Otjohorongo
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Otjohorongo ist eine Ansiedlung in der Region Erongo in Namibia ca. 20 Kilometer nördlich von Omatjette.
| Siedlung Otjohorongo | |||
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| Basisdaten | |||
| Einwohnerzahl Fläche Einwohnerdichte |
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| Staat Region Wahlkreis |
Namibia Erongo Daures | ||
| Gründungsdatum | 1918 | ||
| Kfz-Kennzeichen Telefonvorwahl |
OM {{{Telefonvorwahl}}} | ||
| Website | {{{Website}}} | ||
| Geographische Daten | |||
| Koordinaten | 20° 54′ S, 15° 33′ O | ||
Als Otjohorongo wird sowohl eine Ortschaft als auch das gesamte die Ortschaft umgebende Siedlungsgebiet der Herero bezeichnet.[1] Bereits zu Zeiten der südafrikanischen Besatzung war Otjohorongo mitsamt dem umliegenden Gebiet stets kommunales Weideland ohne privatem Landbesitz.[2] Das Gebiet wird aus diesem Grund heute noch oftmals als „Reservat“ oder „Dorf“ bezeichnet.[3]
Geschichte
Aus dem Exil zurückgekehrt suchte der Hereroführer aus Okombahe, Daniel Kariko, bei der südafrikanischen Verwaltung an, in dem Gebiet Otjohorongo ein „Reservat“ für Herero einzurichten. Dies wurde in weiterer Folge im Jahr 1918 gewährt, woraufhin sich mehrere überlebende Hereroführer dort niederließen, unter anderem Gerhard Zeraua.[4]
Im Odendaal-Plan von 1963, in welchem die Etablierung von Homelands für die einheimischen Völker vorgeschlagen wurde, wurde das Gebiet Otjohorongo dem Homeland Damaraland zugeschrieben.[5]
Die offiziell anerkannte traditionelle Autorität Zeraeua Royal House hat ihren Sitz in Otjohorongo.[6]
Geografie
Das Gebiet besteht ausschließlich aus kommunalem Weideland und ist dementsprechend landwirtschaftlich geprägt.[7]
Infrastruktur
Das Gebiet ist verkehrstechnisch über die Distriktstraße D3712 erschlossen.
Es befinden sich die Otjohorongo Primary School und die Otjiperongo Junior Secondary School in dem Gebiet.
Persönlichkeiten
- Immanuel Ngatjizeko; * 30. Mai 1952 in Otjohorongo, † 5. März 2022 in Windhoek; ehemaliger Arbeitsminister, Minister für Handel und Industrie, Sicherheitsminister und Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten von Namibia
Literatur
- Reinald Döbel: Sustainability, the TKFA, and the Communal Area of Omatjette in the Context of the Land Question in Namibia. Online veröffentlicht unter: https://www.lagsus.de/pdf/Sustainability_and_TKFA_(Namibia).pdf
- O. Köhler: A Study of Omaruru District (South West Africa) (= Ethnological Publications, Nr. 43). 1959, online veröffentlicht unter: http://specialcollections.nust.na:8080/greenstone3/library/sites/localsite/collect/urbanque/index/assoc/HASH1f06.dir/23bfd9af269406a3f9fb3f1c96c1a28d.pdf (Otjohorongo Native Reserve auf den Seiten 68–97), abgerufen am 21. April 2026.
