Patrona Schwaiger
deutsche Ordensfrau, Lehrerin und Leiterin einer Krankenstation
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Patrona Schwaiger (* 24. Juni 1910 in Moos; † 30. August 1998 in Dorfen) war eine deutsche Ordensfrau des Ordens der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, Lehrerin und Leiterin einer Krankenstation.
Leben
Patrona Schwaiger wurde am 24. Juni 1910 in Moos geboren.[1] Über ihr Leben vor dem Klostereintritt ist nicht viel bekannt. Sie ließ sich zur Lehrerin ausbilden und ab 1930 arbeitete sie in diesem Beruf. 1938 musste sie jedoch die Unterrichtstätigkeit einstellen, denn allen Lehrerinnen, die zum Kloster gehörten, wurde es durch die Nationalsozialisten verboten, weiter zu unterrichten. Man fürchtete, die Schwestern könnten den Kindern zu viel christliches Gedankengut vermitteln.[2]
Ab 1940 leitete Schwaiger mit unermüdlichem Einsatz die Krankenstation des Klosters. Sie half heimlich und unter Lebensgefahr Kriegsgefangenen, ließ sie sogar unerlaubt ins Krankenhaus transportieren. Auch jedem anderen, der in Not war, stand sie ohne Ansehen der Person bei. Menschen, die bettlägerig waren, besuchte sie täglich, bei Wind und Wetter, mit dem Fahrrad und verarztete sie.[1]
Als im Februar 1945 die Klosterschule als Hilfskrankenhaus für Geflüchtete eingerichtet wurde, die aus Schlesien und Brandenburg nach Bayern kamen, standen die Schwestern vor großen Herausforderungen. Viele der Flüchtenden waren bereits älter und die älteren Patienten waren vom Krieg und der Flucht so ausgezehrt, dass viele sehr schwach waren und starben.[2]
Direkt nach dem Ende des Krieges wurde es drei Schwestern gestattet, den Schulbetrieb wieder aufzunehmen. So arbeitete Schwester Patrona ab 1945 bis 1954 wieder als Lehrerin in Hahnbach und von 1963 bis 1978 war sie die Mutter Oberin des Klosters und die Schulleiterin der „Knaben- und Mädchenschule“, der Max-Prechtl-Grund- und Hauptschule.[2]
Ehrungen
Literatur
- Patrona Schwaiger, In: Marianne Moosburger: Das Kloster der Armen Schulschwestern in Hahnbach, Speinshart: Verlag Eckhard Bodner, S. 121f