Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase

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Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase [GTP] (Abk.: PEPCK) heißt dasjenige Enzym, das die Umwandlung von Oxalacetat mittels GTP zu Phosphoenolpyruvat katalysiert. Dieser Reaktionsschritt ist der geschwindigkeitsbestimmende Teilschritt der Gluconeogenese. PEPCK kommt auch in Bakterien vor, in Wirbeltieren gibt es zwei Isoformen, zytosolisch und mitochondrial. Sie werden im Menschen von den Genen PCK1 und PCK2 codiert und besonders in Leber, Nieren und Adipozyten exprimiert. Im Gegensatz zu PEPCK-M kann die Aktivität der PEPCK-C durch Hormone reguliert werden. Mutationen in PCK1 oder PCK2 können die entsprechende (seltene) PEPCK-Mangelkrankheit verursachen.[1]

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 1 (zytosolisch)
Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 1 (zytosolisch)
Bänder-/Oberflächenmodell der PEPCK-C nach PDB 1KHF. Gebundenes PEP ist als Kalotte hervorgehoben.
Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 1 (zytosolisch)

Vorhandene Strukturdaten: s. UniProt

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 622 Aminosäuren
Kofaktor Mangan
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Phosphorylierende Decarboxylierung
Substrat GTP + Oxalacetat
Produkte GDP + Phosphoenolpyruvat + CO2
Vorkommen
Homologie-Familie PEPCK (GTP)
Übergeordnetes Taxon Lebewesen
Ausnahmen Pflanzen
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 5105 18534
Ensembl ENSMUSG00000027513
UniProt P35558 Q9Z2V4
Refseq (mRNA) NM_002591 NM_011044
Refseq (Protein) NP_002582 NP_035174
Genlocus Chr 20: 57.56 – 57.57 Mb Chr 2: 173.15 – 173.16 Mb
PubMed-Suche 5105 18534

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Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 2 (mitochondrial)
[[Datei:|250x200px|Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 2 (mitochondrial)]]
Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase 2 (mitochondrial)
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 608 Aminosäuren
Kofaktor Mangan
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 5106 74551
Ensembl ENSG00000100889 ENSMUSG00000040618
UniProt Q16822 Q8BH04
Refseq (mRNA) NM_004563 NM_028994
Refseq (Protein) NP_004554 NP_083270
Genlocus Chr 14: 24.09 – 24.1 Mb Chr 14: 55.54 – 55.55 Mb
PubMed-Suche 5106 74551

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Die PEPCK [GTP] ist nicht zu verwechseln mit der ATP-abhängigen PEPCK, die in Pflanzen und Bakterien, aber nicht in Tieren vorkommt.

Aufgrund ihrer zentralen Position in der Gluconeogenese ist die PEPCK ein Kandidat, wenn es um erblichen Diabetes mellitus oder Adipositas geht.[2]

Katalysierte Reaktion

GTP + Oxalacetat    GDP + PEP + CO2

Von GTP wird eine Phosphatgruppe auf Oxalacetat übertragen und Kohlenstoffdioxid abgespalten. Im Aktivzentrum des Enzyms befindet sich ein Arginin-Rest und das Metall Mangan der Oxidationsstufe +II. Der Ketosauerstoff bildet ein Komplex zwischen Arginin und Mn2+ und ermöglicht so die Abspaltung der Carboxygruppe am weiter entfernten Ende unter Ausbildung einer Doppelbindung. Anschließend wird ein Phosphat von GTP auf den Sauerstoff übertragen. Dabei sorgt gleichzeitig Mn2+ und Arginin auch für die Komplexierung von GTP im Enzym.[3]

Regulation

Die Aktivität der PEPCK-C, und damit die Gluconeogenese insgesamt, wird von einer Reihe von Hormonen beeinflusst. Glucagon fördert in der Leber durch die Phosphorylierung eines Transkriptionsfaktors die Transkription der PEPCK, genauso wie all-trans Retinsäure. Weitere regulierende Moleküle sind Leber-Lipide, Insulin (via SREBP-1c) und γ-Interferon.[4][5][6][7][8]

Für die Regulation durch Glucocorticoide siehe das ausführliche Beispiel dort.

Literatur

  • Reynolds CH: Activation and inactivation of phosphoenolpyruvate carboxykinase by ferrous ions. In: Biochem. J. 185. Jahrgang, Nr. 2, Februar 1980, S. 451–4, PMID 7396825, PMC 1161372 (freier Volltext).

Einzelnachweise

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