Osek

Stadt in der Ústecký kraj in Tschechien From Wikipedia, the free encyclopedia

Osek (deutsch Ossegg) ist eine Stadt im Okres Teplice in Tschechien.

Schnelle Fakten Basisdaten, Struktur ...
Osek
Wappen von Osek
Osek (Tschechien)
Osek (Tschechien)
Basisdaten
Staat: Tschechien Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Teplice
Fläche: 4236,8569[1] ha
Geographische Lage: 50° 37′ N, 13° 41′ O
Höhe: 307 m n.m.
Einwohner: 4.603 (1. Jan. 2023)[2]
Postleitzahl: 417 05
Kfz-Kennzeichen: U
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Macháček (Stand: 2021)
Adresse: Zahradní 246
417 05 Osek
Gemeindenummer: 567779
Website: www.osek.cz
Lage von Osek im Bezirk Teplice
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Geographie

Die Stadt liegt in Nordböhmen am Südhang des Erzgebirges. Das Gemeindegebiet erstreckt sich nach Norden bis zum Betteleck an der deutschen Grenze.

Gemeindegliederung

Die Stadt Osek besteht aus den Ortsteilen Dlouhá Louka (Langewiese), Hrad Osek (Riesenberg) und Osek (Ossegg).[3] Grundsiedlungseinheiten sind Dlouhá Louka, Dubina, Hrad Osek, Hrdlovka-Nový Dvůr (Neudorf), Klášterní, Mackov (Motzdorf), Nová Ves (Willersdorf), Osek-střed, Pod Stropníkem, Sídliště Hrdlovská, Špičák-Stropník und Tyršova.[4]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dlouhá Louka, Hrad Osek, Hrdlovka-Nový Dvůr, Mackov, Nová Ves u Oseka und Osek u Duchcova.[5]

Nachbarorte

Český Jiřetín (Georgendorf) Rechenberg-Bienenmühle Moldava (Moldau)
Lom (Bruch) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Hrob (Klostergrab), Háj (Haan)
Mariánské Radčice (Maria Ratschitz) Bílina (Bilin) Duchcov (Dux)

Geschichte

Kloster Ossegg
Denkmal für die Toten des Grubenunglücks von 1934

Die Stadt ist vor allem durch das Zisterzienser-Kloster Ossegg bekannt, dessen Gründung auf das Jahr 1192 zurückgeht,[6][7] und die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt bekannt. Das Zentrum der heutigen Stadt entstand auf dem Gebiet der historischen Altstadt. Die eigentliche Siedlung aus dem 12. Jahrhundert stand am Fuß des Erzgebirges, an einem alten Handelsweg, einem Böhmischen Steig von Böhmen über Bílina (Bilin) nach Sachsen, heute Alte Salzstraße genannt. Nordwestlich des Klosters steht die Ruine der früheren Schutzburg Risemburg.

Das damalige Dorf Ossegg wurde 1872 zum Markt erhoben. 1914 erlangte Ossegg die Stadtrechte.[8]

Mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie am Ende des Ersten Weltkriegs und Gründung der Tschechoslowakei wurde Ossegg 1918 Teil dieser. Infolge des Münchner Abkommens gehörte Ossegg von 1939 bis 1945 zum Landkreis Dux, Regierungsbezirk Aussig, im Reichsgau Sudetenland. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutschsprachige Bevölkerung größtenteils enteignet und vertrieben.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Osek

Klášterníplatz
Tyršstraße

Stadtwappen

Das grüne, untere Feld des Wappens symbolisiert die Weiden der Umgebung und das silberne Feld steht für den ehemaligen Silber- und Zinnabbau. Im oberen Streifen erinnert das linke Feld mit dem Abtsstab an das bedeutende Kloster, das rechte Feld zeigt das Stammeswappen derer von Hrabischitz, Ossegg von Riesenburg und Kostka von Postupitz, einen aufrechten Rechen mit sieben Zinken. Das tschechische Wort „hrábě“ bedeutet Rechen und gab den Namen dieses Uradelsgeschlecht in Böhmen als die „Träger des Wappens mit dem Rechen“. Die mittleren Felder mit einer Eiche und den Schlägel und Eisen verweisen auf den Waldreichtum bzw. Bergbau in der Umgebung des Ortes.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
18300800in 116 Häusern[7]
18572957am 31. Oktober[9]
18711150in 129 Häusern[10]
19004083(als Gemeinde 8810) meist deutsche Einwohner[11]
19308421[12]
19397699[12]
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs[13]
Jahr 1970 1980 1991 2001 2003
Einwohner 3 728 5 663 5 194 5 030 4 975
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Söhne und Töchter der Stadt

  • Richard Camillo Panzner (1929–2017), Opernsänger, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  • Julius Thiele (1851–1910), Bohrunternehmer[14]
  • Ernest Klee (1888–1973), sudetendeutscher Dramatiker und Lyriker
  • Karl Lieffen (1926–1999), Schauspieler
  • Heinrich Douffet (1934–2017), Geologe und Denkmalpfleger
  • Kurt Franz (* 1941), Literaturwissenschaftler
  • Wolfgang Sandner (* 1942), Professor für Musiktheaterkritik

Einzelnachweise

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