Wikiwand AI

Olara A. Otunnu

ugandischer Diplomat und UN-Sonderbeauftragter für Kinder in Kriegssituationen From Wikipedia, the free encyclopedia

Olara A. Otunnu (geb. 6. September 1950 in Mucwini) ist ein ugandischer Politiker, Diplomat und Jurist.[1] Er war von 1997 bis 2005 UN-Untergeneralsekretär und Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte.[2] 2010 wurde er zum Vorsitzenden des Uganda People’s Congress (UPC) gewählt.[3] Bei der Präsidentschaftswahl am 18. Februar 2011 kandidierte er für die UPC und erreichte 1,58 Prozent der Stimmen.[4] Für seinen Einsatz erhielt er u. a. den Deutschen Afrika-Preis (2002)[5] und den Sydney-Friedenspreis (2005).[6] Seit dem 24. Juli 2026 kandidiert er bei der Wahl zum neuen UN-Generalsekretär.[7]

Leben

Otunnu wuchs im Norden Ugandas auf und besuchte die Gulu High School sowie das King’s College Budo; später studierte er an der Makerere-Universität, als Overseas Scholar in Oxford und als Fulbright-Stipendiat an der Harvard Law School.[1] Im Jahr 1980 wurde er Ständiger Vertreter Ugandas bei den Vereinten Nationen; während dieser Zeit war er u. a. 1981 Präsident des Sicherheitsrats sowie 1982/1983 Vizepräsident der Generalversammlung.[8] 1983/1984 amtierte er als Vorsitzender der UN-Menschenrechtskommission.[9] Von 1985 bis 1986 war Otunnu ugandischer Außenminister und wirkte an den Nairobi-Friedensvereinbarungen von 1985 mit.[8]

Wirken

Von 1990 bis 1998 leitete er die International Peace Academy (heute International Peace Institute) und weitete deren Forschung, Ausbildung und Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen aus.[10] Am 19. August 1997 wurde er zum ersten Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte berufen; das Mandat folgte aus Resolution 51/77 und der Machel-Studie.[1] In dieser Funktion (1997–2005) trieb Otunnu eine internationale Agenda zum Schutz von Kindern im Krieg voran und mobilisierte die Vereinten Nationen und Mitgliedstaaten zu entsprechenden Maßnahmen.[2] In einer Pressekonferenz im Jahr 2002 bezeichnete er das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten, das die Nutzung von unter 18-Jährigen als Soldaten ächtet, als „Wendepunkt“ in der Bekämpfung von Kindersoldaten.[11]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks