Otto Bollweg
deutscher Architekt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben


Ansichtskarte Nr. 639 von Karl F. Wunder, um 1898
Otto Bollweg studierte von 1875 bis 1880 an der Polytechnischen Schule Hannover (ab 1879 Technische Hochschule Hannover) als Schüler von Conrad Wilhelm Hase. Ab 1880 arbeitete Bollweg in Schleswig bei der preußischen Kreisbauinspektion Schleswig und wirkte als Mitarbeiter von Adelbert Hotzen mit bei der Bauleitung verschiedener Staatsbauten im Schleswiger Raum.
1881 wurde Bollweg Mitglied der hannoverschen Bauhütte zum weißen Blatt. Etwa ab 1885 wurde er auch als Architekt in Hannover tätig, wo er ein gemeinsames Architekturbüro mit Ernst Grelle betrieb. Zudem lehrte Bollweg und war stellvertretender Direktor an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Hannover.[1]
Bauten und Entwürfe
Teilweise gemeinsam mit Ernst Grelle entstanden folgende Bauten:[2]
- 1886: Wohn- und Geschäftshaus Pinthus in Hannover, Große Packhofstraße 3 (nicht erhalten)
- 1886: Wohnhaus in Hannover, Raschplatz 10 (nicht erhalten; heute Standort des Parkhauses hinter dem Hauptbahnhof)
- 1888: Wohn- und Geschäftshaus Wrede in Hannover, Am Klagesmarkt 7 (heute Postkamp 18; unter Denkmalschutz)[3]
- 1890: Wohn- und Geschäftshaus S. Frenkel in Hannover, Große Packhofstraße 1 (nicht erhalten)
- 1890: Wohn- und Geschäftshaus in Hannover, Hildesheimer Straße 1 (nicht erhalten, heute Straßenfläche der verbreiterten Einmündung der Hildesheimer Straße)
- 1893: Mietshaus in Hannover, Nordfelder Reihe 31 / Striehlstraße (später Striehlstraße 4, heute Striehlstraße 13; nicht erhalten)
- 1893: Wohn- und Geschäftshaus in Hamm
- 1894–1895: Doppelwohnhaus in Hannover, Aegidiendamm 2 (heute 4) (nach Kriegszerstörung Neubau auf den erhaltenen Grundmauern)
- 1894–1895: Wiederaufbau der evangelisch-lutherischen Kirche Magelsen (erhalten)
- um 1895: Wohn- und Geschäftshaus in Hannover, Marienstraße 22a (später 38, heute 66; nicht erhalten)
- 1895 (Wettbewerb), 1896 (Ausführung): Kirchturm der evangelisch-lutherischen Stadtkirche St. Martin in Nienburg/Weser (erhalten)
- 1900–1901: ehemalige evangelisch-lutherische Kapelle Westerode bei Duderstadt, Westeröder Straße 32 (erhalten)[4][5]
Literatur
- Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlüter, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 519.
Weblinks
- Datensatz zu Otto Bollweg in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902), bearbeitet von Reinhard Glaß
- Bollweg, Otto in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 31. Mai 2017