Ostitis fibrosa cystica
Krankheit
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Die Ostitis fibrosa cystica generalisata (auch: von-Recklinghausen-Krankheit des Knochens, kurz Recklinghausensche Krankheit, jedoch nicht zu verwechseln mit der Neurofibromatose Typ I, von Recklinghausen), kurz auch Ostitis fibrosa genannt, entsteht als Folge einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus).
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E21.0 | Osteodystrophia fibrosa cystica generalisata |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 5A51.0 | Primärer Hyperparathyreoidismus |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |

Durch die erhöhte Parathormon-Konzentration im Blut werden Osteoklasten stimuliert, die Knochensubstanz abbauen. Das abgebaute Material wird durch Bindegewebszüge ersetzt (Fibroosteoklasie).[1] Bei Fortschreiten können sich im Spätstadium „braune Tumoren“ entwickeln, die typisch für die Ostitis fibrosa cystica generalisata sind. Sie entstehen durch Einblutungen in Stellen des bindegewebig umgebauten Knochens und sind als zystenartige Strukturen in und an Knochen zu sehen.
Klassifikation
Differentialdiagnosen
Literatur
- Karlheinz Schleicher: Über einen Fall von „Ostitis fibrosa cystica generalisata“ v. Recklinghausen in Verbindung mit Anzeichen von intestinalem Infantilismus. Dissertation. Freiburg i. Br. 1941.[3]
- Hans Rudolf Berndorff: Stelldichein mit dem Tode. Eine vergessene Episode aus dem Leben Sauerbruchs. In: Ferdinand Sauerbruch: Das war mein Leben. (1951) 1956, S. 439–456, hier: S. 448–455 (unter anderem zur Verwechslungsmöglichkeit des „Recklinghausen“ mit einem Sarkom, weswegen oftmals unnötige Amputationen vorgenommen wurden).
- Ludwig Weissbecker: Hyperparathyreoidismus (Ostitis fibrosa generalisata, Recklinghausensche Krankheit). In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1057–1060.