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Paulanerkloster Vranov

Kloster in Tschechien From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Paulanerkloster Vranov ist ein Kloster des Paulanerordens in Vranov (Wranau) in Tschechien, etwa zehn Kilometer nördlich von Brünn gelegen. Unter der Klosterkirche befindet sich die Liechtensteinsche Familiengruft.

Paulanerkloster Vranov bei Brünn

Geschichte

Inneres der Wallfahrtskirche Mariä Geburt
Wallfahrtskirche Mariä Geburt und Zugang zur Liechtensteinschen Familiengruft

Vranov war bereits im Mittelalter ein Wallfahrtsort. Der Ursprung der Wallfahrt wird in der lokalen Überlieferung auf das Jahr 1240 datiert. Am 23. Juli 1617 schlossen die Brüder Karl I. und Maximilian von Liechtenstein mit dem aus Oberitalien stammenden Baumeister Andrea Erna einen Vertrag über den Neubau der Wallfahrtskirche Mariä Geburt. Erna verpflichtete sich, die alte Kirche abzubrechen und den Neubau nach Plänen des Architekten Giovanni Maria Philippi auszuführen.[1] Die Bauzeit dauerte von 1621 bis 1630. Unter dem Presbyterium der Kirche wurde die Familiengruft angelegt. Am 14. September 1633 stiftete Maximilian gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Paulanerkloster bei der neuen Kirche und dotierte es mit der Herrschaft Mořice.[2] An der Nordseite der Kirche ließ er ein Wohnhaus errichten, das als Alterswohnsitz vorgesehen war.[3] Die quadratische Anlage des Klosterkomplexes wurde 1751 vollendet. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde das Kloster 1784 aufgehoben. Teile des Komplexes wurden in der Folgezeit abgebrochen, während der Westflügel als Pfarrhaus erhalten blieb.

1992 kehrten Paulanermönche nach Vranov zurück und begannen mit dem Wiederaufbau des Klosterkomplexes. Zwischen 1997 und 2023 wurden der Nord-, Ost- und Südflügel wiedererrichtet sowie der Westflügel saniert. Seit 2000 beherbergt das Kloster ein geistliches Zentrum mit Gästeunterkunft, einer Kapelle und Veranstaltungsräumen.

Siehe auch

Einzelnachweise

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