Parinoush Saniee
iranische Psychologin, Soziologin und Autorin
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Parinoush Saniee (persisch پرینوش صنیعی; geb. 1949 in Teheran) ist eine iranische Psychologin, Soziologin und Autorin. Ihr Roman Was mir zusteht[1] wurde in 26 Sprachen übersetzt. Die italienische Ausgabe des Romans hat 2010 den Premio Boccaccio gewonnen.[2]
Leben

Parinoush Saniee wurde in eine sog. persische Gelehrtenfamilie hineingeboren. Ihr Vater war Beamter und unterrichtete an der Universität. Sie studierte Psychologie und Soziologie, unter anderem in den USA. Nach dem Sturz des Schah-Regimes arbeitete sie im Erziehungsministerium, musste aber schon bald ihre Ämter niederlegen. Als Soziologin arbeitete sie mehr als 20 Jahre für iranische Regierungsorganisationen an verschiedenen Rechercheprojekten. Parinoush Saniee schrieb mehrere Romane. Sowohl in ihren wissenschaftlichen Projekten als auch in ihren Romanen befasste sie sich vor allem mit den Lebensumständen und der Emanzipation iranischer Frauen. Ihr Roman Was mir zusteht wurde nach seiner Veröffentlichung im Iran im Jahr 2003 ein Bestseller.[3] Die iranische Regierung versuchte Neuauflagen des Romans immer wieder zu verhindern.[4] Mit den Romanen hatte sie aber, so sagte sie in einem Interview, den meisten Einfluss und bekam viele Zuschriften von ihren Lesern und Leserinnen. Ihre Bücher wurden teilweise im Iran verboten.[5] Parinoush Saniee lebt mittlerweile in Nordamerika.
Werke
- 2003 Sahm-e man ("My Share", 2003)
- Italienische Übersetzung von N. G. Monsef and Sepideh Rouhi, Quello che mi spetta (2010)
- Englische Übersetzung von Sara Khalili, The Book of Fate (2013)
- Deutsche Übersetzung von Bettina Friedrich, Was mir zusteht (2013)
- Japanische Übersetzung von Syoichi Nasu, Shiawase no Zanzou (2013)
- Norwegische Übersetzung von Nina Zandjani, Det som ventet meg (2013)
- Koreanische Übersetzung von Heo Jieun, Naui Mok (2013)
- Spanische Übersetzung von Gemma Rovira Ortega, El libro de mi destino (2014)
- Bulgarische Übersetzung von Lyudmila Yaneva, Моята орис (2014)
- Finnische Übersetzung von Anna Lönnroth, Kohtalon kirja (2014)
- Französische Übersetzung von Odile Demange, Le Voile de Téhéran (2015)
- Aserbaidschanische Übersetzung von Masuma Shukurzadeh, Mənim Payım (2016)
- Schwedische Übersetzung von Namdar Nasser, Det som väntar mig (2020)
- 2004 Pedar-e aan digari ("Father of the Other One")
- Norwegisch: Den stumme gutten (2014)
- Bulgarisch: Бащата на другия (2015)
- Rumänisch: "Tatal celuilalt copil", ed Polirom 2013
- Englisch: I hid my voice (House of Anansi, 2016)
- Französisch: La Voix cachée (Robert Laffont, 2017)
- Spanisch: Una voz escondida (Publicaciones y Ediciones Salamandra)
- Italienisch: Ho nascosto la mia voce (Garzanti, 2004)
- Niederländisch: Verborgen stem (Ambo Anthos Uitgevers, 2016)
- Portugiesisch: Escondi a Minha Voz (Bertrand Editora, 2016)
- 2013 Range-e Hambastegee
- 2014 Anhaa ke Raftand va Anha ke Mandand
- Bulgarische Übersetzung von Lyudmila Yaneva, Тези, които останаха и онези, които заминаха (2025)
- Französische Übersetzung von Odile Demange A ceux qui sont partis, à ceux qui sont restés (2021)[6]