Pacaraima (Roraima)
Gemeinde im Bundesstaat Roraima, Brasilien
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Pacaraima ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Roraima im Norden des Landes. Sie liegt unmittelbar an der Grenze zu Venezuela und bildet einen der wichtigsten Grenzübergänge zwischen beiden Staaten. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf etwa 23.000 geschätzt.[3]
| Município de Pacaraima Pacaraima | |||
|---|---|---|---|
Grenzübergang bei Pacaraima | |||
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| Koordinaten | 4° 29′ N, 61° 9′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 1995 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Roraima | ||
| ISO 3166-2 | BR-RR | ||
| Região intermediária | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Região imediata | Pacaraima (seit 2017) | ||
| Höhe | 920 m | ||
| Klima | tropisches Hochlandklima | ||
| Fläche | 8.019,1 km² | ||
| Einwohner | 23.112 (2025[2]) | ||
| Dichte | 2,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
| Website | www.pacaraima.rr.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 447.420 Tsd. R$ 23.176 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,650 (2010) | ||
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| Grenzstadt zu Venezuela | |||
Geografie und Klima
Pacaraima liegt im Norden Roraimas in einer Hochlandregion nahe der venezolanischen Grenze. Die Umgebung ist Teil des Guayana-Schildes und weist eine Mischung aus Savannenlandschaften (lavrado), Hochplateaus, (Serra de Pacaraima) und bewaldeten Gebieten auf. Die Höhenlage unterscheidet die Region deutlich von den tiefer gelegenen Regenwaldgebieten im Süden des Bundesstaates. Die Gemeinde grenzt unmittelbar an den venezolanischen Bundesstaat Bolívar, wobei die benachbarte Stadt Santa Elena de Uairén ein eng verbundenes Gegenstück auf venezolanischer Seite darstellt. Die Lage an der internationalen Grenze prägt sowohl die Siedlungsstruktur als auch die wirtschaftliche und soziale Dynamik.
Das Klima ist aufgrund der Höhenlage etwas gemäßigter als in anderen Teilen Roraimas, bleibt jedoch tropisch. Die Temperaturen liegen meist zwischen 20 und 30 °C, begleitet von einer ausgeprägten Regenzeit. Die Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf die Monate zwischen Mai und September.
Geschichte
Die Region des heutigen Pacaraima war lange Zeit dünn besiedelt. Erst mit dem Ausbau von Verkehrsverbindungen und der zunehmenden Integration der Grenzregion in staatliche Strukturen im 20. Jahrhundert entwickelte sich eine dauerhafte Siedlung. Die Geschichte der Gemeinde Pacaraima ist mit der Festlegung der Grenze zu Venezuela durch die brasilianische Armee verbunden, die ihren Ursprung in der als BV-8 bekannten Markierung hat, dem Tor nach Brasilien von Venezuela aus. Erwähnenswert ist auch die Stationierung einer speziellen Grenzstaffel in der Region.
1995 wurde Pacaraima offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.[4] In den 2010er Jahren gewann die Pacaraima im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Krise in Venezuela an internationaler Aufmerksamkeit, da sie zu einem wichtigen Eingangspunkt für Migration nach Brasilien wurde. 2018 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und venezolanischen Migranten, deren Zelte in Brand gesetzt wurden.[5]
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 23.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerungsstruktur ist durch die Grenzlage geprägt und weist einen erhöhten Anteil an temporären Bewohnern und Migranten auf. Die Hälfte der Einwohner lebt in städtischen Siedlungen rund um den Hauptort und der Rest in Dörfern. Knapp 60 Prozent der Einwohner gehören der Indigenen Bevölkerung Brasiliens an (2022).[6]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 5.035 |
| 2000 | 6.990 |
| 2010 | 10.433 |
| 2022 | 19.305 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Pacaraima ist stark durch ihre Funktion als Grenzstadt geprägt. Handel, Transportdienstleistungen und grenzüberschreitende Aktivitäten bilden die wichtigsten wirtschaftlichen Säulen. Seit den 2010er Jahren haben sich durch die schlechte Wirtschaftslage in Venezuela zahlreiche Migranten aus diesem Land in Roraima niedergelassen.
Sehenswürdigkeiten
Hier, auf dem Gebiet der Ureinwohner von San Marcos, befindet sich ein bedeutendes indigenes Artefakt. Pedra Pintada ist ein großer Felsen, der mit alten indigenen Felszeichnungen und anderen Motiven einer frühen Kultur bedeckt ist. Ein Besuch dieser Stätte ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Fundação Nacional do Índio möglich.
- Pedra Pintada
Religion
Pacaraima gehört zum römisch-katholischen Bistum Roraima.

