Oluf Akselbo Kroer
dänischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
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Oluf Akselbo (Axelbo) Kroer, auch Krør (* 17. April 1916 in Randers; † 2. Dezember 1943 auf dem Schießplatz Skaeringheide bei Skæring, Vorort von Aarhus) war ein dänischer Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische deutsche Besatzungsmacht.[1] Sein Operationsgebiet war der Osten Jütlands.

Familie, Beruf und Politik
Er war der Sohn des Sparkassenbuchhalters Søren Andreas Kroer (1889–1922) und der Anna Kristine, geborene Akselbo (1887–1957). Er hatte einen Zwillingsbruder Erik Akselbo (1918–1995), der sich ebenfalls am bewaffneten Widerstand beteiligte.[2]
Er schloss 1932 die Staatsschule (Statsskole) Randers mit der mittleren Reife ab. Es folgte Ausbildung und Anstellung bei der Sparkasse Randers und eine berufsbegleitende Weiterbildung und Vorbereitung auf ein Jurastudium.[3]
Politisch engagierte er sich im Vorstand der Konservativen Jugend (Konservativ Ungdom) der dänischen Konservativen Volkspartei (KF). Die Jugendorganisation war vor dem Krieg antiliberal und antiparlamentarisch ausgerichtet (SA-Uniform, Hitler-Gruß), und die KF unterwarf sich ab 1940 weitgehend dem aufgezwungenen deutschen Besatzerregime. Sie beteiligte sich an den Koalitionsregierungen (1940–1943) unter deutscher Kontrolle, so dass der „konservative“ Widerstand erst spät (ab 1942) einsetzte.
Widerstand
Haft, Prozess und Hinrichtung
Er wurde am 19. November 1943 verhaftet und am 24. November mit vier Kameraden[4] in Aarhus zum Tode verurteilt. Gnadengesuche wurden abgelehnt und die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando am 2. Dezember 1943 in Skæring durchgeführt. Alle fünf wurden auf der Kallesmaersk-Heide bei Oksbøl heimlich vergraben. Nach dem Krieg durch Zufall wiederentdeckt, wurden sie exhumiert und in ihre Heimatorte überführt. Kroer fand auf dem Nördlichen Friedhof (Nordre Kirkegård) von Randers seine letzte Ruhe.[3]
Gedenken

- Gedenkstein mit Name und Geburtsdatum auf der Skaeringheide (Skæring hede), heute eher ein parkähnlicher Wald mit dem Namen Skæring Mindelunden, in Skæring, nördlicher Vorort von Aarhus, enthüllt und eingeweiht am 17. September 1977, siehe Bild.
- Gedenkstein mit Name und Lebensdaten an dem Platz, an dem er nach der Hinrichtung heimlich verscharrt worden war, auf der Husbjerg-Düne (Husbjerg Klit), in der Kallesmaersk-Heide bei Oksbøl, enthüllt und eingeweiht am 5. Mai 1952.[5]
- Gedenktafel, erinnert im Randers Ruderclub an ihn und seine Kameraden.
- Grabmal, befindet sich im Ehrenhain auf dem Nordre Kirkegård, Randers, Nørrebrogade 94.
- Brief an seine Mutter vom 2. Dezember 1943, kurz vor der Hinrichtung: „Ich sprach vorhin mit einem deutschen Pfarrer, und Du sollst wissen, Mutter, dass ich als gläubiger Mensch in den Tod gehe. Ich weiß, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden, und so ist alles nicht so schwer. Da fällt mir ein Satz ein: Der Kampf ums Ganze, das ist dir lieb. Erst jetzt verstehe ich seine volle Bedeutung.“[1]
Literatur
- Lettere di condannati, Turin 1954, übersetzt: Und die Flamme soll euch nicht verbrennen, Letzte Briefe europäischer Widerstandskämpfer, Berlin-Ost 1956, Seite 102–103: Kroer, Seite 97–10: Überblick über den dänischen Widerstand mit weiteren Quellenangaben.
Siehe auch
- Georg Mørch Christiansen, mehr Informationen zu Widerstand, Haft, Prozess und Hinrichtung der Gruppenmitglieder.
Weblinks
- Datenblatt des Dänisches Nationalmuseums mit ausführlichen Quellenangaben auf modstand.natmus.dk.
- Biographie auf der Gedenkseite des Nationalmuseums, modstand.natmus.dk.