Programmed Cell Death Protein 1

Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

Programmed cell death protein 1 oder PD-1-Molekül, kurz PD-1, ist ein Oberflächenprotein aus der Immunglobulin-Superfamilie und beteiligt an der Hemmung der Immunantwort.

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Programmed cell death protein 1
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Programmed cell death protein 1
Andere Namen

PD-1, CD279

Vorhandene Strukturdaten: PDB 2M2D, PDB 3RRQ, PDB 4ZQK

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 288 Aminosäuren, 31.647 Da
Bezeichner
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Orthologe (Mensch)
Entrez 5133
Ensembl ENSG00000188389
UniProt Q15116
Refseq (mRNA) NM_005018.2
Refseq (Protein) NP_005009.2
PubMed-Suche 5133

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Eigenschaften

Extrazellulärer Teil des PD-1

PD-1 ist der Rezeptor für PD-L1[1] mit einer Dissoziationskonstante von 8 µM[2] sowie von PD-L2. Es ist glykosyliert.

Immunmodulation

Eine Bindung von PD-L1 an PD-1 hemmt die Immunantwort durch Einleitung der Genexpression von Interleukin-10 in Monozyten.[3] Weiterhin hemmt es die Phosphorylierung von ZAP70[4] und fördert die Genexpression der Ubiquitinligase CBL-b.[5]

In persistenten Infektionen von LCMV und HIV wird eine verstärkte Genexpression von PD-1 in CD8-positiven T-Zellen (synonym zytotoxische T-Zelle) beobachtet.[6] Die verstärkte Aktivierung von PD-1 durch PD-L1 wird als an der Anergie der zytotoxischen T-Zellen beteiligt vermutet.[6]

Anwendungen

Die Konzentration an PD-L1 wird auch vor einer Verwendung von Antikörpern gegen PD-1 im Rahmen einer Krebsimmuntherapie untersucht,[7] wobei nicht alle anti-PD1-sensitiven Tumoren PD-L1 bilden und teilweise trotzdem auf eine Krebsimmuntherapie gegen PD-1 ansprechen.[8] Die zur Krebsimmuntherapie eingesetzten therapeutischen Antikörper und Immun-Checkpoint-Inhibitoren Nivolumab und Pembrolizumab binden an PD-1 und hemmen die PD-1-Aktivierung durch PD-L1.[9][10] Beim nichtoperablen und bereits Tochtergeschwülste bildenden Melanom sind gegen das PD-1-Molekül gerichtete Antikörper Behandlungsstandard. Bei Melanomen mit niedriger oder fehlender PD-L1-Expression ist eine Kombination von Nivolumab und Ipilimumab besser wirksam als eine anti-PD-1-Monotherapie, aber häufiger mit schweren unerwünschten immunologischen Wirkungen verbunden.[11]

Eine Hemmung von PD-1 wird zur Behandlung von chronischen Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und HIV untersucht.[12][13]

Einzelnachweise

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