Orlanda Amarílis
kapverdische Schriftstellerin (1924-2014)
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Orlanda Amarílis Lopes Rodrigues Fernandes Ferreira (Orlanda Amarílis, * 8. Oktober 1924, Assomada, Santa Catarina, Kap Verde; † 1. Februar 2014) war eine Schriftstellerin in Kap Verde.[1][2] Sie ist eine Romanautorin mit dezidierten Frauenperspektiven[3] mit Einblicken in verschiedene Aspekte des Lebens kapverdischer Frauen sowie Darstellungen der kapverdischen Diaspora.[2] Sie galt als „unbestreitbar eine der talentiertesten Schriftstellerinnen Kap Verdes“.[4]
Leben
Orlanda Amarílis wurde am 8. Oktober 1924 in Assomada, Santa Catarina geboren.[5] Amarílis war die Tochter von Armando Napoleão Rodrigues Fernandes und Alice Lopes da Silva Fernandes. 1945 heiratete sie den portugiesisch-kapverdischen Schriftsteller Manuel Ferreira.[6] Das Paar hatte zwei Söhne, Sérgio Manuel Napoleão Ferreira (geboren in Kap Verde) und Hernâni Donaldo Napoleão Ferreira (geboren in Goa). Amarílis gehört zu einer Familie wichtiger literarischer Persönlichkeiten, inklusive Baltazar Lopes da Silva und ihres Vaters, Armando Napoleão Rodrigues Fernandes, welcher das erste Kapverden-Kreolische Wörterbuch in Kap Verde veröffentlichte.[6]
In der Stadt Mindelo, São Vicente, erhielt Amarílis ihre Schulbildung, unter anderem am Liceu Gil Eanes (heute: Liceu Ludgero Lima).[6] Das Paar zog nach Goa und lebte dort sechs Jahre in der Hauptstadt, Panaji (Pangim), wo sie eine Ausbildung zur Grundschullehrerin (Magistério Primário) machte.[6] Jahre später machte sie zwei Abschlüsse in Lissabon: Pädagogische Wissenschaften (Curso de Ciências Pedagógicas) sowie Kurse für Grundschul-Supervision (inspector do ensino básico.)[6]
Aus beruflichen Gründen sowie aufgrund ihrer Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen bereiste Amarílis mit ihrem Mann verschiedene Länder, darunter Angola, Kanada, Ägypten, Goa, Mosambik, Nigeria, Spanien, den Sudan und die Vereinigten Staaten.[6] Sie wurde Mitglied der Portugiesischen Bewegung gegen die Apartheid (Movimento Português Contra o Apartheid), der Portugiesischen Bewegung für Frieden (Movimento Português para a Paz) und Portugiesische Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores (APE)).[2]
Karriere
Amarílis begann ihre Karriere mit Beiträgen in der kapverdischen Zeitschrift Certeza 1944[6] und viele ihrer Kurzgeschichten wurden in mehrere Anthologien kapverdischer Literatur aufgenommen.[2] Nach ihrer Arbeit bei Certeza steuerte sie weitere Kurzgeschichten zu anderen Zeitschriften bei, wie COLÓQUIO/Letras, África, Loreto 13. Viele ihrer Kurzgeschichten wurden ins Niederländische, Ungarische, Italienische und Russische übersetzt.[6]
Werke
Kurzgeschichte
Kurzgeschichten, Anthologien (portugiesisch)
- Escrita e Combate. 1976
- Contos – O Campo da Palava. 1985
- Fantástico no Feminino. 1985
- Afecto às Letras – Obra Coletiva de Homenangem da Literatura Contemporânea a Jacinto do Prado Coelho. 1988
Deutsch
- Frauen in der Dritten Welt (1986)
Englisch
- Across the Atlantic: An Anthology of Cape Verdean Literature. 1986[6]
- A New Reader’s Guide to African Literature. 1983[3]
Übersetzungen
- Nina. In: Exchanges, Winter 2016.
Sammlungen
- Cais-do-Sodré té Salamansa. 1974
- Ilhéu dos Pássaros. 1983
- A Casa dos Mastros. 1989
Kinderbücher
- Folha a folha. 1987 mit Maria Alberta Menéres
- Facécias e Peripécias.[2]
- A Tartaruguinha. [Die kleine Schildkröte] 1997