Paul Wiegand
deutscher Gebrauchsgrafiker und Maler
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Leben und Werk
Wiegand absolvierte von 1934 bis 1937 eine kaufmännische Lehre und besuchte 1938/1939 die Meisterschule des deutschen Handwerks Magdeburg. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Ab 1949 arbeitete er in Magdeburg freischaffend als Gebrauchsgrafiker, betätigte sich aber auch als freier Maler. Er lebte zumindest Anfang der 1950er Jahre im Süplinger Weg 3 im Magdeburger Stadtteil Neustädter Feld.[1] 1978 gestaltete er die Ausstellung „20 Jahre Städtisches Puppentheater Magdeburg“.
Er war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde 1985 mit der Hans-Grundig-Medaille geehrt.
Werkbeispiele
- Fischerhütten im Vorfrühling (1943, Aquarell; auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung)[2][3]
- Magdeburger Dom im Winter (um 1953, Aquarell)[4][3]
- Altes Fischerufer in Magdeburg (1960er Jahre, Gouache)[5]
- Nicht für den Krieg. Für den Frieden der Welt (1958, Schautafel; auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung)[6][7]
- Stadtplan Magdeburg (1980; Informationstafel vor dem Hauptbahnhof Magdeburg)[8]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1958/1959, 1962/1963, 1972/1973, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, Vierte und Fünfte Deutsche Kunstausstellung und VII., IX. und X. Kunstausstellung der DDR
- 1974, 1979 und 1984: Magdeburg, Bezirkskunstausstellungen
- 1977: Magdeburg, Kulturhistorisches Museum („Gebrauchsgraphik“)
Literatur
- Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 348
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S.