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OpenCloud

Software für Dateimanagement, Filesharing und digitale Zusammenarbeit From Wikipedia, the free encyclopedia

OpenCloud ist eine quelloffene Software für Dateimanagement, Filesharing und digitale Zusammenarbeit. Sie wird von der OpenCloud GmbH entwickelt und steht unter den Lizenzen Apache 2.0 und AGPL-3.0. OpenCloud nutzt das zugrunde liegende Dateisystem direkt als Datenquelle: Änderungen an Dateien werden unabhängig vom Zugriffsweg erkannt und eingepflegt, auch wenn sie direkt im Dateisystem und nicht über OpenCloud selbst vorgenommen werden.[7] OpenCloud verwaltet Dateien, Ordner und Teambereiche und ermöglicht deren gemeinsame Nutzung über Webbrowser, Desktop-Programme und mobile Apps. Die Software unterstützt Funktionen wie Versionsverwaltung, Volltextsuche, Dokumentenbearbeitung im Browser sowie die Integration externer Identitäts- und Speicherdienste.

Schnelle Fakten Basisdaten ...
OpenCloud
Basisdaten
Erscheinungsjahr 2025
Aktuelle Version 4.0.7 (Server)
18. Mai 2026[1]

3.0.3 (Desktop)
8. Dezember 2025[2] 1.2.0 (Android)
1. April 2026[3][4] 1.0.1 (iOS)
13. August 2025[5][6]

Betriebssystem Linux, macOS, Windows, Android, iOS (Clients)
Programmier­sprache Go (Server); TypeScript, Vue.js (Frontend)
Kategorie Cloud Computing, Filesharing, Kollaboration
Lizenz Apache 2.0, AGPL-3.0
https://opencloud.eu
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Organisationen können OpenCloud auf eigener Infrastruktur (On-Premises) oder in privaten und öffentlichen Cloud-Umgebungen betreiben. Die Bereitstellung erfolgt unter anderem über Docker und Kubernetes. Darüber hinaus bieten verschiedene Partner OpenCloud als SaaS an. Zu den Zielgruppen gehören Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Bildungseinrichtungen sowie Organisationen aus Forschung und Wissenschaft.

Geschichte

Die OpenCloud GmbH wurde im September 2024 als Teil der Heinlein Gruppe in Berlin gegründet.[8] Die Software ist ein Fork von ownCloud Infinite Scale (OCIS); mehrere der bisherigen OCIS-Entwickler wechselten zur neuen OpenCloud GmbH.[9][10]

Version 1.0 erschien im Februar 2025.[11][12] Version 2.0.0 folgte im März 2025 mit dem ersten kommerziellen Angebot: Enterprise-Servicepakete und die Funktion „File Native Backup“, die Datensicherung per Snapshot ohne relationale Datenbank ermöglicht.[13][14]

Im Mai 2025 kamen ein Desktop-Client für Windows, macOS und Linux sowie eine iOS-App dazu; eine Android-App folgte im August 2025.[15]

Im Oktober 2025 erhielt OpenCloud das Umweltzeichen Blauer Engel in der Kategorie „ressourcen- und energieeffiziente Software“.[16][17]

Version 4.0.0 mit Mandantenfähigkeit erschien im Dezember 2025.[18]

Architektur

Der Server ist in Go geschrieben und als Microservice-Architektur aufgebaut; das Frontend nutzt Vue.js und TypeScript. Frontend, Anwendungsschicht und Speicherebene sind strikt voneinander getrennt.[19] Alle Verbindungen zwischen Diensten und Schichten sind TLS-verschlüsselt.

Eine relationale Datenbank braucht die Software nicht. OpenCloud speichert Metadaten direkt im Dateisystem, was Backups per Snapshot vereinfacht.[13] Externe Zugriffe auf den Dateibaum sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich: Werden Dateien oder Ordner direkt im Dateisystem angelegt oder verändert, erkennt und übernimmt OpenCloud diese Änderungen in Echtzeit. Voraussetzung dafür sind unter anderem korrekte Dateirechte und Dateieigentümer von Anfang an sowie der Verzicht auf symbolische Links; das Verschieben von Dateien zwischen Spaces wird dabei nicht erkannt.[7] Unterstützte Schnittstellen sind WebDAV, OpenID Connect und die Microsoft Graph API. Die Software läuft in Containern und lässt sich über Docker oder Kubernetes betreiben.[20]

Funktionsumfang

Dateimanagement und Freigaben

Dateien speichert OpenCloud versioniert. Tags strukturieren Inhalte projektübergreifend. Interne und externe Freigaben lassen sich mit Ablaufdatum, Passwortschutz und rollenbasierten Rechten versehen. Spaces sind Teamordner, die der Organisation gehören, nicht einzelnen Benutzerkonten. Wenn ein Konto gelöscht wird, bleiben Ordner und Inhalt erhalten.[20]

Suche

Dateien sind per Volltextsuche auffindbar. Für sehr große Datenbestände lässt sich OpenSearch als skalierbares Suchbackend einbinden, das Indexierung und Abfragen auch bei wachsender Datenbasis beschleunigt. Die OpenSearch-Integration ist Bestandteil der Enterprise-Lizenz.[20]

Clients

OpenCloud läuft im Browser, als Desktop-Client für Windows, macOS und Linux sowie als App für Android und iOS.[21] Der Desktop-Client synchronisiert Dateien im Hintergrund und erlaubt Offline-Zugriff. Mit der Funktion „Files on Demand“ lädt OpenCloud Dateien nur bei Bedarf vollständig herunter; sie erscheinen dennoch wie gewohnt im lokalen Dateisystem.[18]

Die Benutzeroberfläche ist in 46 Sprachen verfügbar.[22]

Dokumentenbearbeitung

Collabora Online ist in OpenCloud integriert und bringt eine vollständige Office-Suite direkt in den Browser.[13] Mehrere Personen können gleichzeitig an Texten, Tabellen und Präsentationen arbeiten. Das Online-Office unterstützt alle gängigen Formate, von DOCX, XLSX und PPTX bis zu ODT, ODS und ODP.

Kalender und Kontakte

Optional lassen sich Kalender und Kontakte über den CalDAV/CardDAV-Server Radicale einbinden und mit gängigen Apps unter Android, iOS, Windows, macOS und Linux synchronisieren. Die persönliche CalDAV-URL ist direkt in der Web-Oberfläche unter den Kontoeinstellungen abrufbar, was die Einrichtung in Apps wie Thunderbird oder Apple Kalender vereinfacht.[18]

Sicherheit und Compliance

OpenCloud unterstützt Zwei-Faktor-Authentifizierung und Single Sign-on über LDAP, SAML und OAuth. Eine Dateifirewall begrenzt erlaubte Dateitypen. OpenCloud scannt hochgeladene Dateien automatisch auf Schadsoftware und verwendet dazu ICAP-kompatible Scanner sowie ClamAV.[23]

Ab Version 4.0.0 lassen sich mehrere Organisationen in einer Instanz strikt getrennt betreiben (Mandantenfähigkeit).[20]

Versionsgeschichte

OpenCloud unterscheidet zwischen Rolling Releases, die etwa alle drei Wochen erscheinen, und Production Releases, die auf Stabilität ausgelegt sind und etwa halbjährlich veröffentlicht werden.[24] Die Versionierung folgt Semantic Versioning.

Server

Weitere Informationen Version, Veröffentlichung ...
VersionVeröffentlichungTypAnmerkungen
1.0.024. Februar 2025Rolling
  • Erste öffentliche Version[25]
2.0.026. März 2025Production
  • File Native Backup
  • Start des kommerziellen Angebots mit Enterprise-Support[13]
3.0.010. Juni 2025Rolling
  • Profilfoto für Benutzerkonten
  • Kalender-URL in den Kontoeinstellungen sichtbar[1]
4.0.01. Dezember 2025Production
  • Mandantenfähigkeit[18]
  • Kubernetes Helm Charts
  • Kalender und Kontakte über Radicale
  • OpenSearch als skalierbares, auf Lucene basierendes Enterprise-Suchbackend[20]
5.0.026. Januar 2026Rolling
  • Neue App-Kategorie für ordnerbasierte Anwendungen
  • E-Mail-Entwürfe lassen sich direkt als Widget verfassen
  • Technische Grundlagenarbeiten für künftige Versionen[1]
6.0.030. März 2026Rolling
  • Favoriten-Funktion
  • Taschenrechner- und Pastebin-Erweiterungen[1]
7.0.021. Mai 2026Rolling
  • Persistente Verwaltung von Space-Mitgliedschaften
  • Erweiterungen für Gastfreigaben
  • Verbesserte Kompatibilität zur Microsoft Graph API
  • Sicherheitsverbesserungen bei der Vorschauerstellung von Bildern[1]
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Desktop-Client

Weitere Informationen Version, Veröffentlichung ...
VersionVeröffentlichungAnmerkungen
1.0.024. April 2025
  • Erste öffentliche Version[26]
2.0.03. Juli 2025
  • Profilbilder im Desktop-Client
  • HTTP/2-Unterstützung standardmäßig aktiviert[27]
3.0.026. November 2025
  • Windows Virtual File System (VFS)
  • Files on Demand
  • HTTP/2 standardmäßig aktiviert[28]
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Einzelnachweise

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