Orthoessigsäuretriethylester

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Orthoessigsäuretriethylester ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Orthoester. Es ist das Diethylacetal von Ethylacetat.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Orthoessigsäuretriethylester
Allgemeines
Name Orthoessigsäuretriethylester
Andere Namen
  • Triethylorthoacetat
  • Ethylorthoacetat
  • 1,1,1-Triethoxyethan
Summenformel C8H18O3
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 78-39-7
EG-Nummer 201-112-4
ECHA-InfoCard 100.001.012
PubChem 66221
ChemSpider 59606
Wikidata Q489234
Eigenschaften
Molare Masse 162,22 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,8888 g·cm−3 (20 °C)[1]

Siedepunkt

142 °C (1013 hPa)[1]

Dampfdruck

3,4 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,3970 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 226
P: 210233240241242243302+352[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Orthoessigsäuretriethylester kann durch Reaktion von Ethyl-1,1-diazidoethylether mit Natriumethoxid oder Ethoxyacetylen mit ethanolischem Natriumethoxid gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Orthoessigsäuretriethylester ist eine farblose Flüssigkeit, die säurekatalysiert in Wasser zu Essigsäure und Ethanol hydrolysiert. Die Verbindung ist unter basischen Bedingungen stabil.[1][5]

Verwendung

Orthoessigsäuretriethylester wird bei organischen Synthesen als wasserentziehendes Mittel verwendet. Darüber hinaus kann die Verbindung als Reaktant bei der Johnson-Claisen-Umlagerung eingesetzt werden.[3]

Orthoessigsäuretriethylester wird zur Veresterung von Sulfonsäuren und Carbonsäuren verwendet und ist dabei effektiver als Triethylorthoformiat.[6]

Durch die Umsetzung von Orthoessigsäuretriethylester mit 1,2-Diolen erhält man Orthoester mit einer 1,3-Dioxolan-Struktur, die beispielsweise zu Epoxiden umgewandelt werden können.[5]

Einzelnachweise

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