Pareiasaurus
Gattung der Familie Pareiasauridae
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Pareiasaurus (altgriechisch: pareia – „Wange“ + sauros – „Echse“)[1] ist eine ausgestorbene Gattung großer, pflanzenfressender Parareptilien aus dem Oberperm des heutigen Südafrika. Sie war ein typischer Vertreter ihrer Familie, der Pareiasauriden, die ihren Namen von dieser Gattung ableitet.
| Pareiasaurus | ||||||
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Lebensbild eines Pareiasaurus serridens (2009) | ||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||
| Oberperm | ||||||
| 260 bis 251 Mio. Jahre | ||||||
| Fundorte | ||||||
| Systematik | ||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Pareiasaurus | ||||||
| Owen, 1876 | ||||||
Fossilien wurden in der Beaufort-Gruppe gefunden.[2]
Merkmale

Pareiasaurus war ein großes vierbeiniges Tier, etwa 2,5 Meter lang, mit elefantenartigen Beinen, das sich in einer für Reptilien typischen Haltung fortbewegte. Der Schädel war breit, die Schnauze kurz. Er besaß mehrere stachel- und warzenartige Auswüchse am Schädel. Die blattförmigen Zähne von Pareiasaurus, die ideal zum Abbeißen zäher Pflanzenfasern geeignet waren, zeigen, dass er ein Pflanzenfresser war. Sogar der Gaumen war mit Zähnen besetzt.[3]
Arten

P. nasicornis (Haughton und Boonstra, 1929) stammt aus der Tropidostoma-Zone des Karoo-Hauptbeckens in Südafrika. Diese frühe Form gehört zu den ersten Vertretern der Gattung. Ursprünglich wurde sie der Gattung Pareiasuchus zugeordnet. Die Schnauze ist stark gepanzert und trägt einen hornartigen Knochenhöcker. Die Zähne besitzen 11 (möglicherweise 13 oder 15) Höcker. Es handelt sich um ein großes Tier; der Schädel ist etwa 50 cm lang. Diese Art könnte der Vorfahr von Pareiasaurus peringueyi gewesen sein.
P. peringueyi (Haughton und Boonstra, 1929) stammt aus der Cistecephalus-Zone des Karoo-Hauptbeckens in Südafrika. Sie ist durch ein nahezu vollständiges Skelett aus dem Sak River (Südafrika) belegt. Es handelt sich um ein mittelgroßes Tier mit einer Schädellänge von 36 cm. Charakteristisch ist vor allem die große Quadratojugale-Region, die stark nach außen und vorne geneigt ist, sodass ihr unterer Rand mit dem Maxillarrand einen Winkel von etwa 120° bildet; diese Wangenregion trägt große knöcherne Höcker. Im Oberkiefer befinden sich mindestens 13 Zahnpaare, jeweils mit 13 oder möglicherweise 15 Höckern.

P. serridens (Owen, 1876) stammt aus der Dicynodon-Zone des Karoo-Hauptbeckens in Südafrika. Diese Art war die Typusart von Pareiasuchus und stellt als späte Form zugleich den Höhepunkt dieser Entwicklungslinie dar. Die Panzerung ist gut ausgebildet. Es gibt 14 Zahnpaare, jeweils mit 9 bis 11 Höckern. Der kurze, tiefe Schädel ist etwa 40 cm lang. Auffällig ist die stark ausgeprägte Quadratojugale-Region (Wangenknochen).