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Otto Kayser (Maler)

deutscher Maler und Grafiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Kayser (* 30. November 1915 in Teutleben; † 16. Oktober 1998 in Gotha) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk

Kayser besuchte von 1934 bis 1936 die Staatliche Schule für Handwerkskunst in Eisenach und absolvierte danach bis 1938 eine Lehre als Dekorationsmaler. 1938 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und dann zur Wehrmacht eingezogen. Bis 1945 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Zwischenzeitlich war er 1941 an der Thüringer Meisterschule für Handwerk und angewandte Kunst in Weimar. Die Gründe und Umstände für diese Privilegierung sind nicht bekannt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete Kayser ab 1946 in Gotha als freischaffender Künstler.

Er bediente sich vieler künstlerischer Techniken: Holzschnitte, Linolschnitte, Schablonendrucke, Radierungen, Ölmalereien, Aquarelle, Bleistift-, Kreide- und Federzeichnungen. Seine realistischen Arbeiten entsprachen der Kunstkonzeption der DDR, und Kayser erhielt Aufträge für architekturbezogene Werke und Werke im öffentlichen Raum. Ab 1969 war er an den künstlerischen Konzeptionen und der Ausgestaltung von Neubaugebieten und Gesellschaftsbauten beteiligt, u. a. in Apolda, Arnstadt, Eisenach, Erfurt und Gotha. Arbeiten entstanden u. a. für die Frauenklinik Apolda, das Verwaltungsgebäude des Wasserwirtschaftsbetriebs von Erfurt, das Pädagogische Institut Erfurt und das Tiergesundheitsamt Bad Langensalza. „Nur eine der 14 Arbeiten ist noch an ihrem ursprünglichen Ort, wenige abgebaut und restauriert, die meisten zerstört oder verschollen.“[1]

Kayser war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er unternahm Studienreisen u. a. 1959 nach Albanien, Syrien und in den Libanon und 1963 in die Sowjetunion. Nach der deutschen Wiedervereinigung geriet Kayser weitgehend in Vergessenheit.

Hinterbliebene Kaisers übergaben der Stadt Gotha seinen 3500 Arbeiten umfassenden Nachlass.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Kaysers (unvollständig)

Werkbeispiele

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur[2]

Architekturbezogene Werke

  • Rosette (1967; Wandgestaltung, Metall, 1,20 × 1,30 m; technische Ausführung Fa. Laufer KG, Eisenach; Weimar, Foyer des damaligen Interhotels „Elephant“)[3]
  • Geometrische Elemente (1967; Raumteiler, Metall, 4,00 × 2,00 m; technische Ausführung Fa. Laufer KG, Eisenach; Weimar, Bar des damaligen Interhotels „Elephant“)[3]
  • Die Not, Die ungewisse Zukunft und Glückliche Zukunft (1973; Kupfer, drei Reliefs an einer sechs Meter hohe Säule mit einer Folge von vierundzwanzig Reliefs zur Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung; Seebach, Zentraler Platz)[4]
  • Krieg und Frieden (1975; Wandgestaltung, Industrieemail; Erfurt, Außenwand der damaligen Polytechnischen Oberschule Pablo Neruda)[4]

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1961: Gotha, Schlossmuseum („Eine Mittelmeerreise. Libanon – Syrien – Albanien“)[5]
  • postum 2024: Gotha, Kunstforum Hanna Höch („Otto Kayser: Gleich einem Poeten“)[1]

Ausstellungsbeteiligungen

  • seit 1947: Erfurt, mehrere Bezirkskunstausstellungen
  • 1958/59, 1962/63 und 1967/68: Dresden, Vierte bis VI. Deutsche Kunstausstellung
  • 1964: Berlin, Nationalgalerie („Unser Zeitgenosse“)
  • 1966: Gotha („Künstler des Bezirks Erfurt erleben die Sowjetunion“)
  • 1974: Erfurt („Kunst für uns“)

Literatur

Einzelnachweise

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