Otto Schick
deutscher Musikpädagoge, Mandolinist, Arrangeur, Herausgeber und Komponist
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Gustav Otto Schick (* 12. Mai 1850 in Lauchstädt[1]; † 24. Dezember 1928 in Leipzig[2]) war ein deutscher Musikpädagoge, Mandolinist, Arrangeur, Herausgeber und Komponist.
Leben
Gustav Otto Schick wurde als Sohn des Buchbinders und späteren Fotografen Johann Markus Schick und dessen Ehefrau Sidonie Amalie geb. Berger geboren. 1883 heiratete er Luise Alwine Freytag.[3][4]
Schick war in Leipzig als Musiklehrer tätig und prägte das bürgerliche Musikleben seiner Zeit. Am 16. Juli 1877 gehörte er zu den Mitbegründern des Leipziger Guitarre-Clubs und wirkte dort als Dirigent und Lehrer des Gitarrespiels.[5] Auf dem Titelblatt seiner Mandolinenschule wird er als „Direktor der Mandolinen- und Gitarren-Gesellschaft ‚Harmonie‘ zu Leipzig“ bezeichnet.
Werk
Schick veröffentlichte eine große Anzahl von Werken für Mandoline und verwandte Instrumente. Sein Schaffen umfasst Bearbeitungen bekannter Komponisten, Herausgaben sowie eigene Kompositionen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen Lehrbücher für Mandoline, Mailänder Mandoline und Bandurria:
- Mandolinenschule – zum Selbstunterricht geeignet. C.F.Peters, ohne Jahrgang (online)
- Schule für die neapolitanische Mandoline. Friedrich Hofmeister, 7. Auflage, Leipzig 1901. (online)
Darüber hinaus gab er zahlreiche Sammlungen heraus, darunter:
- Mandolinen-Album (mehrbändig)
- Collection de morceaux choisis pour mandoline
- Fantaisies sur des motifs d’opéras favoris
- Lieder zur Laute oder Guitarre (3 Bände, um 1900)
Bedeutung
Otto Schick war ein Vertreter der Mandolinenbewegung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Seine Tätigkeit als Lehrer, Arrangeur und Herausgeber ist durch zeitgenössische Fachveröffentlichungen belegt. Seine Werke erschienen bei bekannten Musikverlagen wie Friedrich Hofmeister und C. F. Peters und richteten sich an ein breites, hauptsächlich bürgerliches Publikum. Bereits zeitgenössische Fachverzeichnisse dokumentieren seine umfangreiche Publikationstätigkeit.[6] In einer späteren fachwissenschaftlichen Betrachtung wird hervorgehoben, dass Schick neben Bearbeitungen auch eigene Stücke zu seinen Ausgaben beitrug.[7]
Literatur
- Eduard Fack: Materialien zu einer Geschichte der Guitarre und ihre Meister. Berlin 1884.
- Hofmeisters musikalisch-literarischer Monatsbericht. Leipzig: Friedrich Hofmeister, verschiedene Jahrgänge (u. a. 1896, 1907, 1910).
- Zeitschrift für die Gitarre. Hrsg. von Josef Zuth. Wien 1925.