Old Elizabeth

US-amerikanische methodistische Wanderpredigerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Old Elizabeth (* um 1766; † 11. Juni 1866) war eine US-amerikanische methodistische Wanderpredigerin und ehemalige Sklavin aus Maryland.[1] Ihre kurze Lebensbeschreibung Memoir of Old Elizabeth, a Coloured Woman erschien 1863 in Philadelphia.[2] 1889 gaben Quäker in Philadelphia eine Neuausgabe unter dem Titel Elizabeth, A Colored Minister of the Gospel, Born in Slavery heraus.[3]

Leben

Elizabeth wurde um 1766 in der britischen Kolonie Maryland in die Sklaverei geboren; ihre Eltern gehörten der Methodist Society an, und ihr Vater las den Kindern jeden Sabbatmorgen aus der Bibel vor.[1] Im Alter von elf Jahren wurde sie von ihrer Familie getrennt und nach einem unerlaubten Besuch bei der Mutter vom Aufseher gefesselt und ausgepeitscht, was sie wochenlang zeichnete.[1] Eine anschließende lange religiöse Krise vertiefte ihren Glauben und prägte ihren weiteren Lebensweg.[1] Einige Jahre später wurde sie an einen presbyterianischen Besitzer „auf Zeit“ verkauft und um ihr dreißigstes Lebensjahr freigelassen.[4] Danach hielt sie ihre erste religiöse Versammlung im Haus einer armen Witwe in einer der „schlechtesten Straßen“ Baltimores ab.[4] In ihren letzten Lebensmonaten wurde sie von Quäkern in Pennsylvania gepflegt und starb dort 1866 infolge schwerer gangränöser Wunden.[1] In ihren eigenen und späteren Darstellungen erscheint sie ohne Familiennamen, den sie offenbar nie verwendete.[1]

Wirken

Aus ihren autobiografischen Schilderungen geht hervor, dass sie ihren Verkündigungsauftrag als göttlich begriff und trotz Widerstands gegen predigende Frauen öffentlich zu sprechen begann.[4] Ihre Zusammenkünfte zogen rasch ein größeres, auch gemischtrassiges Publikum an, darunter viele weiße Einwohner, die von der alten, farbigen Predigerin hören wollten.[1] Wegen Predigten gegen die Sklaverei geriet sie in Maryland und Virginia ins Visier der Behörden, die ihr Haft androhten.[1] Sie reiste weit, lebte vier Jahre in Michigan und gründete dort eine Schule für schwarze Kinder.[1] Überdies predigte sie in Kanada und nahm häufig an Versammlungen der Quäker teil.[1] Ihre Lebensgeschichte diktierte sie in hohem Alter „hauptsächlich aus ihren eigenen Lippen“; die 1863 veröffentlichte Schrift betont ihre religiöse Erfahrung stärker als Details der Sklaverei.[4] Die Ausgabe von 1889, herausgegeben von der Tract Association of Friends in Philadelphia, fügte einen kurzen Bericht über ihre letzte Krankheit und ihren Tod hinzu.[5]

Einzelnachweise

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