Oskar Gans

deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Oskar Gans (* 26. Mai 1943 in Göttingen) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Oskar Gans begann im Sommersemester 1962 das Studium der Wirtschaftswissenschaft und studierte an der Universität Frankfurt/M. und der Universität Göttingen. 1967 legte er in Göttingen die Prüfung zum Diplom-Volkswirt ab und studierte anschließend von 1968 bis 1970 Agrarwissenschaft. In diesem Fach promovierte er 1970 in Göttingen zum Dr. sc. agr. Von 1970 bis 1971 war er Forschungsassistent an der University of California, Berkeley. Von 1972 bis 1979 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn und habilitierte sich 1975 für Volkswirtschaftslehre und Agrarpolitik und lehrte als außerplanmäßiger Professor. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Göttingen von 1976 bis 1979 war Gans seit 1980 ordentlicher Professor an der Universität Heidelberg. Außerdem leitete er die Forschungsstelle für Internationale Agrar- und Wirtschaftsentwicklung.[2]

Gastprofessuren bzw. -vorträge führten ihn an mehrere in- und ausländische Institutionen. Als Experte für internationale Agrarentwicklung war Gans 1973 und 1975/76 Berater der iranischen Regierung in Teheran. Als Regierungsberater arbeitete er in weiteren Länder, vor allem in Afrika und Asien.

Die von Oskar Gans mitveröffentlichte "Einführung in die Volkswirtschaftslehre" erschien in 10. Auflagen. Er beschäftigte sich vor allem mit der Wirtschaft unterentwickelter Länder und der Politikberatung für Entwicklungsländer.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Intersektorale Wachstumsmodelle für wirtschaftlich unterentwickelte Länder (= Schriften zur wirtschaftswissenschaftlichen Forschung, Bd. 37). Hain, Meisenheim am Glan 1970 (= Dissertation Universität Göttingen).
  • Wirtschaftswachstum, Einkommensverteilung und intersektorale Faktormobilität (= Schriften zur wirtschaftswissenschaftlichen Forschung, Bd. 50). Hain, Meisenheim am Glan 1972, ISBN 3-445-00930-9.
  • (mit Hartwig de Haen, Ingo Evers u. Wilhelm Henrichsmeyer): Integrierte Entwicklungsplanung. Eine Bestandsaufnahme (= Volkswirtschaftliche Schriften, Bd. 228). Duncker & Humblot, Berlin 1975, ISBN 3-428-03351-5.
  • Beiträge zur Analyse von Welthandelsstrukturen. Mit empirischen Untersuchungen zum Außenhandel der Entwicklungs- und Industrieländer (1960/1969) (= Volkswirtschaftliche Schriften, Bd. 254). Duncker & Humblot, Berlin 1976, ISBN 3-428-03748-0 (= Habilitationsschrift Universität Bonn).
  • (mit Wilhelm Henrichsmeyer u. Ingo Evers): Einführung in die Volkswirtschaftslehre. Zwei Bände (= UTB, Bd. 680). Ulmer, Stuttgart 1978 (Hauptband: 10. Aufl. 1993, ISBN 3-8001-2671-0; Übungsbuch: 3. Aufl. 1988, ISBN 3-8001-2308-8).
  • (Hrsg.): Appropriate techniques for development planning (= Studies in applied economics and rural institutions, Bd. 17). Breitenbach, Saarbrücken 1986, ISBN 3-88156-351-2.
  • (Hrsg.): Environmental and institutional development. Aspects of economic and agricultural policies in developing countries (= Studies in applied economics and rural institutions, Bd. 19). Breitenbach, Saarbrücken 1989, ISBN 3-88156-447-0.
  • (Hrsg., mit Ingo Evers): Handbuch der volkswirtschaftlichen Beratung. Nomos, Baden-Baden 1990, ISBN 3-7890-2138-5 (Loseblattausgabe).
  • (Hrsg.): Policy reform and structural adjustment. The cases of Malaysia, Hungary, China, Peru and Sri Lanka (= Heidelberg studies in applied economics and rural institutions, Bd. 24). Breitenbach, Saarbrücken 1994, ISBN 3-88156-620-1.
  • (mit Rainer Marggraf): Kosten-Nutzen-Analyse und ökonomische Politikbewertung. Wohlfahrtsmessung und betriebswirtschaftliche Investitionskriterien. Springer, Berlin/Heidelberg 1997, ISBN 3-540-63506-8.
  • (Hrsg.): Die südostasiatische Wirtschaftskrise. Diagnosen, Therapien und Implikationen für Südasien (= Beiträge zur Südasienforschung, Bd. 185). Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-07652-2.

Einzelnachweise

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