Orit Strock
israelische Politikerin, Siedleraktivistin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Orit Malka Strock (* 15. März 1960 in Jerusalem) (hebräisch אורית מלכה סטרוּק englisch Orit Strook) ist eine israelische Politikerin der nationalistisch-zionistischen Partei Ha-Ichud HaLeumi – Tkuma. In der Regierung von Benjamin Netanjahu (Kabinett Netanjahu VI) ist sie seit 2022 Ministerin für nationale Missionen.[1]

Biografie
Strock wuchs in Kiryat Hajovel auf, einem Arbeiterviertel von Jerusalem. Sie besuchte die Leyada-Schule, die zur Hebräischen Universität Jerusalem gehört. Durch den Rabbiner Chaim Druckman fand sie zum jüdischen Glauben und gehört heute dem Orthodoxen Judentum an. Strock lebt in einer Siedlung in Hebron in der besetzten Westbank. Dort begann sie sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren. Sie gründete die Yesha Human Rights Organization, die ein Gegengewicht zu eher links-orientierten Bürgerrechtsbewegungen bilden sollte, die sich für die Rechte der Araber einsetzen. Sie leitete die Organisation von 2004 bis 2012.
Im Jahr 2006 kandidierte sie erstmals für die Nationale Union für die Knesset, konnte aber keines der neun Mandate ihrer Partei erringen. Bei den Wahlen im Jahr 2013 kandidierte sie für die Partei HaBajit haJehudi (Jüdische Heimat, in Fraktionsgemeinschaft mit der Nationalen Union – Wiederaufrichtung) und saß von 2013 bis 2015 in der Knesset.
Nachdem ihre Partei bei der folgenden Wahl aus dem Parlament ausgeschieden war, wechselte sie zur Nationalen Union – Wiederaufrichtung und kehrte 2021 in die Knesset zurück. Unter Benjamin Netanjahu wurde sie im Jahr 2022 die erste Ministerin für nationale Missionen.
Politische Positionen
Strock wirbt für die Wiedererrichtung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen.[2] Sie setzt sich für die Beschneidung der Freiheiten der israelischen Justizbehörden ein.[3] Sie sprach sich außerdem gegen jede Art von Deal mit den Attentätern des 7. Oktober 2023 aus.
Privatleben
Sie hat elf Kinder.[4] Ihr Sohn Zviki Strock wurde im Jahr 2007 wegen der Entführung und Folter eines palästinensischen Jungen zu 30 Monaten Haft verurteilt. Ihre Tochter Schoschana erstattete im Jahr 2025 Anzeige bei der Polizei, weil sie von ihren Eltern sexuell missbraucht worden sei. Die Untersuchung der Abteilung Lahav 433 wurde von Beobachtern öffentlich als unzureichend kritisiert.[5] Am 28. Februar 2026 veröffentlichte Schoschana ein Video. Darin beschrieb sie rituelle sexuelle Gewalt, die seit der frühen Kindheit und bis ins Erwachsenenalter an ihr verübt worden sein soll. Am 15. März 2026 wurde bekannt, dass Schoschana in ihrer Wohnung in Nordisrael tot aufgefunden wurde.[6][7]