Omethoat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Omethoat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureamide und Thiophosphorsäureester.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Omethoat
Allgemeines
Name Omethoat
Andere Namen
  • O,O-Dimethyl-S-(N-methylcarbamoyl)­methylthiophosphat
  • Folimat
  • Dithiophosphorsäure-O,O-dimethyl-S-(2-(methylamino)-2-oxo-ethyl)ester
Summenformel C5H12NO4PS
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit mercaptanartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1113-02-6
EG-Nummer 214-197-8
ECHA-InfoCard 100.012.907
PubChem 14210
ChemSpider 13574
Wikidata Q2204769
Eigenschaften
Molare Masse 213,19 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,32 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−28 °C[1]

Siedepunkt

135 °C (Zersetzung)[1]

Dampfdruck

<0,1 Pa[1]

Löslichkeit
  • mischbar mit Wasser[1]
  • löslich in Alkohol und Aceton[2]
Brechungsindex

1,4987 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300311400
P: 264280301+310302+352+312361+364[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Omethoat kann durch Reaktion von O,O-Dimethylphosphorylmercaptoessigsäure mit Methylisocyanat oder durch Reaktion von O,O-Dimethylthiophosphorsäure mit 2-Chlor-N-methylacetamid hergestellt werden.[4][5]

Eigenschaften

Omethoat ist eine brennbare, wenig flüchtige, ölige, farblose Flüssigkeit mit mercaptanartigem Geruch, die mischbar mit Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung über 135 °C.[1] Omethoat hydrolysiert langsam in sauren und schneller unter basischen Bedingungen.[6]

Verwendung

Omethoat wird als Insektizid verwendet. Es ist ein Metabolit und P=O Analogon (oxon) von Dimethoat und wirkt durch Hemmung der Acetylcholinesterase.[6]

Zulassung

Omethoat war in der DDR zwischen 1976 und 1994 und in der BRD zwischen 1971 und 1998 zugelassen.[7]

Es wurde 2002 nicht in die Liste der zulässigen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommenen.[8] In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[9]

Einzelnachweise

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