Omer Klein

israelischer Jazzmusiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Omer Klein (hebräisch עומר קליין; * 15. Mai 1982[1] in Netanja) ist ein israelischer Jazzpianist und Komponist. Stilistisch wird er auch von Einflüssen jenseits des Modern Jazz inspiriert, etwa „von der traditionellen Musik seiner orientalischen Kultur“.[2]

Omer Klein 2016 nach einem Auftritt im Hofgarten (Düsseldorf)

Leben und Wirken

Klein, der in Netanja aufwuchs, begann mit sieben Jahren, Klavier zu spielen und verfasste erste Kompositionen. Als Jugendlicher studierte er Jazz an der Thelma Yellin Hochschule der Künste und gab mit 16 Jahren erste Konzerte. Die Beilage Akhbar Ha'ir der Zeitung Ha’ir aus Tel Aviv bezeichnete ihn bereits früh als „einen der faszinierendsten Künstler den das Land im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat“.[3] Klein studierte in den USA am New England Conservatory bei Danilo Pérez. Schnell wurde er zu einem viel beachteten und angesehenen Musiker der lokalen Jazzszene und spielte u. a. an prestigeträchtigen Orten wie dem Blue Note oder dem Jazz At Lincoln Center. 2005 zog er von Boston nach New York, wo er privat bei Fred Hersch studierte und mit Joel Frahm, Mark Feldman, Clarence Penn, Ben Street, Meshell Ndegeocello, Jason Lindner, Avishai Cohen, Donny McCaslin und Jaleel Shaw arbeitete.

Seit 2006 spielte Klein unter seinem Namen zehn Alben ein, davon eines mit dem Titel Duet im Duo mit dem Bassisten Haggai Cohen-Milo und mehrere mit dem „Omer Klein Trio“ mit Haggai Cohen-Milo und den Schlagzeugern Ziv Ravitz bzw. Amir Bresler. Das Trio-Album Rockets on the Balcony (2010), das auf John Zorns Tzadik-Label erschien, wurde im Down Beat und in der JazzTimes besonders hervorgehoben.[4] Seit 2009 lebt Klein in Deutschland, zeitweise in Düsseldorf, für dessen Schauspielhaus er 2011 die Theatermusik zu Lemon Tree komponierte. Er ist auch auf Alben von Alon Lotringer, Daniel Zamir und Omer Avital zu hören.

Zum Wintersemester 2025/2026 wurde Klein auf die Professur für Jazzpiano an der Hochschule für Musik und Theater München berufen.

Preise und Auszeichnungen

Klein ist Preisträger verschiedener Jazz-Wettbewerbe; 2006 gewann er den ersten Preis der Jazz Hoeilaart International Competition in Belgien. 2013 und 2015 wurde er der Förderpreisträger für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf[5][6]. In der Saison 2024/2025 war er Artist in Residence an der Alten Oper in Frankfurt, wo er sein neues Sextett, »Omer Klein & The Poetics«, vorstellte.

Diskografie (Auswahl)

  • Omer Klein & Haggai Cohen-Milo: Duet (2006, fsnt)
  • Introducing (2007, Small Records)
  • Heart Beats (2009, Small Records)
  • Rockets on the Balcony (2010, Tzadik)
  • To the Unknown (2013, Plus Loin Music)
  • Fearless Friday (2015, Neuklang)
  • Sleepwalkers (2017, Warner Music)
  • Radio Mediteran (2019, Warner Music)
  • Personal Belongings (2021, Warner Music, mit Haggai Cohen-Milo, Amir Bresler)
  • Life & Fire (2023, Warner Music, mit Haggai Cohen-Milo, Amir Bresler)[7]
  • The Poetics (2026, Xjazz! Music)

Einzelnachweise

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