Passierschlag

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Ein Passierschlag, auch Passierball, ist ein kraftvoller Schlag im Tennis, der seitlich außerhalb der Reichweite des Gegners vorbei gespielt wird. Er wird eingesetzt, wenn der Gegner einen Netzangriff eingeleitet hat. Die Alternative zum Passierschlag ist ein Lob über den Kopf des Gegners. Ziel des Passierschlags im Tennis ist es, den Gegner am Netz am Volley zu hindern und den Punkt zu erzielen.[1]

Passierschlag (C) cross, (L) longline

Strategie

Spielt der Gegner eine Serve-und-Volley-Strategie hat er am Netz eine kürzere Reaktionszeit, als an der Grundlinie. Mit einem schnellen Return kann der Ball entweder kurz cross oder longline an ihm vorbei gespielt werden. Gleiches gilt für einen Netzangriff des Gegners. Am Netz achtet der Gegner oft auf die Blickrichtung des anderen Spielers, um dessen Schlagrichtung vorherzusehen. Der Gegner kann getäuscht werden, indem man in eine andere Richtung blickt, als man den Ball zu schlagen beabsichtigt. Dies erschwert die Ausführung, da man den Ball schlagen muss, ohne in die gewünschte Richtung zu schauen.

Passierschläge sind meist effektiv, wenn sie aus den Ecken des Spielfelds cross oder longline gespielt werden. Aus der Mitte des Spielfelds sind longline geschlagene Bälle als Passierschläge nicht möglich und kurz cross geschlagene Bälle schwieriger, der Ball muss mit viel Spin geschlagen werden, um nicht ins „Aus“ zu fliegen. In diesem Fall wird eher ein Lob als Abwehrstrategie gewählt. Wurde der Spieler weit nach außen gezwungen, sind auch Passierschläge möglich, die am Netzpfosten vorbei ins gegnerische Feld gespielt werden.

Schafft es der Netzspieler, den Ball noch zu erreichen, aber nicht mehr regelkonform über das Netz zu spielen, dann gilt dies nicht als Passierschlag, weil zwar ein Punkt gewonnen wurde, aber der Netzspieler nicht wirklich passiert wurde.

Einzelnachweise

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