Oliver Lutz

deutscher Jazzmusiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Oliver Lutz (* 1986 in Hanau) ist ein deutscher Jazzmusiker (Bass, Komposition), der in der Kölner Musikszene aktiv ist.

Leben und Wirken

Lutz begann zehnjährig Schlagzeug zu lernen. Über Saxophon und Gitarre kam er schließlich zum Bass. Ab 2006 studierte er E-Bass und Kontrabass an der Musikhochschule Mannheim; 2009 setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort, das er 2011 „summa cum laude“ abschloss. Er spielte u. a. in dieser Zeit mit der European Masterclass Big Band unter Leitung von Peter Herbolzheimer. 2009 gewann er den Wettbewerb Jugend jazzt und 2011 den Convento Jazz Award; auch war er Mitglied der Förderpreisband des Generations Jazzfestival Frauenfeld und tourte mit dieser 2009.

Seit 2009 arbeitet Lutz als Musiker in Köln, zunächst als Mitspieler in Formationen wie dem Offshore Quintett oder Janning Trumanns Makkro.[1] Mit Christoph Möckel, Pablo Held und Moritz Baumgärtner gründete er ein eigenes Quartett; 2013 legte er sein Debütalbum Signal (Unit Records) vor, wobei auch seine kurzweiligen Kompositionen und Arrangements gelobt wurden.[2] 2016 folgte seine zweite CD Poolparty in einer erweiterten Besetzung. Er hatte Engagements beim Nationaltheater Mannheim und den Ettlinger Schlossfestspielen; ferner trat er auf vielen internationalen Jazzfestivals wie dem Enjoy Jazz, den Leverkusener Jazztagen, bei Jazz à Vienne und dem Montreux Jazz Festival auf und gehörte auch zu Gruppen von Lucas Leidinger, Maik Krahl, Matthias Schwengler oder Alexander Parzhuber. Außerdem arbeitete er mit Joachim Kühn, Seamus Blake, David Binney, Donny McCaslin und Gary Husband. 2019 bildete er sein fusionorientiertes Quartett Re:Calamari,[3] das bis 2025 drei Alben mit Eigenkompositionen und „erkennbar eigenem Klang“ veröffentlichte.[4][5]

Weiterhin arbeitet Lutz im Projekt Salomea (um Rebekka Ziegler), mit dem er bisher auf drei Alben zu hören ist.

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise

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