Oyapock

Grenzfluss zwischen Französisch-Guyana und Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Oyapock oder Oiapoque ist ein Fluss in Südamerika. Er bildet die Grenze zwischen Französisch-Guyana und Brasilien, bis er in den Atlantik mündet.

Schnelle Fakten
Oyapock – Oiapoque
Blick über den Oyapock von Brasilien

Blick über den Oyapock von Brasilien

Daten
Lage Grenzfluss Brasilien/Französisch-Guayana
Flusssystem Oyapock
Quelle im brasilianischen Bundesstaat Amapá
Mündung unterhalb Oiapoque und Saint-Georges in den Atlantik
 17′ 5″ N, 51° 37′ 19″ W

Länge 370 km
Einzugsgebiet 26.820 km²
Abfluss am Pegel Camopi[1]
AEo: 10.500 km²
MNQ 1951–1958
MQ 1951–1958
Mq 1951–1958
MHQ 1951–1958
110 m³/s
577 m³/s
55 l/(s km²)
1228 m³/s
Schließen

Die Grenze wird durch die Polizei und die Fremdenlegion aus Kourou bewacht. Zollämter sind in Saint George de l’Oyapoque und Camopi angesiedelt.

Grenzproblem

Das Gebiet auf der heute brasilianischen Seite des Flusses wurde lange Zeit von Frankreich und der damaligen Kolonialmacht Portugal beansprucht. Als Vermittlerin wurde die Schweiz eingesetzt, welche den Oyapock als Grenzfluss festlegte. Noch heute steht im Zentrum des brasilianischen Grenzdorfes ein Gedenkstein zu diesem Ereignis.

Umweltproblematik

Da in der Region Gold zu finden ist, schürfen dort viele illegale Goldsucher, welche mit Quecksilber arbeiten. Dieses gelangt dann mit dem Abwasser in den Fluss und damit in die freie Umwelt, was nicht nur für die Flora und Fauna, sondern insbesondere für die traditionell im Wald lebende indigene Naturbevölkerung eine ernste gesundheitliche Gefahr darstellt. Die französischen Beamten gehen zwar gegen diese Leute vor, diese arbeiten dann einfach auf der anderen Seite des Flusses weiter und dringen nach einiger Zeit wieder in französisch-guyanesisches Territorium ein, da der Regenwald schlecht zu kontrollieren ist, und, im Fall des Ergreifens der Umweltsünder, das französische Militär kaum rechtliche Handhabe gegen die in mafia-artigen Strukturen arbeitenden Menschen haben. Die Schürfer, welche die eigentliche Arbeit verrichten und großes gesundheitliches wie rechtliches Risiko auf sich nehmen, stehen üblicherweise in einem unterdrückten, sklavenartigen Arbeitsverhältnis zu deren „Donos“ (ptg.) im Hintergrund, die oft nicht vor Gewalt zurückschrecken.

Einige Zahlen

  • Flusslänge: 370 km
  • Einzugsgebiet: 26 820 km²
  • Abfluss: 835 m³/s (Jahresdurchschnitt)

Hydrometrie

Die Abflussmenge des Oyapock wurde an der hydrologischen Station Camopi bei knapp der Hälfte des Einzugsgebietes über die Jahre 1951 bis 1958 gemittelt, gemessen (in m³/s).[1]

Weitere Informationen Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Oyapock am Pegel Camopi in m³/s (1951–1958) ...
Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Oyapock am Pegel Camopi in m³/s (1951–1958)
1.250
1.000
750
500
250
0
577
306
Jan.
590
Feb.
992
März
1.043
Apr.
1.228
Mai
961
Juni
674
Juli
482
Aug.
257
Sep.
151
Okt.
110
Nov.
129
Dez.
Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 577 m³/s
Schließen
Commons: Oyapock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI