Otto Neuhaus
Deutscher Architekt
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Werdegang
Neuhaus studierte an der Kölner Baugewerkschule und der TH Darmstadt. 1913 wohnte er in Jena. In den 1920er und frühen 1930er Jahren betrieb er in Köln mit Aloys Böll, einem Onkel des Schriftstellers Heinrich Böll,[1] das Architekturbüro Neuhaus & Böll.[2] Überliefert sind von ihm Bauten, die er im gemeinsam mit Böll betriebenen Architekturbüro entwarf. Diese sind überwiegend im Rheinland und dem Ruhrgebiet anzutreffen. Die meisten überlieferten Gebäude sind Wohngebäude, Krankenhäuser und Sakralbauten im Rheinland bzw. im Ruhrgebiet.[3] Wichtigster Auftraggeber war die Katholische Kirche.[4]
Es gibt jedoch zwei Gebäude im thüringischen Weimar, die eher profanen Zwecken dienten, welche auf dem Entwurf von Neuhaus und Böll zurückgehen. Das sind dort die Schwanseestraße 13, welche die ehemalige Verwaltungsgebäude der Mittelthüringischen Industrie- und Handelskammer und der Wirtschaftskammer Thüringen war, und die Gerhart-Hauptmann-Straße 6, welches das Finanzamt war und heute die dortige AOK ist. Die Angaben über die Weimarer Bauten verdanken wir dem Weimarer Stadtbaurat August Lehrmann.[5][6] Stilistisch sind die von Neuhaus und Böll überlieferten Gebäude dem Stil der Neuen Sachlichkeit bzw. dem Heimatstil zuzurechnen.
Neuhaus starb 1938 im Alter von 57 Jahren in Köln. Er war verheiratet mit Charlotte Louise Franziska Neuhaus geb. Lincke (1891–1939).
Bauten (Auswahl)
Bauten entworfen zusammen mit Böll
Sakralbauten
Profanbauten
- Schwanseestraße 13 (Weimar)
- Gerhart-Hauptmann-Straße 6 (Weimar)
Literatur
Wolfram Hagspiel: Lexikon der Kölner Architekten vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Hrsg.: Ulrich Soenius, Veröffentlichungen des Kölner Geschichtsvereins e.V. Band 52, H-O. Böhlau Verlag, Wien, Köln 2022, ISBN 978-3-412-52446-3, S. 1337.
Weblinks
- Otto Neuhaus. In: archINFORM.