Orgelbau Hofbauer

deutsches Orgelbauunternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Orgelbau Hofbauer ist ein deutsches Orgelbauunternehmen.

Geschichte

Die Firma wurde 1923 durch Carl Hofbauer sen. in Mindelheim gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb von ihm nach Göttingen verlegt. Anfang der 1950er erkrankte Carl Hofbauer sen. Daher trat sein Sohn Carl Heinz Hofbauer (1927–2000) in die Firma ein. Nach der Lehr- und Gesellenzeit im väterlichen Betrieb legte er 1955 die Meisterprüfung erfolgreich ab und war mit 28 Jahren damals der jüngste Orgelbaumeister Deutschlands.[1]

1974 übernahm er das Unternehmen. Er entwickelte ab etwa 1970 ein Serieninstrument, eine Kleinorgel, welche unter dem Namen „Hofbauer Varia“ bzw. „Streichert“ im Baukastenprinzip als Bausatz vertrieben wurde. Diese Instrumente konnten auch von handwerklich begabten Laien im Selbstbau spielbar gemacht werden oder nach den finanziellen Mitteln variabel auch vervollständigt oder erweitert werden. Einige Orgeln dieser Art wurden auch für Kirchen erworben oder gelangten als ehemalige Hausorgeln in Kirchenbesitz.[1]

Daneben baute er klassische Drehorgeln und andere mechanische Instrumente und entwickelte elektronische Steuerungen dafür.[1] Der Betrieb für den Drehorgelbau wurde nach dem Tod von Carl Heinz Hofbauer zunächst unter der Leitung von Edeltraud Hofbauer, ab 2020 von Uwe Böning weitergeführt.

Werke (Auswahl)

In der fünften Spalte bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal. Die arabische Zahl gibt die Anzahl der klingenden Register an. Die letzte Spalte bietet Angaben zum Erhaltungszustand und zu Besonderheiten sowie Links mit weiterführender Information.

Weitere Informationen Jahr, Ort ...
JahrOrtKircheBildManualeRegisterBemerkungen
1975 Culmitz Ev. Gemeindezentrum
I/p 4 12 aufgestellt durch Günter IsmayrOrgel
1970er Jahre München-Freimann Kapelle im BRK-Seniorenheim Kieferngarten
I/p 5
1978 Fröttmaning Heilig Kreuz
I 2
1980er Jahre Berlin-Reinickendorf St. Marien
II/P 13 Emporenorgel
1979 Gießen Wichernkirche
II/P 12 nach Profanierung 2024 in Kapelle von St. Thomas Morus
1981 Lachen-Speyerdorf Diakonissenhaus (Kapelle)
I/P 5 12 2007 in die Alte Winzinger Kirche in übertragen
um 1981 Königsbach an der Weinstraße Protestantischer Gemeindesaal
I/p 3 12
1982 Darmstadt-Kranichstein St. Jakobus
II/P 11
1982 Haag in Oberbayern Mariä Himmelfahrt
II 5 (Chororgel)
1984 Wien-Ottakring Kirche Maria Namen
II/P 7
1988 Buttendorf St. Ägidius
I 5
1989 Düsseldorf-Gerresheim St. Katharina (Kapelle)
I/p 5 Orgel
1999 Etterzhausen St. Michael
II/P 15
Schließen

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI