Otto Rietmann

Schweizer Fotograf From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Rietmann (* 6. August 1856 in St. Gallen; † 19. Oktober 1942 ebenda)[1] war ein Schweizer Fotograf.

Leben

Rietmann stammt aus einer alteingesessenen St. Galler Familie.[2] Nach einer Konditorlehre erlernte er das Handwerk der Fotografie in Frankreich und eröffnete 1885 ein Fotoatelier, das bis 1923 Bestand hatte. 1886 gründete er den Schweizerischen Photographen-Verein (heute: Schweizer Berufsfotografen und Filmgestalter). 1905 lernte er Rudolf Steiner kennen und gründete 1906 in St. Gallen den Ekkehard-Zweig, eine anthroposophische Regionalgruppe.[1] Seit 1922 war er Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz sowie im Verwaltungsrat der Weleda.[3]

Werk

Er dokumentierte 1915 den Neubau des Goetheanums.[1] Seine wohl bekanntesten Werke sind die Porträts von Henry Dunant (1895) und dasjenige von Rudolf Steiner (1905).[4]

Sein Foto von Dunant trug Ende des 19. Jahrhunderts massgeblich zur Wiederentdeckung Dunants bei und wird heute beispielsweise vom Nobelpreis-Komitee verwendet.[5] Sein erhaltenes Werk befindet sich heute zu grossen Teilen in der Kantonsbibliothek St. Gallen.[6]

Literatur

  • Armand Weidenmann: Rietmann und Dunant. Ein Bild geht um die Welt. In: Neujahrsblatt. Nr. 159, Historischer Verein des Kantons St. Gallen, St. Gallen 2019, S. 72 f. (Digitalisat in E-Periodica).

Einzelnachweise

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