Palterndorf
Ortschaft im Bezirk Gänserndorf
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Palterndorf (früher auch Balterndorf) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Palterndorf-Dobermannsdorf im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 586 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Palterndorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Palterndorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gänserndorf (GF), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Gänserndorf | |
| Pol. Gemeinde | Palterndorf-Dobermannsdorf | |
| Koordinaten | 48° 35′ 20″ N, 16° 49′ 8″ O | |
| Höhe | 170 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 586 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | Ungültiger Metadaten-Schlüssel 6119
(31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03550 | |
| Katastralgemeindenummer | 6119 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Lage
Das Breitstraßendorf Palterndorf befindet sich im nordöstlichen Weinviertel.
Geschichte
Urkundlich wurde der Ort 1301 genannt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 99 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Rabensburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Rabensburg und Poisbrunn sowie den Pfarren Zistersdorf, Barnabitencollegium und Prinzendorf.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Palterndorf ein Bäcker, zwei Binder, ein Elektrotechniker, ein Fleischer, eine Friseurin, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Müller, ein Rauchfangkehrer, ein Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, drei Schneider, zwei Schuster, ein Spengler, drei Tischler, ein Uhrmacher, ein Wagner, ein Weinsensal und mehrere Landwirte ansässig.[4]
Zum 1. Jänner 1972 wurde mit der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung die Gemeinde Palterndorf mit der Gemeinde Dobermannsdorf zusammengelegt.[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten

- Katholische Pfarrkirche Palterndorf Mariä Himmelfahrt
- Pfarrhaus
- Ehemalige Schule als Zwerchhof
- Spätgotischer Tabernakelbildstock aus dem Ende des 15. Jahrhunderts am südlichen Ortsausgang
- Barocke Figur Johann Nepomuk 1746 am nördlichen Ortsausgang
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 54 (Ausgabe 1770; Palterndorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 61 (Palterndorf – Internet Archive).
- Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Palterndorf, Gemeinde Palterndorf-Dobermannsdorf, Breitstraßendorf, Kellergassen, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit Grundrissdarstellung, Pfarrhof, Wehrturm in der Ortsmitte im Hof des Gemeindegasthauses, Kleindenkmäler, Weinwurmmühle. S. 855–856.
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 101.
Weblinks
- Palterndorf in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
