread‑Rennen um die Welt.[3]

Wissenschaftliche Arbeit

Michel veröffentlichte über 400 wissenschaftliche Arbeiten in internationalen Fachzeitschriften zu Riechstörungen, Gleichgewichtserkrankungen, audiologischen Themen, Lärmschäden sowie gutachterlichen Themen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen endoskopische Chirurgie im Bereich der Nasennebenhöhlenerkrankungen, Orbita[4] und Schädelbasischirurgie, Parotis- und Chirurgie des Nervus facialis inklusive Rekonstruktion, Gleichgewichtserkrankungen wie Morbus Menière, Innenohr-Erkrankungen (Hörsturz, Lärmschwerhörigkeit und Tinnitus). Er führte eine mittlerweile etablierte Tinnitus-Bewertungstabelle und den Begriff „Osmoagnosie“ zur Beschreibung kognitiver Riechstörungen ein.[5]

Michel ist Mitglied des Editorial Boards der Fachzeitschrift HNO.[6] und der Zeitschrift European Archives of Oto‑Rhino‑Laryngology.[7]

Chirurgische Tätigkeit

Michel war über viele Jahre in der Ausbildung im Bereich der endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie und der anterioren Schädelbasischirurgie aktiv.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner chirurgischen Tätigkeit war die endonasale Orbitadekompression bei maligner Orbitopathie[8].

Publikationen

Einzelnachweise

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