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Otto Nawrocki

deutscher Leichtathlet der Senioren From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Nawrocki (* 29. April 1923 in Walsleben) ist ein deutscher ehemaliger Rollsport-Trainer und Ex-Leichtathlet der Senioren aus Stendal.

Leben

1937 begann Nawrocki eine Lehre zum Bauschlosser. Von 1942 bis 1945 war er Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg.[1]

Nach dem Krieg startete er eine weitere Ausbildung im Fernmeldewesen, die zur Reichsbahn, wo auch sein Vater arbeitete, nach Stendal führte. Bis 1980 war in der Signal- und Fernmeldemeisterei Stendal tätig. Bis zum Ruhestand agierte er dann als Sportleiter des Reichsbahnamtes Stendal.[2]

Als Trainer der Abteilung Rollsport beim BSG Lok Stendal führte er seine Sportler im Rollschnelllauf zu Erfolgen bei DDR-Meisterschaften und Spartakiaden.[1]

Nawrocki begann im Alter von 80 Jahren begann er mit Seniorensport im Leichtathletikbereich.[3] Bei den Europameisterschaften 2009 in Ancona gewann er im Seniorensport Gold im 60-Meter-Lauf und Silber im Weitsprung.[4][2] Bei den XVI. Winckelmann-Games 2013 in Stendal stellte er im Seniorensport M 90 über 100 und 200 Meter zwei deutsche Rekorde auf.[5][6] Bei den Senioren-Weltmeisterschaften 2013 in Porto Alegre gewann er in der Altersklasse M90 Silber im Sprint über 200 Meter mit deutscher Bestleistung und Silber im Kugelstoßen.[7][8][9] Nawrocki erklärte diese WM, die er im Alter von 90 Jahren absolvierte, zu seinem letzten „großen Sportereignis“.[3] Am 29. April 2023 wurde er 100 Jahre alt.[2][10][11]

Nawrocki war 65 Jahre lang bis zum Tod seiner Ehefrau im Jahr 2010 verheiratet.[3] Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor.[1]

2025 wurde er 102 Jahre alt und lebte in einem Pflegeheim in Stendal.[12]

Auszeichnungen

Am 6. Juli 1998 erhielt er auf der Wartburg in Eisenach aus den Händen des damaligen Arbeits- und Sozialministers Norbert Blüm das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein ehrenamtliches Engagement im Seniorensportbereich.[13]

  • Ehrenmitglied des Stendaler Leichtathletikvereins `92 e.V.[12]

Dokumentarfilm

2014: Unerschöpflich von Marijn Poels über Otto Nawrocki, 63 Minuten[14][15]

Einzelnachweise

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