Paddy Pimblett

englischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer From Wikipedia, the free encyclopedia

Paddy Pimblett (* 3. Januar 1995 in Liverpool als Patrick Mark Pimblett) ist ein englischer MMA-Athlet, der seit 2021 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag steht und dort bislang acht Kämpfe bestritt, von denen er sieben gewann. Als auf Rang 5 geführter Herausforderer im Leichtgewicht war er am 26. Januar 2026 beim Kampf um die UFC-Interims-Weltmeisterschaft nach Punkten gegen Justin Gaethje unterlegen.

KampfnameThe Baddy
Größe1,78 m
GewichtLeichtgewicht
NationalitätEngland England
Schnelle Fakten Patrick Mark Pimblett, Daten ...
Patrick Mark Pimblett
Paddy Pimblett während einer Podcastaufnahme
Paddy Pimblett während einer Podcastaufnahme
Daten
Kampfname The Baddy
Größe 1,78 m
Gewicht Leichtgewicht
Nationalität England England
Geburtsdatum 3. Januar 1995
Geburtsort Liverpool
Team Next Generation MMA Liverpool
Website thebaddy.com
MMA-Statistik
Siege 23
K. o. 7
Aufgabe 10
Punkte 6
Niederlagen 4
Aufgabe 1
Punkte 3
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Vor seinen Eintritt in die UFC war er Federgewichts-Champion der britischen Organisationen Full Contact Contender und Cage Warriors.

Kampfsportkarriere

Pimblett begann laut eigener Aussage 2010 im Alter von 16 Jahren mit Brazilian Jiu-Jitsu (BJ-J)[1] und trägt gegenwärtig den 2. Dan als Schwarzgurt (Stand: Januar 2026).[2] Er trainierte seine gesamte Karriere über im Next Generation MMA von Liverpool unter Cheftrainer Paul Rimmer[3] und startete seine MMA-Karriere 2011 im Alter von 16 Jahren, wo er laut eigener Aussage eine Amateurbilanz von 9-0 erreichte und am 3. Dezember 2011 den Meistertitel der britischen Promotion Amateur Fighting Championships (AFC) im Bantamgewicht gewann, den er dreimal verteidigen konnte.[4]

Im Oktober 2012 bestritt er sein Profidebüt und gewann drei Kämpfe in Folge jeweils in der ersten Runde, ehe er bei der britischen Organisation Cage Warriors verpflichtet wurde. Von Juli 2013 bis März 2021 erreichte er dort eine Bilanz von 11-3, wobei er am 10. September 2016 durch einen TKO-Sieg in der ersten Runde gegen den Franzosen Johnny Frachey den vakanten Titel im Federgewicht gewinnen konnte.[5][6] Nach einer Titelverteidigung gegen den US-Amerikaner und späteren UFC-Kämpfer Julian Erosa, wobei Pimblett am 12. November 2016 umstritten nach Punkten gewonnen hatte,[7] verlor er den Gürtel in seinem nächsten Kampf am 1. April 2017 durch eine Punktniederlage an seinen Landsmann und ebenfalls späteren UFC-Kämpfer Nad Narimani.[8] Anschließend wechselte Pimblett in das Leichtgewicht und kämpfte am 1. September 2018 um den vakanten Titel der Gewichtsklasse, verlor dabei jedoch nach Punkten gegen den Dänen Søren Bak.[9] 2015 bestritt Pimblett zudem zwei Kämpfe bei der britischen Promotion Full Contact Contender (FCC) und gewann dabei am 28. März durch Submission gegen den Franzosen Kevin Petshi den vakanten Meistertitel im Federgewicht,[10] den er am 20. Juni durch Submission gegen den Spanier Miguel Haro verteidigen konnte.[11]

Ultimate Fighting Championship (UFC)

Im März 2021 wurde seine Verpflichtung bei der UFC bekanntgegeben.[12][13] Er gewann sein Debüt in der bekanntesten Organisation des MMA-Sports am 4. September 2021 bei UFC Fight Night 191 in Las Vegas durch K.o. in der ersten Runde gegen den Brasilianer Luigi Vendramini (Kampfbilanz: 9-2)[14] und siegte auch in seinem zweiten Kampf am 19. März 2022 bei UFC Fight Night 204 in London per Submission in Runde 1 gegen den Mexikaner Rodrigo Vargas (12-4).[15] Im selben Jahr gewann er noch am 23. Juli bei UFC Fight Night 208 in London durch Submission in der zweiten Runde gegen den US-Amerikaner Jordan Leavitt (10-1)[16] und am 10. Dezember bei UFC 282 in Las Vegas durch einstimmige Punktentscheidung gegen den US-Amerikaner Jared Gordon (19-5).[17] Der Kampfausgang gegen Gordon war jedoch äußerst umstritten und wurde vom Webportal MMA Junkies zum „Robbery of the Year“ gewählt;[18] so hatten 23 der 24 Medienvertreter, die ihre Wertungen bei MMA Decisions einreichten, Gordon als Sieger auf ihren Punktzetteln.[19]

Aufgrund einer Knöcheloperation bestritt er seinen nächsten Kampf erst am 16. Dezember 2023 bei UFC 296 in Las Vegas, wobei er einstimmig nach Punkten gegen Tony Ferguson (25-9) gewann. Ferguson, ein ehemaliger UFC-Interimschampion, hatte seine letzten sechs Kämpfe in Folge verloren.[20] Am 27. Juli 2024 gewann Pimblett bei UFC 304 in Manchester durch Submission in Runde 1 gegen den US-Veteranen und auf Rang 15 im Leichtgewicht geführten Bobby Green (32-15).[21] Gegen einen weiteren US-Veteranen kämpfte er am 12. April 2025 bei UFC 314 in Miami mit dem auf Rang 7 gesetzten Michael Chandler (23-9), der vier seiner letzten fünf Kämpfe verloren hatte. Pimblett gewann das Duell durch TKO in der dritten Runde.[22]

Am 24. Januar 2026 konnte er bei UFC 324 in Las Vegas um den UFC-Interimstitel im Leichtgewicht kämpfen, verlor jedoch als auf Rang 5 geführter Herausforderer einstimmig nach Punkten gegen den auf Rang 4 gesetzten US-Amerikaner Justin Gaethje (27-4).[23]

Privates

Pimblett ist eng mit der ebenfalls aus Liverpool stammenden MMA-Sportlerin Molly McCann befreundet.[24]

Politisch ordnet er sich dem sozialistischen Lager zu und bezeichnet sich als klaren Gegner der konservativen Tories.[24] Er befürwortet den seit 1989 in der Region um Liverpool anhaltenden Boykott der britischen Boulevardzeitung The Sun aufgrund der Hillsborough-Katastrophe.[25]

Der eigenwillige Langhaarschnitt wurde Pimblett längst zum Markenzeichen. Seine Frisur sowie die im Gegensatz zu vielen seiner Mitstreiter nicht tätowierte Haut erlaubt Jugendlichen einen grundsätzlich anderen Zugang zu ihm. Es sei leichter für sie, sich mit ihm in seiner jetzigen Rolle zu identifizieren, als wenn er ein „riesiger, harter Typ mit vielen Tattoos“ wäre, so Pimblett. Er ist Unterstützer des Liverpool FC, dem Fußballclub seiner Heimatstadt, und verlautete den Wunsch, in dessen Stadium in Anfield zu kämpfen.[24]

Pimblett tendiert zu recht massiven Gewichtsschwankungen in der Zeit zwischen den Kämpfen, was er häufig mit seiner Vorliebe für deftiges Essen begründet. Während die UFC für Leichtgewichte einen Intervall von 66 kg bis 70 kg vorschreibt, bringt „The Baddie“ nach eigener Aussage nicht selten rund 91 kg auf die Waage. Dana White, der Präsident der UFC, kritisierte dieses Verhalten als selbstzerstörerisch. Da man Pimblett nicht der zusätzlichen Belastung von großem Gewichtsverlust in kurzer Zeit aussetzen könne, würden in weiterer Folge auch die Planung und Bewerbung von Events mit Paddie massiv erschwert werden.[26]

Titel und Auszeichnungen

  • World MMA Awards
    • 2022: Breakthrough Fighter of the Year[27]
  • Ultimate Fighting Championship
    • Fight of the Night (einmal) für den Kampf gegen Justin Gaethje
    • Performance of the Night (fünfmal) für die Kämpfe gegen Luigi Vendramini, Rodrigo Vargas, Jordan Leavitt, Bobby Green und Michael Chandler
  • Cage Warriors Fighting Championship
    • CWFC Featherweight Championship (einmal, ehemals)
      • eine erfolgreiche Titelverteidigung
  • Full Contact Contender
    • FCC Featherweight Championship (einmal, ehemals)
      • eine erfolgreiche Titelverteidigung

Einzelnachweise

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