Orbencarb

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Orbencarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiocarbamate. Orbencarb wurde von Kumiai Chemical als Herbizid entwickelt und 1970 auf den Markt gebracht.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Orbencarb
Allgemeines
Name Orbencarb
Andere Namen
  • S-(2-Chlorbenzyl)diethylthiocarbamat
  • Lanray
Summenformel C12H16ClNOS
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 34622-58-7
EG-Nummer (Listennummer) 609-008-4
ECHA-InfoCard 100.119.580
PubChem 36867
Wikidata Q17461535
Eigenschaften
Molare Masse 257,78 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Siedepunkt

158 °C (133 Pa)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (24 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Brechungsindex

1,60 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302331
P: 261311[2]
Toxikologische Daten

1420 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Orbencarb kann durch Reaktion von Diethylamin mit Carbonylsulfid und deren Produkt mit 2-Chlorbenzylbromid gewonnen werden.[3]

Verwendung

Orbencarb wird im Getreide-, Mais-, Soja-, Baumwoll- und Kartoffelanbau verwendet.[1] Die Wirkung ist abhängig von der Bodenfeuchte und nimmt ab, wenn die max. Feldkapazität unter 40–45 % sinkt. Kulturpflanzen wie Mais tolerieren die Orbencarb-Behandlung, da sie dieses schnell zum Sulfoxid oder Sulfon oxidieren.[1]

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[4]

Einzelnachweise

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