Oxazosulfyl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Oxazosulfyl ist ein Insektizid aus der Gruppe der Sulfone, das von Sumitomo Chemical Co., Ltd. entwickelt wurde und 2021 in Japan zur Bekämpfung von Reisschädlingen zugelassen wurde.[2][3][4] Das Molekül trägt zwei unterschiedliche Sulfonylgruppen, die am selben Biaryl angeknüpft sind.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Oxazosulfyl
Allgemeines
Name Oxazosulfyl
Andere Namen

2-[3-(Ethylsulfonyl)pyridin-2-yl]-5-[(trifluormethyl)sulfonyl]benzoxazol

Summenformel C15H11F3N2O5S2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1616678-32-0
EG-Nummer (Listennummer) 881-235-3
ECHA-InfoCard 100.355.735
PubChem 90258515
ChemSpider 62285804
Wikidata Q126606044
Eigenschaften
Molare Masse 420,39 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Es wurde zuerst angenommen, dass Oxazosulfyl als spannungsgesteuerter Natriumkanalblocker wirkt.[2][3] Später wurde erkannt, dass es das vesikulären Acetylcholin-Transporter (VAChT) hemmt, und wurde in IRAC-Gruppe 37 gesetzt.[5] Diese Wirkung resultiert in schneller Lähmung der behandelten Insekten, wobei die Symptome bereits wenige Minuten nach Anwendung auftreten und mehrere Tage anhalten können.[2][3]

Oxazosulfyl wird hauptsächlich im Reisanbau durch Sämlingskastenbehandlung eingesetzt. Es zeigt ein breites Wirkungsspektrum gegen wichtige Reisschädlinge aus den Ordnungen Hemiptera (Wanzen und Zikaden), Lepidoptera (Schmetterlinge) und Coleoptera (Käfer). Zu den kontrollierten Schädlingen gehören die Braune Reiszikade (Nilaparvata lugens), die Weißrückige Reiszikade (Sogatella furcifera), die Kleine Braune Reiszikade (Laodelphax striatellus) und der Reisblattkäfer (Oulema oryzae).[6][3]

Einzelnachweise

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