Olga Hepnarová

tschechische Massenmörderin (1951–1975) From Wikipedia, the free encyclopedia

Olga Hepnarová (* 1951 in Prag; † 12. März 1975 ebenda) war eine tschechoslowakische Massenmörderin, die 1973 acht Menschen mit einem Lkw an einer Straßenbahnhaltestelle ermordete. Sie wurde zum Tode verurteilt und 1975 hingerichtet. Sie war die letzte Frau, die in der Tschechoslowakei hingerichtet wurde.

Werdegang

Hepnarová war die Tochter eines Bankangestellten und einer Zahnärztin. Sie war ein unauffälliges Kind, jedoch entwickelte sie später psychische Probleme. Um 1964 unternahm sie einen Suizidversuch und verbrachte in der Folge ein Jahr in einer psychiatrischen Abteilung in Opařany. Später arbeitete sie an verschiedenen Orten und wurde jeweils kurz nach ihrer Einstellung entlassen. Schließlich wurde sie Lkw-Fahrerin.[1]

Am 10. Juli 1973 fuhr Hepnarová geplant in Prag einen Lastwagen in eine Gruppe von etwa 25 Menschen, die am Strossmayerplatz auf eine Straßenbahn warteten. Drei Menschen starben sofort, fünf weitere in den folgenden Tagen. Am 6. April 1974 wurde sie durch das Stadtgericht wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 12. März 1975 im Gefängnis Pankrác in Prag statt.[2]

Film

Literatur

  • Josette Baer: Massenmord und Todesstrafe im kommunistischen Prag: Der Fall Olga Hepnarová. In: Josette Baer, Wolfgang Rother (Hrsg.): Verbrechen und Strafe. Colmena, Basel 2017, ISBN 978-3906896021, S. 119–144
Commons: Olga Hepnarová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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