Paradise (2026)
Kanadisches Filmdrama von Jérémy Comte (2026)
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Paradise ist ein kanadisch-französisch-ghanaisches Filmdrama von Jérémy Comte aus dem Jahr 2026.
| Film | |
| Titel | Paradise |
|---|---|
| Produktionsland | Kanada, Frankreich, Ghana |
| Originalsprache | Englisch, Französisch, Twi |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 90 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Entract Studios
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| Stab | |
| Regie | Jérémy Comte |
| Drehbuch | Jérémy Comte
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| Produktion | Tim Ringuette
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| Musik | Valentin Hadjadj |
| Kamera | Olivier Gossot |
| Schnitt | Jérémy Comte |
| Besetzung | |
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Handlung
Kojo lebt mit seinem Vater in Ghana, der als Fischer seinen Lebensunterhalt verdient. Schon als Kind bewundert er den Anführer einer Straßengang, der mit Geld um sich wirft. Mit Freunden baut er einen Internetdienst auf und dient sich dem Gangboss an. Zeitgleich lebt Tony als freigeistiger Teenager in Kanada. Zufällig erfährt er von seiner Mutter Chantal, dass sie eine Fernbeziehung zu einem Kapitän führt. Eines Tages hat jener einen Unfall und bittet Chantal um eine große Geldsumme.
In Ghana kehrt Kojo von einer Drogenparty mit Freunden zurück und erfährt, dass sein Vater bei einem Sturm aufs Meer gefahren und nicht mehr zurückgekommen ist. Daraufhin hat er einen Flashback an eine Geschichte seines Vaters, der vor Jahren einen Kapitän von einem brennenden Schiff gerettet hat. Jahre später gibt er sich als dieser Kapitän aus, um Chantal um das Geld zu betrügen. Mit seinen Freunden verdient er durch Romance Scams Geld für den Gangboss seiner Kindheit.
Tony erkennt, dass seine Mutter auf einen Scam hereingefallen ist, und will etwas dagegen unternehmen. Derweil ist Kojo schwermütig, da er immer wieder an Chantal denken muss, in die er sich verliebt hat. Er schickt sogar einen Blumenstrauß, den Tony wutentbrannt wegwirft. Schließlich entscheidet Tony auf eigene Faust, nach Ghana zu fahren und sich mit dem Scammer zu treffen. Dort gelingt es ihm sogar, die Polizei auf seine Seite zu ziehen, deren Ermittlungen allerdings ins Leere laufen.
Auf dem Weg zum Flughafen wird Tony von Gangmitgliedern entführt und von Kojo mit den Tatsachen konfrontiert. Nach einem kurzen Handgemenge flieht Tony und wird bei einem Motorradunfall schwer verletzt. In einem Untergrundkrankenhaus ruft er seine Mutter an, driftet aber in die Bewusstlosigkeit ab. Zuletzt hat Kojo einen Flashback an den Kapitän, den sein Vater gefunden hatte. Sein Vater sagte schließlich, der Kapitän solle sich das Paradies vorstellen.
Produktion
Nach seinem Oscar-nominierten Kurzfilm Fauve erscheint mit Paradise das Langfilmdebüt von Comte, der zugleich Regie, Produktion und Schnitt des Films übernahm. In einem Interview sagte er, dass er bereits seit zehn Jahren an dem Film arbeitete und mehrfach zwischen Kanada und Ghana hin und her reiste.[1] Außerdem wolle er mit dem Film das Aufwachsen der Protagonisten in ähnlichen Verhältnissen zeigen. Das in Zeitlupen gezeigte Feuer steht für ihn für den brennenden Schmerz, den die Charaktere in sich tragen.[2]
Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale 2026 in der Sektion Panorama Premiere.[3][4]
Den kanadischen Filmvertrieb übernahm Elevation Pictures[5][6] und Tandem Films den internationalen Vertrieb.[7]
Rezeption
Nicola Scholz für Kinomeister: „Comto [sic] will mit seinem Debütfilm zu viel auf einmal: Er möchte die Frage nach Identität ergründen, eine spannende Geschichte über betrügerische Machenschaften erzählen und die gemeinsame Verbindung zwischen zwei Fremden thematisieren, nämlich den Verlust ihrer Väter. Mit all diesen Handlungssträngen greift er zu viel auf, unterbricht die Geschichte an den falschen Stellen und versucht verzweifelt, dem Plot noch mehr Spannung zu verpassen.“[8]
Elias Schäfer für filmrezensionen: „Jérémy Comtes Langfilmdebut ist streng gesehen fernab von kompletter Ausgereiftheit, brilliert aber mit einer Melange aus vielen sympathischen Komponenten: Look, Charakteraufbau und -entwicklung, Relatability zu den Figuren und ein frisches, kaum filmisch behandeltes Thema. Glücklicherweise überschreitet „Paradise“ nie den Schritt zu Stereotypisierung oder gar Rassismen, möchte gar kein moralisches Bild einer richtigen und einer falschen Seite zeigen, sondern legt Motivationen und Hintergründe verständlich dar, so dass es weder Sieger noch Verlierer in diesem interkontinentalen Konflikt gibt.“[9]
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2026: Berlinale-Nominierung für den Publikumspreis der Sektion Panorama