Osaru Obaseki

nigerianische multidisziplinäre bildende Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Osaru Obaseki ist eine nigerianische multidisziplinäre bildende Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit mit Materialität, Geschichte, kultureller Identität sowie kolonialen und postkolonialen Narrativen auseinandersetzt.[1] Sie nimmt am öffentlichen Diskurs über die Rückgabe der 1897 geplünderten Benin-Bronzen und deren Bedeutung für Benin City teil.[2]

Leben

Obaseki stammt aus Benin City im heutigen Bundesstaat Edo im Süden Nigerias.[2] Sie arbeitete in Benin City in den Nosona Studios.[2] Sie war 2021 Fellow des ITP-International Training Programme in Zusammenarbeit mit dem British Museum und ist seit Ende 2022 als unabhängige Künstlerin und Kulturunternehmerin tätig.[1]

Wirken

Obaseki arbeitet medienübergreifend in Malerei, Skulptur und Installation und nutzt zur Herstellung von Bezügen zwischen „alt“ und „modern“ Sand oder Erde in Verbindung mit Acryl.[1] Im Jahr 2019 war sie an der vierten Ausgabe der Young Contemporaries Initiative der Rele Arts Gallery beteiligt.[3] Für ein Bild der Königin Idia studierte sie Fotografien der berühmten Elfenbeinmasken, die sich außerhalb Afrikas befinden.[2] Sie mischte Farbe mit verbranntem Sand aus Benins Bronzegießereien.[2] Im Zuge der Neupräsentation der Benin-Sammlung des Horniman Museum and Gardens entstand 2024 ihre dort gezeigte Bronzeplastik Ame / Oyevbamen (Like Water, 2024), die im traditionellen Wachsausschmelzverfahren gefertigt wurde.[4] Das Werk gilt als Feier starker Edo-Frauen und Wellen werden als Bild für Verwurzelung in Tradition und zugleich dynamische kulturelle Veränderung gedeutet.[5] Die Skulptur ist eine zeitgenössische Neuinterpretation einer Benin-Bronze und hinterfragt kolonial geprägte Narrative über solche Objekte.[6] Im Februar 2026 wurde sie im Zusammenhang mit der partizipativen Erneuerung der Horniman-Dauerausstellung The Great Kingdom of Benin erwähnt.[7] Im Jahr 2025 fand Obasekis Residency im Rahmen einer Kooperation mit der Winchester School of Art statt und Ame, Oyevbamen Like Water stellt den Kopf einer Edo-Frau dar.[8]

Einzelnachweise

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