Passage de Vénus

From Wikipedia, the free encyclopedia

Passage de Vénus ist eine Serie von Fotografien des Venustransits vor der Sonne am 9. Dezember 1874.[1] Sie wurden wahrscheinlich in Japan vom französischen Astronomen Jules Janssen und dem brasilianischen Ingenieur Francisco Antônio de Almeida mit Janssens Fotografischem Revolver aufgenommen.[2][3][4]

TitelPassage de Vénus
ProduktionslandFrankreich
Erscheinungsjahr1874
Länge0,1 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Passage de Vénus
Produktionsland Frankreich
Erscheinungsjahr 1874
Länge 0,1 Minuten
Stab
Regie Pierre Janssen
Produktion Pierre Janssen
Kamera Francisco Antônio de Almeida
Schnitt Ray Lovejoy
Schließen
Passage de Vénus (1874)
Das Filmteam von Jules Janssen vor dem Fotografischem Revolver (1874)

Passage de Vénus ist sowohl in der IMDb als auch auf Letterboxd der älteste gelistete Film.[1][5]

Untersuchung 2005

2005 fand eine Studie der erhaltenen Fotoplatten statt. Diese ergab, dass alle existierenden Platten mit dem fotografischen Revolver erstellt wurden. Allerdings sind diese Platten Übungsplatten, welche Aufnahmen eines Modells zeigen und nicht den Originaltransit. Der Verbleib der Originalplatten ist nicht bekannt.[6]

Venustransit 1874

Am 9. Dezember 1874 (01:49 bis 06:26 UTC) fand der erste Venustransit des 19. Jahrhunderts statt. Der zweite Transit fand acht Jahre später, im Jahr 1882, statt. 1761 und 1769 waren die vorhergehenden Transits und das nächste Paar würde erst 2004 und 2012 zu sehen sein. Der Transit von 1874 bot die Gelegenheit zu verbesserten Messungen und Beobachtungen. Zahlreiche Expeditionen wurden geplant und ausgesandt, um den Transit von verschiedenen Orten der Welt aus zu beobachten. Mehrere Länder richteten offizielle Komitees ein, um die Planung zu organisieren.[7]

Fotografischer Revolver

Der französische Erfinder Janssen hatte die Idee für einen „Revolver-Fotografen“. Dabei handelte es sich um eine große Kamera, die auf dem Malteserkreuzgetriebe basierte. Der Revolver nahm in 72 Sekunden 48 Fotografie in festgelegten Intervallen auf versilberte Kupferplatten von 0,65 bis 0,75 mm Stärke auf, nach der sogenannten Daguerreotypie.[8][9]

Literatur

  • Luke McKernan, Stephen Herbert: Who’s Who of Victorian Cinema. British Film Institute, 1996, ISBN 0-851-70539-1. (englisch)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI