Oxasulfuron
chemische Verbindung
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Oxasulfuron ist ein Pflanzenschutzwirkstoff und gehört zur Klasse der Sulfonylharnstoff-Herbizide. Es ist ein beiger Feststoff.[3]
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Oxasulfuron | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Oxetan-3-yl-2-[(4,6-dimethylpyrimidin-2-yl)-carbamoylamino]sulfonylbenzoat | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C17H18N4O6S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
beiges Pulver[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 406,41 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,41 g·cm−3[2] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
schwer löslich in Wasser (1,7 g·l−1 bei 20 °C und pH 7,8)[3] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Geschichte
Wirkung
Oxasulfuron ist ein selektives Herbizid. Über die Wurzeln und Knoten wird es aufgenommen und zum meristematischen Gewebe weitertransportiert. Der Wirkstoff dient als ALS-Inhibitor. Dabei wird die Biosynthese der Aminosäuren L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin, also einiger essentieller Aminosäuren, inhibiert. Dadurch wird die Zellteilung gehemmt, sodass es zum Wachstumsstillstand kommt. Letztendlich verblassen die Pflanzen und es bilden sich Nekrosen, weshalb die Unkräuter absterben.[3]
Verwendung
Umweltaspekte
Oxasulfuron ist nicht bienengiftig, aber chronisch gewässergefährdend. Der Abbau erfolgt hydrolytisch und mikrobiell bei einer Halbwertszeit von ca. 14 Tagen.[3]
Nachweis
In Pflanzen und Böden kann eine Rückstandsbestimmung mittels HPLC-Methode durchgeführt werden. Dabei wird ein UV-Detektor benötigt.[3]
Zulassungsstatus
In Deutschland sind bislang keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten. In der EU darf Oxasulfuron benutzt werden.[3][5]