Otto von Mering

Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Oswald Hermann Hubert Freiherr von Mering (* 19. Oktober 1888 in Straßburg; † 23. Juni 1963 in Lausanne) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1905 in Halle/S. studierte Otto von Mering, ein Sohn des Mediziners Josef von Mering, Rechts-, Staatswissenschaften und Philosophie an den Universitäten Halle, Jena, Berlin und Zürich. Er promovierte 1909 an der Universität Halle zum Dr. jur. und 1914 bei Johannes Conrad zum Dr. phil. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er einige Zeit in Merseburg an der Preisprüfungsstelle. Im Jahre 1923 erfolgte seine Habilitation an der Handelshochschule Berlin. Bis 1934 lehrte er dort als Privatdozent bzw. ab 1929 als außerordentlicher Professor. Aus gesundheitlichen Gründen hielt er sich ab 1934 längere Zeit in der Schweiz auf und emigrierte dann 1939 in die USA. An der Tufts University hatte er ab 1940 eine Dozentur und ab 1948 eine Professur inne und wurde 1955 emeritiert. Lehraufträge übernahm er 1954 und 1956 an der Universität Freiburg/Br. sowie 1956 an der Universität Zürich.

In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Otto von Mering vor allem mit der Steuertheorie und -politik, dem Außenhandel und der liberalen Finanzpolitik.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Revenuen-Hypothek-Grundschuld und Rentenschuld nach dem geltenden preußischen Recht. Kaemmerer, Halle/S. 1909 (= Dissertation Universität Halle).
  • Die Liquidität der deutschen Kreditbanken. Fischer, Jena 1916 (= Dissertation Universität Halle).
  • Gedanken zur Reichsfinanzreform im Jahre 1921. Fischer, Jena 1921.
  • Erträgnisse deutscher Aktiengesellschaften vor und nach dem Kriege. Springer, Berlin 1923.
  • Die Steuerlast in Deutschland. Kritische Betrachtungen zur Frage der volkswirtschaftlichen Wirkungen des gegenwärtigen deutschen Steuersystems. Fischer, Jena 1926.
  • Die Steuerüberwälzung. Fischer, Jena 1928 (engl. Ausg. erschien 1942 u.d.T.: The Shifting and Incidence of Taxation).
  • Die liberale Finanzpolitik. In: Archiv für Rechts- und Wirtschaftsphilosophie, Bd. 25 (1931), S. 36–72.
  • Ist die Theorie der internationalen Werte widerlegt? In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Bd. 65 (1931), S. 251–268.
  • Theorie des Außenhandels. Inwiefern ist das Freihandelsargument ungültig? Fischer, Jena 1933.
  • Der Geltungsbereich einiger neuerer Schutzzollargumente. In: Archiv für mathematische Wirtschafts- und Sozialforschung, Bd. 1 (1935), S. 144–158.
  • Ökonomische oder metaphysische Außenhandelstheorie? In: Zeitschrift für Nationalökonomie, Bd. 8 (1937), S. 146–167.
  • Some problems of methodology in modern economic theory. In: American Economic Review, Bd. 34 (1944), S. 87–97.
  • Investment in this changing world. Barronʹs Publ. Comp., Boston 1950.
  • Social ideals and economic theory. In: Kyklos, Bd. 4 (1950), S. 172–195.
  • Steuerpolitik und Vollbeschäftigungspolitik. In: Ordo, Bd. 3 (1950), S. 105–134.
  • Linear programming mit besonderer Berücksichtigung der Simplex-Methode. In: Ordo, Bd. 9 (1957), S. 231–247.

Einzelnachweise

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