Olympische Winterspiele 2030

26. Austragung der Olympischen Winterspiele in den französischen Alpen, Frankreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die XXVI. Olympischen Winterspiele (französisch XXVIes Jeux olympiques d’hiver) sollen vom 1. bis zum 17. Februar 2030 in den französischen Alpen stattfinden.[1]

Schnelle Fakten
XXVI. Olympische Winterspiele
Logo
Austragungsort: Frankreich Französische Alpen
Eröffnungsfeier: 1. Februar 2030
Schlussfeier: 17. Februar 2030
Mailand – Cortina 2026
Utah 2034
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Vergabe der Spiele

Im Dezember 2018 gab Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, bekannt, dass Japan mit Sapporo, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Spanien und Georgien Interesse an einer Austragung bekundeten[2] und der Austragungsort 2023 auf der 141. IOC-Sitzung in Mumbai bekanntgegeben werden soll.[3] Jedoch gab das IOC am 6. Dezember 2022 bekannt, dass die Vergabe der Spiele verschoben werde.[4] Christophe Dubi, Olympiadirektor des IOC, gab am 29. März 2023 bekannt, dass man derzeit mit mehr als sechs Städten bzw. Regionen für die Austragung der Spiele 2030 bzw. nachfolgender Spiele in Gesprächen sei.[5] Geplant sei es, die Spiele auf der 142. IOC-Sitzung im Juli 2024 in Paris zu vergeben, obwohl die Olympische Charta eine Vergabe im Kandidatenland verbietet.[6][7] Am 9. Oktober 2023 wurden Berichte bekannt, wonach das IOC über eine Doppelvergabe der Winterspiele 2030/2034 diskutiere.[8] Am 15. Oktober 2023 wurde beschlossen, dass die Doppelvergabe auf der 142. IOC-Sitzung in Paris erfolgen solle.[9][10] Am 24. Juli 2024 erfolgte schließlich die offizielle Bekanntgabe durch das IOC.[11] Ein Vertrag sollte jedoch erst später unter der Voraussetzung geschlossen werden, dass die künftige französische Regierung und das Parlament finanzielle Garantien beschließen.[7]

Es sind dies die vierten Olympischen Winterspiele in Frankreich nach den Spielen von 1924 in Chamonix, 1968 in Grenoble und 1992 in Albertville.

Weitere Informationen Austragungsort, Ja ...
Austragungsort[12]JaNeinEnthaltungen
Frankreich Französische Alpen 84 4 7
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Geplante Wettkampfstätten

Geplante Veranstaltungsorte der Olympischen Winterspiele 2030
Halle Tony Garnier in Lyon
Haupteingang der Eurexpo
Montgenèvre
Serre Chevalier
Bob- und Rodelbahn La Plagne
Skisprungschanze Tremplin du Praz in Courchevel-La Praz (links daneben der Zielraum der Piste L’Éclipse)
Skipiste Face de Bellevarde in Val d'Isère
La Clusaz
Le Grand Bornand (Biathlon World Cup 2019)

Das Konzept der Spiele sieht die Nutzung bereits bestehender Wettkampfstätten in den Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes vor, unter anderem auch in dem Skigebiet Trois Vallées.[13] Die meisten Eissportbewerbe sollen in Nizza ausgetragen werden, lediglich für die Eröffnungsfeier ist kein Veranstaltungsort festgelegt. Am 27. Juli 2024 berichteten italienische Medien, dass die Eisschnelllaufwettbewerbe in Turin in Italien stattfinden sollen.[14] Dem widersprach Edgar Grospiron, der Vorsitzende des Organisationskomitees im April 2025.[15] So stünden neben Turin mit dem Oval Lingotto das Eisstadion Thialf in Heerenveen zur Debatte sowie eine Renovierung bestehender Hallen in Albertville oder Grenoble.[16] Im Juni 2026 fiel die Entscheidung zugunsten des Eisstadions Thialf in Heerenveen.[17]

Im Januar 2025 wurden erste Änderungen bei den Wettkampfstätten bekannt. So werden die ursprünglich in Montgenèvre geplante Bewerbe im Big Air aus klimatischen Gründen nach Serre Chevalier verlegt.[18]

Méribel zog sich als Austragungsort der Alpinen Skirennen der Damen im Juli 2025 zurück und wurde durch Val-d’Isère ersetzt.[19]

Konkret sollten sich die Wettkampfstätten damit auf bisher vier Zonen verteilen:[1][20]

Zone Lyon

Ursprünglich sollten die Wettkämpfe im Eiskunstlauf, Shorttrack, Curling sowie die Schlussfeier in Nizza stattfinden. Im Mai 2026 zog sich Nizza jedoch aus der Ausrichtung der Spiele zurück, nachdem sich der neu gewählte Bürgermeister, Éric Ciotti, gegen die Errichtung einer neue Eissporthalle aussprach. Als Ersatz für Nizza folgte Lyon sowie weitere angrenzende Gemeinden.[21][17][22]

Weitere Informationen Austragungsort, Wettkampfstätte ...
Austragungsort Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bemerkung
Lyon TBA Eröffnungs- und Schlussfeier TBA Vorhanden
Halle Tony Garnier Eiskunstlauf Vorhanden – Erweiterungen notwendig
Shorttrack
Décines-Charpieu Arena de Lyon Eishockey – Vorrunde & Finalrunde Vorhanden
Chassieu Eurexpo Eishockey – Vorrunde 10.500 bis 11.000 Vorhanden – Erweiterungen notwendig
Curling TBA
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Zone Briançon

Weitere Informationen Austragungsort, Wettkampfstätte ...
Austragungsort Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bemerkung
Montgenèvre Freestyle-Skiing – Ski Cross 3.500
bis
5.000
vorhanden
Freestyle-Skiing – Halfpipe
Freestyle-Skiing – Slopestyle
Snowboard – Halfpipe
Snowboard – Slopestyle
Snowboard – Parallelriesenslalom
Snowboard – Snowboardcross
Skibergsteigen
La Salle-les-Alpes Serre Chevalier Freestyle-Skiing – Aerials
Freestyle-Skiing – Moguls
Freestyle-Skiing – Big Air
Snowboard – Big Air
Briançon Olympisches Dorf
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Zone Savoie

Die Bob- und Rodelbahn in La Plagne, die Skisprunganlage Tremplin du Praz im Ortsteil La Praz von Courchevel und die Skipiste "La face de Bellevarde" in Val-d’Isère waren bereits Wettkampfstätten der Olympischen Winterspiele 1992 von Albertville.

Weitere Informationen Austragungsort, Wettkampfstätte ...
Austragungsort Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bemerkung
La Plagne Piste de La Plagne Bobsport 15.000
bis
16.000
vorhanden
Skeleton
Rennrodeln
Olympisches Dorf
Bozel Olympisches Dorf
Courchevel Tremplin du Praz Skispringen TBA vorhanden
L’Éclipse Ski Alpin TBA vorhanden
Val-d’Isère La face de Bellevarde vorhanden
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Zone Haute-Savoie

Weitere Informationen Austragungsort, Wettkampfstätte ...
Austragungsort Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bemerkung
La Clusaz Skilanglauf 12.000 vorhanden
Le Grand-Bornand Stade de Biathlon Sylvie Becaert Biathlon 12.500
Saint-Jean-de-Sixt Olympisches Dorf
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Wettkampfstätten außerhalb Frankreichs

Weitere Informationen Austraungsort, Wettkampfstätte ...
Austraungsort Wettkampfstätte Sportarten Kapazität Bemerkung
Niederlande Heerenveen Thialf Eisschnelllauf 12.500 vorhanden
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Wettkampfprogramm

Im Juni 2026 gab das Organisationskomitee der Spiele bekannt, die erneute Aufnahme von Skibergsteigen in das Olympische Wettkampfprogramm zu forcieren.[23][24] Das Programm soll dabei um Einzelrennen für Männer und Frauen erweitert werden.[25]

Am 7. Juli 2026 wurde bekannt, dass die Nordische Kombination für 2030 aus dem Olympischen Programm genommen wird. Die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry wies darauf hin, dass eine Rückkehr 2034 nicht ausgeschlossen sei. Das IOC begründete die Streichung, dass die Sportart laut Studien die Nordische Kombination zwischen 2014 und 2026 die unbeliebteste Sportart beim Publikum gewesen sei. Dagegen wird Freeride – sowohl für Ski als auch für Snowboard – und Synchro9 im Eiskunstlaufen Teil des Olympischen Programms.[26]

Nachfolgend die Änderungen im Detail:

  • Im Biathlon soll das Programm um den Wettbewerb Single-Mixed-Staffel ergänzt werden.
  • Im Eisschnelllauf wird je ein Teamsprint für Frauen und Männer ins Programm aufgenommen.
  • Mit der Nordischen Kombination wird eine Disziplin aus dem Olympischen Programm gestrichen, die seit den ersten Olympischen Winterspiele 1924 jedes Mal ausgetragen wurde.
  • Synchroneiskunstlauf (Synchro9) soll das Eiskunstlaufen ergänzen.
  • Nachdem im Skispringen bei den letzten Winterspielen bereits ein Super-Team-Wettbewerb für Männer olympisch war, soll 2030 der Super-Team-Wettbewerb auch für Frauen olympisch werden.
  • Skibergsteigen bleibt auf Vorschlag des Organisationskomitee von 2030 olympisch und wird um je ein Einzelwettbewerb für Männer und Frauen erweitert.
  • Snowboard wird um ein Mixed Team Parallelrennen ergänzt.
  • Zum ersten Mal wird Freeride sowohl auf Skiern als auch auf Snowboard olympisch. Dabei wird jeweils ein Wettbewerb für Frauen und Männer ausgetragen.
  • Im Freestyle-Skiing wird das Programm um ein Mixed Team Skicross ergänzt.

Olympische Sportarten/Disziplinen

Optionale Sportarten

Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) gab am 1. November 2024 bekannt, dass um die Aufnahme von 3×3-Eishockey in das olympische Programm ersucht werde.[27]

Mehrere französische Eiskletterer ersuchten im Februar 2025 die Union Internationale des Associations d’Alpinisme (UIAA) die Aufnahme von Eisklettern in das Wettkampfprogramm zu fokussieren.[28]

Der Leiter des Organisationskomitees, Edgar Grospiron, nannte in einem Interview am 25. Februar 2025 mehrere potentielle neue optionale Sportarten, darunter Ice Cross, Telemarken, Speedskiing und Skibergsteigen.[29] Speedskiing war bei den Olympischen Winterspielen 1992 als Demonstrationswettbewerb vertreten, Skibergsteigen Teil des Programms der Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo.

Im September 2025 gab IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bekannt, dass das IOC eine neue Arbeitsgruppe zur Entwicklung des olympischen Wettkampfprogramms eingesetzt hat. So beabsichtigt diese Arbeitsgruppe, unter dem Vorsitz des österreichischen IOC-Mitglieds Karl Stoss, unter anderem darüber zu diskutieren, ob Sportarten ins Programm aufgenommen werden sollen, die nicht in erster Linie zum Wintersport zählen. Zur Debatte standen dabei Snowvolleyball, Cyclocross und Crosslauf.[30], was aber im Mai 2026 abgelehnt wurde.[31]

Einzelnachweise

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