Paul Riegel
deutscher Unternehmer
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Leben
1946 übernahm er zusammen mit seinem 3½ Jahre älteren Bruder Hans (1923–2013) die 1920 vom Vater Hans Riegel senior gegründete Firma Haribo. Paul Riegel war bis zu seinem Tod vor allem für Produktion und Technik zuständig.[1] Bekannt wurde u. a. die von ihm erfundene Lakritzschnecken-Wickelmaschine.[2]
Gemeinsam mit seinen Geschwistern Anita und Hans errichtete er das Rex-Lichtspieltheater im Bonner Stadtteil Endenich, das im März 1952 eröffnet wurde.[3]
Um den Namen der Firma zu erhalten, gab Paul Riegel allen drei Söhnen vorsorglich als ersten Vornamen „Hans“.[4] Als möglicher Nachfolger seines Bruders Hans Riegel junior war 2004 sein Sohn Hans-Jürgen Riegel, der damals die Niederlassung in Frankreich leitete, im Gespräch, bis es Anfang 2006 zum Bruch zwischen den beiden kam.[4] Nach dem Tod von Paul Riegel im Jahr 2009 führte Hans Riegel das Unternehmen gemeinsam mit dessen Söhnen Hans Arndt Riegel und Hans Guido Riegel.[5]
Neben der Arbeit in der Firma blieb ihm Zeit für vielfältige sportliche Aktivitäten. Paul Riegel nahm erfolgreich an nationalen und internationalen Wettkämpfen im Badminton, Motorbootrennen[6] (1958–1962), Segeln und olympischen Schnellfeuerschießen teil.[7] Im Badminton gewann er bei den 1953 erstmals ausgetragenen deutschen Meisterschaften Silber im Doppel und Bronze im Einzel.[8] Am 2. August 2009 starb Paul Riegel mehr als 7 Wochen vor seinem 83. Geburtstag.
Erfolge im Motorboot-Rennsport
- 1960 Weltrekord 112,50 km/h (fliegender Kilometer), Klasse D-Stock
- 1961 Vizeeuropameister Klasse C-Stock in Traben-Trarbach
- 1961 Deutscher Meister Klasse C-Stock[9]
- 1962 Deutscher Meister Klasse C-Stock
Stock = Rennbootklassen mit Benzinmotoren, C = 500 cm³, D = 700 cm³