Olga Harmony
mexikanische Autorin, Theaterkritikerin und Hochschullehrerin
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Olga Harmony Baillet (* 23. April 1928 in Mexiko-Stadt, Mexiko; † 11. November 2018 ebenda) war eine mexikanische Autorin, Theaterkritikerin und Hochschullehrerin. Sie war eine der einflussreichsten Theaterkritikerinnen Mexikos.[1][2][3]

Leben und Werk
Harmony war das dritte von vier Kindern europäischer Einwanderer und verbrachte ihre Kindheit im Stadtteil Clavería. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Theater an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM), wo sie später Professorin und Forscherin im Studiengang Kreatives Schreiben wurde. Sie unterrichtete mehr als 30 Jahre lang an der UNAM und war von 1970 bis 1971 Lehrerin an der Nationalen Schule für Dramatische Künste in Havanna.[4][5]
Sie ist Autorin von Werken wie Teresa entre los cuerdos, El cuento de Manolo, Nuevo día und La ley de Creón, El lado humano (1985), El día del maestro, El diosero, die alle auf den Bühnen Mexikos aufgeführt wurden. Sie erhielt 1979 den José-Revueltas-Preis für Letras vencidas und 1984 den zweiten Platz beim Juan-Ruiz-de-Alarcón-Preis für die beste nationale Erstaufführung von La ley de Creón. 2002 wurde ihr die INBA-Medaille für ihr Engagement zur Förderung der Reflexion und Entwicklung des Theaterlebens verliehen. Einige ihrer Essays sind in Escenarios de dos mundos (herausgegeben von Carlos Morales, Madrid, 1987) erschienen. Zudem verfasste sie Theaterbeschreibungen für Theatre Companies of the World, University of Kansas, 1986.[6][7]
Sie schrieb für verschiedene Zeitungen des Landes, darunter seit 1973 als Kolumnistin der Beilage Diorama de la Cultura in Excélsior und Unomásuno und war Gründerin und Kolumnistin der Zeitung La Jornada.[8]
Zusammen mit anderen Theaterkünstlern gründete sie die Mexikanische Akademie für Theaterkunst.
Nach dem Tod ihres Schwiegersohns, mit dem sie regelmäßig ins Theater ging, stellte sie ihre Veröffentlichungen 2013 ein.[9]
2017 rief das Kulturministerium den ersten Olga-Harmony-Theaterkritikpreis ins Leben.[10][11][12]
Harmony starb 2018 im Alter von 90 Jahren in Mexiko-Stadt.[13]
Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)
- 1979: José-Revueltas-Preis für Letras vencidas[14]
- 2002: INBA-Medaille
- 2010: Xavier-Villaurrutia-Medaille
- 2018: posthume Ehrung im Manuel M. Ponce del Palacio de Bellas Artes[15]