OneFootball
deutsches Medienunternehmen
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OneFootball ist ein deutsches Medien- und Technologieunternehmen mit Sitz in Berlin, das sich auf digitale Fußballinhalte spezialisiert hat. Über seine Plattform bietet es Live-Ergebnisse, Statistiken, Nachrichten und Streams aus mehr als 200 Ligen in mehreren Sprachen an.[1][2] OneFootball hatte 2022 weltweit 100 Millionen aktive Nutzer.[3]
| OneFootball GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2008 |
| Sitz | Berlin, Deutschland |
| Leitung | Patrick Fischer (CEO), Maurits Schön (COO), Renato Todorov (CTO) |
| Branche | Digitale Medien, Sportjournalismus, Sporttechnologie |
| Website | www.onefootball.com |

Geschichte
Die App wurde 2008 von Lucas von Cranach in Bochum entwickelt; sie hieß ursprünglich „iLiga“ und wurde später in OneFootball umbenannt. Sie war eine der ersten 1000 Anwendungen im Apple App Store[4] und 2016 Teil der Apple Keynote für WatchOS 3.[5]
OTT Angebot
Im Jahr 2019 ging OneFootball eine Partnerschaft mit Eleven Sports ein, um in Großbritannien Livestreaming-Rechte für die spanische La Liga zu sichern. Zudem kooperierte das Unternehmen mit Sky, um Spiele der 2. Bundesliga und des DFB-Pokal in einem Pay-per-View Modell zu übertragen.[6] Der Preis pro Spiel begann bei 3,99 Euro; die Kooperation mit Sky beruhte auf einem Erlösbeteiligungs-Modell.[7] OneFootball ging außerdem eine Partnerschaft mit Snapchat ein und streamt dort unter „Shows“.[8]
Der Umsatz stieg von 11,5 Millionen Euro im Jahr 2019[9] auf 14,5 Millionen Euro im Jahr 2020.[10]
Übernahme von Dugout
Im Jahr 2020 kaufte OneFootball das Videoforum Dugout. Im Gespräch mit Bloomberg sagte OneFootball-CEO Lucas von Cranach, dieser Schritt werde dem gesamten Fußball-Ökosystem zugutekommen, da Vereine, Verbände und Ligen ihre Zuschauerreichweite erhöhen könnten.[11]
Im Zuge dieser Übernahme wurden auch zehn der größten Fußballvereine der Welt – darunter der FC Bayern München, der FC Barcelona, Real Madrid und der FC Liverpool sowie Adidas Gesellschafter von OneFootball.[12]
OneFootball wirbt um Anzeigenkunden u. a. mit den Aussagen „No piracy, no hate speech, no user-generated content“ und „Increased global reach and data insights“.[13]
Finanzierung, Web3-Initiativen und Restrukturierung
Im Mai 2022 sammelte Onefootball 300 Millionen Euro Risikokapital (von u. a. Liberty City Ventures, Animoca Brands und Dapper Labs) zu einer Firmenbewertung von einer Milliarde Euro ein;[14] und gilt somit als Unicorn.[15]
Im Zuge der Finanzierung 2022 startete OneFootball neue Projekte im Bereich Web3 und schloss Partnerschaften mit internationalen Fußballligen wie der Serie A und der 2. Bundesliga. Nach dem Abschwung am Kryptomarkt passte das Unternehmen seine digitalen Aktivitäten und Kostenstrukturen an.[16] Das Unternehmen musste Berichten zufolge im Jahr 2023 rund 150 Mitarbeiter entlassen.[17]
Im Jahr 2023 zog sich OneFootball-Gründer Lucas von Cranach aus der Geschäftsführung zurück.[18] Patrick Fischer, zuvor CEO von Sport1 Media, übernahm die Rolle des Chief Executive Officer (CEO), während Maurits Schön als Chief Operating Officer (COO) fungiert. Diese Erweiterung der Führung wurde von OneFootball’s Investoren unterstützt, um die nächste Phase der Reorganisation zu begleiten.[19][20]
Zwischen 2023 und 2024 erfolgte eine umfassende interne Umstrukturierung, um Abläufe zu vereinfachen und das Geschäftsmodell zu stabilisieren. CEO Patrick Fischer erklärte, das Unternehmen habe seine Prozesse konsolidiert und konzentriere sich nun auf nachhaltiges Wachstum und seine Partnerschaften.[21]
