Oxasulfuron

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Oxasulfuron ist ein Pflanzenschutzwirkstoff und gehört zur Klasse der Sulfonylharnstoff-Herbizide. Es ist ein beiger Feststoff.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Oxasulforon
Allgemeines
Name Oxasulfuron
Andere Namen

Oxetan-3-yl-2-[(4,6-dimethylpyrimidin-2-yl)-carbamoylamino]sulfonylbenzoat

Summenformel C17H18N4O6S
Kurzbeschreibung

beiges Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 144651-06-9
EG-Nummer (Listennummer) 604-430-5
ECHA-InfoCard 100.131.014
PubChem 86443
ChemSpider 77958
Wikidata Q22808495
Eigenschaften
Molare Masse 406,41 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,41 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

158 °C[3]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (1,7 g·l−1 bei 20 °C und pH 7,8)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 373410
P: 260273314391501[2]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Oxasulfuron wurde von Novartis Crop Protection (heute Syngenta) entwickelt und 1996 eingeführt.[3]

Wirkung

Oxasulfuron ist ein selektives Herbizid. Über die Wurzeln und Knoten wird es aufgenommen und zum meristematischen Gewebe weitertransportiert. Der Wirkstoff dient als ALS-Inhibitor. Dabei wird die Biosynthese der Aminosäuren L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin, also einiger essentieller Aminosäuren, inhibiert. Dadurch wird die Zellteilung gehemmt, sodass es zum Wachstumsstillstand kommt. Letztendlich verblassen die Pflanzen und es bilden sich Nekrosen, weshalb die Unkräuter absterben.[3]

Verwendung

Es wird hauptsächlich gegen breitblättrige Unkräuter und Gräser in Sojakulturen eingesetzt.[3]

Umweltaspekte

Oxasulfuron ist nicht bienengiftig, aber chronisch gewässergefährdend. Der Abbau erfolgt hydrolytisch und mikrobiell bei einer Halbwertszeit von ca. 14 Tagen.[3]

Nachweis

In Pflanzen und Böden kann eine Rückstandsbestimmung mittels HPLC-Methode durchgeführt werden. Dabei wird ein UV-Detektor benötigt.[3]

Zulassungsstatus

In Deutschland sind bislang keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten. In der EU darf Oxasulfuron benutzt werden.[3][5]

Einzelnachweise

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